Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 StR 381/14 KI-generiert

Omission of witness examination notice to excluded defendant in criminal revision

Geschäftsnummer 1 StR 381/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) rejected the defendant's appeal as unfounded, upholding the lower court's judgment and ordering the defendant to bear the costs of the proceedings and the necessary expenses of the co-plaintiff. The dispute concerned a procedural appeal alleging a violation of § 168c (5) Code of Criminal Procedure (StPO), specifically the failure to notify the defendant of a hearing date for the judicial examination of a witness, a hearing from which the defendant had been excluded. The BGH held that the lower court had sufficiently justified the omission of notification by adopting the reasoning of an earlier judicial decision, rendering it unnecessary for the appellate court to determine whether a right to notification exists when a defendant is already excluded from the proceedings or whether the appeal met the specificity requirements of § 344 (2) sentence 2 StPO. The decision further noted that because the defense counsel had been notified well in advance, attended the hearing, and exercised the right to question the witness, the defendant’s rights were not infringingly impaired.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 168c Abs. 5 StPO, § 168c Abs. 5 Satz 2 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO; Omission of witness examination notice to excluded defendant in criminal revision: The dispute concerned a procedural appeal alleging a violation of § 168c (5) Code of Criminal Procedure (StPO), specifically the failure to notify the defendant of a hearing date for the judicial examination of a witness, a hearing from which the defendant had been excluded. The BGH held that the lower court had sufficiently justified the omission of notification by adopting the reasoning of an earlier judicial decision, rendering it unnecessary for the appellate court to determine whether a right to notification exists when a defendant is already excluded from the proceedings or whether the appeal met the specificity requirements of § 344 (2) sentence 2 StPO. The decision further noted that because the defense counsel had been notified well in advance, attended the hearing, and exercised the right to question the witness, the defendant’s rights were not infringingly impaired.

Schlagwörter

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Anhörung oder Verhör Verletzung von Verfahrensrechten Revision eines Entscheids Ausschluss eines Zeugen Prozessrecht Eröffnung des Entscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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2 StR 434/82
November 1982 - 2 StR 434/82, BGHSt 31, 140, 142; ebenfalls offen gelassen von BGH, Beschluss vom 3.
BGHSt 31, 140
November 1982 - 2 StR 434/82, BGHSt 31, 140, 142; ebenfalls offen gelassen von BGH, Beschluss vom 3.
3 StR 34/11
Exclusion of unnotified judicial witness examination under § 168c StPO despite accused’s right to refuse testimony in main proceedings
1 StR 48/81
Mai 1981 - 1 StR 48/81, BGHSt 30, 131, 135; Beschluss vom 11.
BGHSt 30, 131
Mai 1981 - 1 StR 48/81, BGHSt 30, 131, 135; Beschluss vom 11.
3 StR 43/98
März 1998 - 3 StR 43/98, NStZ 1998, 369) könnte der Senat nämlich nicht prüfen, ob die Rechte des Beschuldigten, auf die Beweisgewinnung in einer nicht an seine Anwesenheit anknüpfenden Weise Einfluss nehmen zu können (vgl.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Basis for the dismissal of the appeal as unfounded because the review did not reveal any legal error to the detriment of the defendant.

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Volltext

Strafverfahren: Verfahrensrüge wegen unterlassener Benachrichtigung des Beschuldigten vom Termin zur richterlichen Vernehmung eines Zeugen

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Augsburg vom 17. Februar 2014 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Die Rüge der Verletzung des § 168c Abs. 5 StPO hat keinen Erfolg. Dabei kann der Senat offen lassen, ob überhaupt ein Recht auf Benachrichtigung besteht, wenn der Beschuldigte - wie hier -bereits vom Termin ausgeschlossen worden war (vgl. BGH, Urteil vom 3. November 1982 - 2 StR 434/82, BGHSt 31, 140, 142; ebenfalls offen gelassen von BGH, Beschluss vom 3. März 2011 - 3 StR 34/11). Denn jedenfalls lässt das Landgericht noch hinreichend erkennen, dass es rechtsfehlerfrei die Unterlassung der Benachrichtigung für gerechtfertigt hielt (UA S.

19) und sich insoweit die Ausführungen im ermittlungsrichterlichen Beschluss vom 16. Mai 2013, der sich auch mit den Voraussetzungen des § 168c Abs. 5 Satz 2 StPO befasst, zu eigen gemacht hat. Vor diesem Hintergrund braucht der Senat auch nicht zu entscheiden, ob die Rüge in einer den Anforderungen des § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO entsprechenden Weise erhoben ist. Hieran könnten im Hinblick auf den fehlenden Vortrag dazu, ob der Beschuldigte durch seinen Verteidiger Kenntnis von der bevorstehenden Vernehmung erhalten hat, Zweifel bestehen. Ohne Kenntnis von diesen, allein in der Sphäre des Beschuldigten wurzelnden und dem Revisionsgericht nicht zugänglichen Tatsachen (vgl. zu insoweit vergleichbaren Fallkonstellationen BGH, Urteil vom 26.

Mai 1981 - 1 StR 48/81, BGHSt 30, 131, 135; Beschluss vom 11. März 1998 - 3 StR 43/98, NStZ 1998, 369) könnte der Senat nämlich nicht prüfen, ob die Rechte des Beschuldigten, auf die Beweisgewinnung in einer nicht an seine Anwesenheit anknüpfenden Weise Einfluss nehmen zu können (vgl. BGH, Beschluss vom 12. September 2012 - 5 StR 401/12; Urteil vom 11. Mai 1976 - 1 StR 166/76, BGHSt 26, 332), beeinträchtigt worden sind. Dies versteht sich in der vorliegenden Fallkonstellation, in der der weiträumig vor dem Termin hiervon benachrichtigte Verteidiger den Termin wahrnimmt, sein Fragerecht ausübt und der Beschuldigte selber in nicht angefochtener Weise von der Anwesenheit ausgeschlossen ist, ausnahmsweise nicht von selbst.

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