Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
V ZR 302/12 KI-generiert

Elimination of property encumbrance: Unreasonableness defense barred when party responsible for legal impediment to performance

Geschäftsnummer V ZR 302/12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Civil Procedure (BGH) dismissed the plaintiff's complaint against the non-admission of revision, thereby upholding the appellate court's judgment in favor of the defendant. The dispute concerned a claim for the elimination of an encumbrance on a foreign property, where the plaintiff argued that fulfilling a final judgment requiring specific remedial measures was impossible because the necessary administrative permit for a "well solution" had been permanently denied, rendering alternative measures like installing a "white tank" economically unreasonable. The BGH held that although the lower court erred by disregarding the legally binding refusal of the permit and its evidentiary effect as a legal impediment to performance, this error was not decisive; under the principles of § 275 Abs. 2 Satz 2 BGB regarding unreasonableness, a party cannot invoke the disproportionate burden of alternative remedies to avoid performance if they are responsible for the situation that created the difficulty, leading to the plaintiff's loss of the appeal and bearing of procedural costs.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 ZPO, § 275 Abs. 2 Satz 2 BGB, § 97 Abs. 1 ZPO; Elimination of property encumbrance: Unreasonableness defense barred when party responsible for legal impediment to performance: Die Rechtssache wirft keine entscheidungserheblichen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf. Eine Entscheidung ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (§ 543 Abs. 2 ZPO). Zwar geht das Berufungsgericht rechtsfehlerhaft davon aus, dass die Realisierung der sog. Brunnen-Lösung der Klägerin zur Erfüllung ihrer Verpflichtung aus der rechtskräftigen Verurteilung noch rechtlich möglich sei. Zum einen lässt es unberücksichtigt, dass die Genehmigung dieser Maßnahme bestandskräftig abgelehnt wurde.

Schlagwörter

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Grundsatz der Beschränktheit der Belastung Zivilrechtsstreitigkeit Sachentziehung Revision eines Entscheids Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs Verfahrenskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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V ZR 131/75
Oktober 1977 - V ZR 131/75, NJW 1978, 1262, 1263; Urteil vom 10.
V ZR 79/80
Juli 1981 - V ZR 79/80, NJW 1981, 2687, 2689; BGH, Urteil vom 9.
VIII ZR 41/94
November 1994 - VIII ZR 41/94, BGHZ 127, 368, 320).
BGHZ 127, 368
November 1994 - VIII ZR 41/94, BGHZ 127, 368, 320).
XII ZR 301/01
Februar 2004 - XII ZR 301/01, BGHZ 158, 19, 22;
BGHZ 158, 19
Februar 2004 - XII ZR 301/01, BGHZ 158, 19, 22;
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Volltext

Anspruch auf Beseitigung der Beeinträchtigung eines fremden Grundstücks: Einrede der Unverhältnismäßigkeit bei zu vertretendem Leistungshindernis

[TENOR]

Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg - 4. Zivilsenat - vom 26. November 2012 wird zurückgewiesen.

Die Rechtssache wirft keine entscheidungserheblichen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf. Eine Entscheidung ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (§ 543 Abs. 2 ZPO). Zwar geht das Berufungsgericht rechtsfehlerhaft davon aus, dass die Realisierung der sog. Brunnen-Lösung der Klägerin zur Erfüllung ihrer Verpflichtung aus der rechtskräftigen Verurteilung noch rechtlich möglich sei. Zum einen lässt es unberücksichtigt, dass die Genehmigung dieser Maßnahme bestandskräftig abgelehnt wurde.

Für die Frage, ob ein rechtliches Leistungshindernis in Form der Versagung einer erforderlichen Genehmigung vorliegt, ist das Ergebnis des Genehmigungsverfahrens maßgebend (vgl. Senat, Urteil vom 7. Oktober 1977 - V ZR 131/75, NJW 1978, 1262, 1263; Urteil vom 10. Juli 1981 - V ZR 79/80, NJW 1981, 2687, 2689; BGH, Urteil vom 9. November 1994 - VIII ZR 41/94, BGHZ 127, 368, 320). Zum anderen verkennt es die Tatbestandswirkung des ergangenen - bestandskräftigen - Ablehnungsbescheides (BGH, Urteil vom 4. Februar 2004 - XII ZR 301/01, BGHZ 158, 19, 22;

Senat vom 19. Oktober 2007 - V ZR 42/07, ZOV 2008, 27). Der Fehler ist aber nicht entscheidungserheblich, da sich die Klägerin nach dem in § 275 Abs. 2 Satz 2 BGB zum Ausdruck kommenden Grundsatz nicht auf die Unverhältnismäßigkeit anderer Beseitigungsmaßnahmen, wie etwa der Herstellung einer weißen Wanne, berufen kann. Die Klägerin hat nämlich die Situation zu vertreten, deren Beseitigung sie als wirtschaftlich unzumutbar ansieht (vgl. Senat, Urteil vom 30. Mai 2008 - V ZR 184/07, NJW 2008, 3122 Rn. 18 ff.; Urteil vom 23. Oktober 2009 - V ZR 141/08, NZM 2010, 174 Rn. 22 ff.).

Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 47.600 €.

Stresemann Lemke Schmidt-Räntsch

Czub Kazele