Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4 StR 34/14 KI-generiert

Admissibility of appeal challenging main hearing held by a civil servant temporarily appointed as court record-keeping officer

Geschäftsnummer 4 StR 34/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Procedure (BGH) dismissed the defendants' appeals as unfounded, upholding the Landgericht Magdeburg's judgment of 10 June 2013 and ordering each appellant to bear their own costs. The dispute centered on a procedural challenge asserting that the main hearing was invalid under § 226 Abs. 1 and § 338 Nr. 5 StPO because the court clerk was not permanently appointed as an official record-keeping officer at the time of the proceedings. The Court ruled the objection was inadmissible under § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO because the appellants failed to adequately justify their claim despite specific circumstances suggesting otherwise; the court found it plausible that the clerk had been temporarily appointed for that specific session pursuant to § 153 Abs. 5 GVG and state administrative regulations, which permit temporary appointments for training or trial purposes, evidenced by the clerk’s subsequent permanent appointment immediately following the hearing.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 338 Nr. 5 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO; Admissibility of appeal challenging main hearing held by a civil servant temporarily appointed as court record-keeping officer: The dispute centered on a procedural challenge asserting that the main hearing was invalid under § 226 Abs. 1 and § 338 Nr. 5 StPO because the court clerk was not permanently appointed as an official record-keeping officer at the time of the proceedings. The Court ruled the objection was inadmissible under § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO because the appellants failed to adequately justify their claim despite specific circumstances suggesting otherwise; the court found it plausible that the clerk had been temporarily appointed for that specific session pursuant to § 153 Abs. 5 GVG and state administrative regulations, which permit temporary appointments for training or trial purposes, evidenced by the clerk’s subsequent permanent appointment immediately following the hearing.

Schlagwörter

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Prozessleitung Verfahrensrügen Ernennungsverfahren Zivilurteil Beamtenstatut Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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1 StR 388/06
November 2006 - 1 StR 388/06, NStZ 2007, 53, 54 mwN).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive as the legal basis for dismissing the appeals as unfounded because the review found no legal error to the disadvantage of the accused.

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Volltext

Strafverfahren: Vorübergehende Bestellung einer Justizangestellten zur Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle

[TENOR]

Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Magdeburg vom 10. Juni 2013 werden als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Die Rüge, die Hauptverhandlung vom 15. Februar 2013 habe nicht in Gegenwart einer Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle stattgefunden (§ 226 Abs. 1, § 338 Nr. 5 StPO), weil die das Protokoll führende Justizangestellte W. zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht nach § 153 Abs. 5 Satz 1 GVG mit den Aufgaben eines Urkundsbeamten der Geschäftsstelle betraut gewesen sei, ist nicht zulässig erhoben (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO). Nach Nr. 14.1 Satz 2 der Geschäftsordnungsvorschriften für die Gerichte und Staatsanwaltschaften des Landes Sachsen-Anhalt vom 18.

Dezember 2008 (JMBl. LSA Nr. 27/2008 vom 29. Dezember 2008) können der Behörden- oder Geschäftsleiter Bedienstete auch vorübergehend zu Urkundsbeamten der Geschäftsstelle bestellen (z.B. Personen in Ausbildung zum Zwecke der Protokollführung). Hierzu verhält sich das Revisionsvorbringen nicht, obgleich dazu nach den konkreten Umständen des Falles Anlass bestand (vgl. BGH, Beschluss vom 19. November 2006 - 1 StR 388/06, NStZ 2007, 53, 54 mwN). Die Justizangestellte W. wurde am 1. März 2013 und damit alsbald nach ihrem Einsatz als Protokollführerin in der Hauptverhandlung am 15.

Februar 2013 dauerhaft mit den Aufgaben einer Urkundsbeamtin betraut; nach der Stellungnahme der Präsidentin des Landgerichts Magdeburg vom 5. Dezember 2013 war sie bereits ... vor diesem Zeitpunkt ... in die Protokollführung in Strafsachen ... eingearbeitet worden. Es liegt daher nicht fern, dass ihr die Protokollführung am 15. Februar 2013 zur Erprobung übertragen war und sie zu diesem Zweck nach Nr. 14.1 Satz 2 der Geschäftsordnungsvorschriften für die Gerichte und Staatsanwaltschaften des Landes Sachsen-Anhalt vom 18. Dezember 2008 vorübergehend zur Urkundsbeamtin bestellt wurde.

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