Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
III ZR 371/12 KI-generiert

Inadmissibility of parallel claims under own and foreign rights absent established hierarchy between distinct litigation subjects

Geschäftsnummer III ZR 371/12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) issued a procedural ruling declaring the plaintiff's action inadmissible due to a lack of specificity in the claim, ordering the plaintiff to establish a primary and alternative claim relationship (*Eventualverhältnis*) between the distinct causes of action within one month, thereby halting the proceedings until the defect is cured. The dispute arose in a patent infringement case where the plaintiff simultaneously and equally asserted rights under an alleged oral license agreement and under a written assignment of rights, without establishing a procedural hierarchy between these bases. The court held that while these claims share a common objective, they constitute different subject matters in litigation (*Streitgegenstände*) that cannot be pursued via alternative accumulation leaving the choice to the court; instead, the plaintiff must explicitly define which claim is primary and which is alternative pursuant to the specificity requirements of Section 253(2) No. 2 of the German Code of Civil Procedure (ZPO).

Legislator-Regeste

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§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO; Inadmissibility of parallel claims under own and foreign rights absent established hierarchy between distinct litigation subjects: Die Klage ist bislang unzulässig, da die Klägerin den Streitgegenstand nicht hinreichend bestimmt hat (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO).

Schlagwörter

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Patentanspruch Vertragsverletzungsverfahren Streitgegenstand Abtretung einer Forderung Verfahrensrechte Zivilprozessordnung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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III ZR 53/98
Februar 1999 - III ZR 53/98, NJW 1999, 1407; BGH, Urteile vom 17.
IX ZR 8/04
November 2005 - IX ZR 8/04, NJW-RR 2006, 275 Rn.
VIII ZR 19/04
September 2006 - VIII ZR 19/04, NJW 2007, 2414 Rn.
XI ZR 278/06
Mai 2007 - XI ZR 278/06, NJW 2007, 2560 Rn.
XII ZR 158/06
Juli 2008 - XII ZR 158/06, NJW 2008, 2922 Rn.
I ZR 108/09
Unlawful alternative cumulation of trademark infringement claims due to missing order of causes of action
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Volltext

Bestimmtheit des Klageantrags: Eventualverhältnis unterschiedlicher Streitgegenstände statt alternativer Klagehäufung

[TENOR]

Die Klägerin wird darauf hingewiesen, dass ihre Klage wegen fehlender Bestimmtheit des Klagegegenstands bislang unzulässig ist, solange sie die zur Zeit alternativ geltend gemachten prozessualen Ansprüche (Streitgegenstände) nicht in ein Eventualverhältnis aus Haupt- und Hilfsanspruch stellt.

Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen eines Monats.

[GRUENDE]

Die Klage ist bislang unzulässig, da die Klägerin den Streitgegenstand nicht hinreichend bestimmt hat (§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO).

Die Klägerin stützt ihre Klage gleichrangig sowohl auf Ansprüche aus eigenem Recht - behauptete mündliche Lizenzvereinbarung für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom Oktober 1999 - wie aus fremdem Recht -schriftliche Abtretungs- und Prozessführungsermächtigungserklärung des Patentinhabers vom 15. November 2010. Insoweit handelt es sich jedoch auch bei einheitlichem Klageziel um unterschiedliche Streitgegenstände (vgl. nur Senatsurteil vom 25. Februar 1999 - III ZR 53/98, NJW 1999, 1407; BGH, Urteile vom 17. November 2005 - IX ZR 8/04, NJW-RR 2006, 275 Rn. 15; vom 27. September 2006 - VIII ZR 19/04, NJW 2007, 2414 Rn. 8; vom 8. Mai 2007 - XI ZR 278/06, NJW 2007, 2560 Rn. 16 f und vom 23. Juli 2008 - XII ZR 158/06, NJW 2008, 2922 Rn. 19). Diese können nicht im Wege einer alternativen Klagehäufung derart geltend gemacht werden, dass zwar nur einer der Ansprüche tenoriert, die Auswahl aber dem Gericht überlassen werden soll. Vielmehr ist es Sache der klagenden Partei, die Streitgegenstände in ein Eventual-verhältnis zu stellen, was auch noch in der Revisionsinstanz geschehen kann (vgl. BGH, Beschluss vom 24. März 2011 - I ZR 108/09, BGHZ 189, 56 Rn. 6 ff. und Urteil vom 9. November 2011 - I ZR 150/09, WRP 2012, 330 Rn. 18).

Schlick Herrmann Wöstmann

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