Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VIII ZR 49/13 KI-generiert

Correction of cost allocation upon rectification of monetary award for obvious calculation error

Geschäftsnummer VIII ZR 49/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant’s complaint against the non-admission of revision, affirming the lower court’s procedural decision while ordering a rectification of the operative part of the appellate judgment to correct an obvious calculation error regarding lost profits, thereby reducing the defendant’s liability from €313,875.44 to €264,530.78. In a civil dispute concerning a claim for damages or lost profits, the defendant challenged the non-admission of its appeal to the revision instance, but the BGH found no grounds for fundamental significance or legal uniformity issues, upholding the lower court’s refusal to admit revision. The court applied Section 543(2) No. 1 ZPO to deny the complaint and invoked Section 319 ZPO to correct the apparent clerical error in the monetary award, with corresponding adjustments made to the cost allocations for both instances under Section 319 ZPO and Section 97(1) ZPO, leaving the rectified monetary judgment in force with the plaintiff prevailing on the reduced amount.

Legislator-Regeste

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§ 97 Abs. 1 ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 319 ZPO; Correction of cost allocation upon rectification of monetary award for obvious calculation error: In a civil dispute concerning a claim for damages or lost profits, the defendant challenged the non-admission of its appeal to the revision instance, but the BGH found no grounds for fundamental significance or legal uniformity issues, upholding the lower court’s refusal to admit revision. The court applied Section 543(2) No. 1 ZPO to deny the complaint and invoked Section 319 ZPO to correct the apparent clerical error in the monetary award, with corresponding adjustments made to the cost allocations for both instances under Section 319 ZPO and Section 97(1) ZPO, leaving the rectified monetary judgment in force with the plaintiff prevailing on the reduced amount.

Schlagwörter

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Schadenberechnung Revision eines Entscheids Kostenverlegung Zivilrechtsstreitigkeit Gewinnanspruch Entschädigung für Justizirrtümer

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 97 Abs. 1 ZPO

Cited in the dispositive to allocate the costs of the complaint proceedings to the defendant.

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Volltext

Berichtigung einer Kostenentscheidung bei Berichtigung eines Urteils wegen offenbarer Unrichtigkeit

[TENOR]

Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 13. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 23. Januar 2013 wird mit der Maßgabe zurückgewiesen, dass der Tenor dieses Urteils wegen offenbarer Unrichtigkeiten unter Ziffer 1 Abs. 2 sowie unter Ziffer 3 und 4 wie folgt neu gefasst wird:

1. [...]

Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 264.530,78 € nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten p.a. vom 17. Dezember 2004 bis zum 5. September 2005 sowie Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz p.a. seit dem 6. September 2005 zu zahlen.

[...]

3. Von den Gerichtskosten und den außergerichtlichen Kosten der Parteien des Rechtsstreits beider Instanzen trägt die Klägerin ein Viertel, die Beklagte drei Viertel.

4. Von den außergerichtlichen Kosten der Nebenintervenienten trägt die Beklagte drei Viertel.

Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Der Wert des Beschwerdeverfahrens beträgt 264.530,78 €.

[GRUENDE]

Die Nichtzulassungsbeschwerde der Beklagten wird zurückgewiesen, weil weder die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.

Gleichzeitig ist das Urteil des Berufungsgerichts jedoch wegen eines offenbaren Berechnungsfehlers bei der Bemessung des entgangenen Gewinns gemäß § 319 ZPO dahin zu berichtigen, dass der der Klägerin zuerkannte Betrag von 313.875,44 € auf den sich bei zutreffender Berechnung ergebenden Betrag von 264.530,78 € reduziert wird. Insoweit wird auf die Erläuterungen der Hinweisverfügung vom 14. Mai 2014 Bezug genommen, gegen die die Parteien keine Einwendungen erhoben haben. Dieser Berichtigung ist zugleich durch eine Berichtigung der am Ausmaß des beiderseitigen Obsiegens und Unterliegens orientierten Kostenentscheidung für die Tatsacheninstanzen Rechnung zu tragen ((Zöller/Vollkommer, ZPO, 30. Aufl., § 319 Rn. 15 mwN).

Dr. Milger Dr. Hessel Dr. Achilles

Dr. Bünger Kosziol