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IV ZR 409/12 KI-generiert

Insurance advisory duty under § 6 Abs. 4 VVG and causation of coverage gap claims

Geschäftsnummer IV ZR 409/12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the plaintiff's revision, upholding the lower court's judgment that ruled in favor of the defendant insurer. The dispute concerned a residential building insurance policy where the plaintiff alleged the insurer breached its advisory duty under § 6 Abs. 4 VVG when introducing new insurance terms containing coverage gaps. The court held that the question of whether such an advisory duty existed was not decisive for the outcome, as the lower court established that the breach would not have been causal for the incurred damage; specifically, evidence that the plaintiff had previously rejected a goodwill offer and had consistently chosen not to insure third-party damages led to the conclusion that she would not have expanded her coverage even if properly advised. Consequently, the plaintiff's arguments regarding the assessment of facts did not reveal any reversible error in law, and the appeal was rejected at the plaintiff's expense.

Legislator-Regeste

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§ 552a ZPO, § 552a Satz 1 ZPO; Insurance advisory duty under § 6 Abs. 4 VVG and causation of coverage gap claims: The dispute concerned a residential building insurance policy where the plaintiff alleged the insurer breached its advisory duty under § 6 Abs. 4 VVG when introducing new insurance terms containing coverage gaps. The court held that the question of whether such an advisory duty existed was not decisive for the outcome, as the lower court established that the breach would not have been causal for the incurred damage; specifically, evidence that the plaintiff had previously rejected a goodwill offer and had consistently chosen not to insure third-party damages led to the conclusion that she would not have expanded her coverage even if properly advised. Consequently, the plaintiff's arguments regarding the assessment of facts did not reveal any reversible error in law, and the appeal was rejected at the plaintiff's expense.

Schlagwörter

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Vermögensversicherung Versicherungspflichtverletzung Versicherungslücke Drittansprache Schadenersatzbemessung Begriff der Entscheidung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 552a ZPO

Procedural basis cited in the dispositive to reject the revision without oral hearing because it had no prospect of success.

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Volltext

Wohngebäudeversicherung: Beratungspflicht des Versicherers bei Einführung neuer Versicherungsbedingungen

[TENOR]

Die Revision gegen das Urteil der 9. Zivilkammer des Landgerichts Wuppertal vom 22. November 2012 wird gemäß § 552a ZPO auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.

[GRUENDE]

Der Senat nimmt Bezug auf seinen Hinweisbeschluss vom 4. Dezember 2013, in welchem er bereits dargelegt hat, dass kein Grund für die Zulassung der Revision besteht, und diese auch keine Aussicht auf Erfolg hat (§ 552a Satz 1 ZPO).

Der vom Berufungsgericht angenommene Revisionszulassungs-grund ist nicht entscheidungserheblich. Nach der Begründung des Berufungsurteils kommt es auf das Bestehen einer Beratungspflicht des Versicherers nach § 6 Abs. 4 VVG im Ergebnis nicht an, nachdem das Berufungsgericht die Klage auch deshalb abgewiesen hat, weil ein - unterstellter - Verstoß gegen die Beratungspflicht für den eingetretenen Schaden nicht kausal geworden sei. Das Berufungsgericht hat aus dem Umstand, dass die Klägerin ein Kulanzangebot der Beklagten abgelehnt hatte, ferner daraus, dass sie schon bei Vertragsschluss durch unbefugte Dritte verursachte Schäden trotz bestehender Versicherungsmöglichkeit nicht versichert hatte, geschlossen, dass sie auch dann keine Erweiterung ihres Versicherungsschutzes vorgenommen hätte, wenn die Beklagte sie anlässlich der Einführung ihrer neuen Bedingungen auf die beiden Lücken im bisherigen Versicherungsschutz hingewiesen hätte.

Soweit die Klägerin dieser tatrichterlichen Würdigung nunmehr mit Schriftsatz ihres Prozessbevollmächtigten vom 10. Februar 2014 entgegentritt und die vom Berufungsgericht gezogenen Schlüsse für unzulässig erachtet, deckt sie weiterhin keine revisiblen Rechtsfehler auf, sondern versucht lediglich eine ihr günstigere Würdigung der Fallumstände zu erreichen.

Mayen Wendt Felsch

Lehmann Dr. Brockmöller