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VII ZB 4/14 KI-generiert

Obligation to specify concrete enforcement measures in bailiff mandate under § 802a Abs. 2 ZPO

Geschäftsnummer VII ZB 4/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the creditor's further legal complaint and ordered her to bear the full costs of the proceedings, effectively upholding the lower courts' rejection of her claim; although the debtor's address was subsequently identified, the creditor's legal attempt to compel the court bailiff to perform a generic address determination without specifying a concrete enforcement measure under § 802a Abs. 2 ZPO failed on the merits. The dispute concerned whether a bailiff was obligated to locate a debtor based solely on an enforcement order for the underlying debt without the creditor initially specifying a particular statutory enforcement action, with the creditor arguing that address determination was a prerequisite to specifying such measures. The BGH relied on the lower court's reasoning that the creditor's legal remedy would have been unsuccessful because § 802a Abs. 2 ZPO requires the specification of a concrete enforcement measure (such as seizure of assets or examination under oath) in the mandate, and waived court fees for the complaint stage under § 21 GKG because the factual subject of the dispute (the debtor's address) had become known to the court before the appellate decision.

Legislator-Regeste

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§ 802a Abs. 2 ZPO, § 802a Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 91a Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 91a Abs. 1 ZPO, § 21 GKG; Obligation to specify concrete enforcement measures in bailiff mandate under § 802a Abs. 2 ZPO: 2 ZPO failed on the merits. The dispute concerned whether a bailiff was obligated to locate a debtor based solely on an enforcement order for the underlying debt without the creditor initially specifying a particular statutory enforcement action, with the creditor arguing that address determination was a prerequisite to specifying such measures. The BGH relied on the lower court's reasoning that the creditor's legal remedy would have been unsuccessful because § 802a Abs. 2 ZPO requires the specification of a concrete enforcement measure (such as seizure of assets or examination under oath) in the mandate, and waived court fees for the complaint stage under § 21 GKG because the factual subject of the dispute (the debtor's address) had become known to the court before the appellate decision.

Schlagwörter

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Schuldbetreibung Zivilprozessordnung Zustellung durch den Weibel Anwaltskosten E-Justice Verpflichtungsgrund

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 91a Abs. 1 ZPO

Provision applied to allocate the costs of the proceedings to the creditor based on the merits of the case and equitable discretion after the main dispute was declared settled.

§ 21 GKG

Provision applied to waive the court fees for the legal complaint proceedings because the debtor's address had already been identified before the appellate decision.

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Volltext

Zwangsvollstreckung: Bezeichnung der konkreten Vollstreckungsmaßnahme bei Beauftragung des Gerichtsvollziehers mit einer Adressermittlung

[TENOR]

Die Kosten des Verfahrens werden der Gläubigerin auferlegt.

Gerichtskosten für das Rechtsbeschwerdeverfahren werden nicht erhoben.

[GRUENDE]

I. Die Gläubigerin erteilte dem Gerichtsvollzieher am 5. September 2013 unter Übergabe der vollstreckbaren Ausfertigung des Vollstreckungstitels wegen einer Hauptforderung in Höhe von 1.100,89 € einen Auftrag zur Vollstreckung und zur Ermittlung des Aufenthaltsorts des Schuldners. Der Gerichtsvollzieher lehnte ein Tätigwerden unter Hinweis darauf ab, dass in dem Vollstreckungsauftrag die vorzunehmende Vollstreckungsmaßnahme entsprechend den in § 802a Abs. 2 ZPO aufgeführten Regelmaßnahmen nicht bezeichnet sei. Die Gläubigerin vertritt die Auffassung, der Gerichtsvollzieher sei verpflichtet, aufgrund des Vollstreckungsauftrags den Aufenthaltsort des Schuldners zu ermitteln, bevor sie konkrete Maßnahmen zur Vollstreckung im Sinne von § 802a Abs. 2 Satz 1 ZPO bezeichnet.

Das Amtsgericht hat die dagegen gerichtete Erinnerung der Gläubigerin zurückgewiesen. Die sofortige Beschwerde der Gläubigerin ist erfolglos geblieben. Mit der vom Beschwerdegericht zugelassenen Rechtsbeschwerde hat die Gläubigerin zunächst ihren Antrag weiterverfolgt. Nachdem die Anschrift des Schuldners noch im Beschwerdeverfahren ermittelt werden konnte, hat die Gläubigerin, die hiervon erst im Rechtsbeschwerdeverfahren Kenntnis erhalten hat, das Verfahren in der Hauptsache für erledigt erklärt. Der Schuldner hat der Erledigungserklärung innerhalb der ihm entsprechend § 91a Abs. 1 Satz 2 ZPO gesetzten Notfrist von zwei Wochen nicht widersprochen.

II. Nach übereinstimmender Erledigung des Verfahrens in der Hauptsache ist über die Kosten des Verfahrens insgesamt gemäß § 91a Abs. 1 ZPO nach dem bisherigen Sach- und Streitstand sowie nach billigem Ermessen zu entscheiden. Danach sind die Kosten des Verfahrens der Gläubigerin aufzuerlegen, weil ihr Rechtsmittel in der Sache keinen Erfolg gehabt hätte. Der Senat nimmt insoweit auf die im Wesentlichen zutreffenden Gründe des angefochtenen Beschlusses (LG Heidelberg, DGVZ 2014, 93) Bezug.

Die Gerichtskosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens werden nicht erhoben, § 21 GKG, weil bereits vor der Beschwerdeentscheidung der Aufenthaltsort des Schuldners dem Gericht bekannt geworden und der Gläubigerin nicht mitgeteilt worden ist.

Kniffka Eick Kartzke

Jurgeleit Graßnack