Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
II ZR 375/13 KI-generiert

Validity of single-instance voting binding agreements with non-shareholders under corporate law

Geschäftsnummer II ZR 375/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant's non-admission complaint, rejecting the appeal for revision and upholding the lower court's judgment; the appellant, a shareholder, did not prevail. The dispute concerned the validity of a voting agreement under corporate law, specifically whether a binding agreement on a single specific resolution remains valid when concluded between a shareholder and a non-shareholder. The court held that the complaint failed to demonstrate fundamental legal significance, noting that literature cited by the appellant supported only the invalidity of comprehensive, general voting bindings towards third parties, not the single-instance binding at issue here. The decisive legal basis was the determination that general prohibitions on splitting voting rights or duties of loyalty to the company do not inherently preclude a limited, single-case voting binding with a non-shareholder, provided no general external influence on the company exists.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 ZPO, § 97 ZPO, § 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO; Validity of single-instance voting binding agreements with non-shareholders under corporate law: The dispute concerned the validity of a voting agreement under corporate law, specifically whether a binding agreement on a single specific resolution remains valid when concluded between a shareholder and a non-shareholder. The court held that the complaint failed to demonstrate fundamental legal significance, noting that literature cited by the appellant supported only the invalidity of comprehensive, general voting bindings towards third parties, not the single-instance binding at issue here. The decisive legal basis was the determination that general prohibitions on splitting voting rights or duties of loyalty to the company do not inherently preclude a limited, single-case voting binding with a non-shareholder, provided no general external influence on the company exists.

Schlagwörter

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Stimmrecht der Gesellschaft Betriebsvereinbarung gesetzliche Voraussetzungen Revision eines Entscheids einzelne Grundrechte Gültigkeit des Konkurrenzverbots

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 543 Abs. 2 ZPO

The statutory standard for the grounds on which the Federal Court of Justice may permit a revision, cited to justify the dismissal of the non-admission complaint.

§ 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO

Procedural rule allowing the court to omit a detailed reasoning for the dismissal of the non-admission complaint.

§ 97 ZPO

Basis for imposing the costs of the complaint proceedings on the unsuccessful appellant.

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Volltext

Aktiengesellschaft: Auf Einzelfall beschränkter Stimmbindungsvertrag eines Aktionärs

[TENOR]

Die Nichtzulassungsbeschwerde des Beklagten gegen das Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe in Freiburg vom 25. Oktober 2013 wird zurückgewiesen, weil keiner der im Gesetz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vorgesehenen Gründe vorliegt, nach denen der Senat die Revision zulassen darf. Der Rechtsstreit der Parteien hat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert er eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung.

Die Beschwerde zeigt insbesondere nicht auf, dass der von ihr angeführte Streit im Schrifttum über die von ihr als grundsätzlich angesehene Rechtsfrage, ob ein Stimmbindungsvertrag oder eine Wahlabsprache auch dann gültig ist, wenn sie zwischen einem Aktionär und einem Nichtaktionär getroffen wurde, im vorliegenden Fall entscheidungserheblich ist. Die von ihr für die Unwirksamkeit solcher Vereinbarungen angeführten Stimmen in der Literatur belegen nicht, dass diese Rechtsmeinung auch für den hier vorliegenden Fall einer einzelnen, einen ganz bestimmten Gegenstand betreffenden Beschlussfassung vertreten wird. Bei Habersack, ZHR 164 (2000), 1, 11 f. findet sich vielmehr nur die Aussage, jedenfalls oder zumindest "umfassende (also nicht auf die Bindung im Einzelfall gerichtete)" Stimmbindungen gegenüber Dritten seien grundsätzlich unwirksam. Den Kommentierungen von Hüffer (AktG, 10. Aufl., § 133 Rn. 27; Großkomm.GmbHG, 8. Aufl., § 47 Rn. 75) lässt sich gleichfalls nicht entnehmen, dass Stimmbindungen gegenüber Dritten ausnahmslos und vor allem auch dann für unzulässig erachtet werden, wenn der Stimmrechtseinfluss des Nichtgesellschafters gegenständlich begrenzt ist (für ausnahmsweise Zulässigkeit, wenn eine allgemeine Fremdbeeinflussung der Gesellschaft ausscheidet, vielmehr Hüffer, Großkomm.GmbHG, 8. Aufl., § 47 Rn. 78; für grundsätzliche Zulässigkeit von Stimm-bindungsverträgen mit Nichtaktionären nunmehr Hüffer/Koch, AktG, 11. Aufl., § 133 Rn. 27). Das Abspaltungsverbot und die Treuepflicht des Aktionärs gegenüber der Gesellschaft stehen einer auf die Bindung im Einzelfall beschränkten Stimmbindung des Aktionärs gegenüber Dritten weder generell entgegen noch ist dargelegt oder ersichtlich, dass dies jedenfalls für die hier zu beurteilende Vereinbarung anzunehmen ist.

Der Senat hat die Verfahrensrügen geprüft und für nicht durchgreifend erachtet.

Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO abgesehen.

Der Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 ZPO).

Streitwert: 50.000 €

Bergmann Strohn Caliebe

Reichart Sunder