Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
EnVZ 11/13 KI-generiert

Definition of customer installation under EnWG: denial where operator directly supplies and bills end-users without allowing supplier choice

Geschäftsnummer EnVZ 11/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage geteilt

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Cartel Senate dismissed the complaints of the Federal Network Agency and the applicant against the lower court’s refusal to permit legal appeal, resulting in the cost-bearing party to bear half the non-admission costs. The dispute concerned the classification of a network infrastructure as a "customer installation" under energy supply law, specifically whether the operator’s facility, which supplied electricity to end-users without allowing them to choose their supplier, met the statutory definition. The court ruled that the issue was not decisive for the outcome because the facility did not qualify as a customer installation under §§ 3 Nr. 24a, 24b EnWG, as it failed the core criterion of being made available to everyone for the supply of end-users in a non-discriminatory and free manner; the operator instead acted as the electricity supplier and billed the connected users directly. Consequently, the lower court’s refusal to permit appeal was upheld as sufficient, as it correctly identified that the legal questions raised were moot due to the factual finding that the infrastructure was not a customer installation, and the decision did not raise questions of fundamental significance or require further development of the law.

Legislator-Regeste

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§ 86 Abs. 2 EnWG; Definition of customer installation under EnWG: denial where operator directly supplies and bills end-users without allowing supplier choice: The dispute concerned the classification of a network infrastructure as a "customer installation" under energy supply law, specifically whether the operator’s facility, which supplied electricity to end-users without allowing them to choose their supplier, met the statutory definition. The court ruled that the issue was not decisive for the outcome because the facility did not qualify as a customer installation under §§ 3 Nr. 24a, 24b EnWG, as it failed the core criterion of being made available to everyone for the supply of end-users in a non-discriminatory and free manner; the operator instead acted as the electricity supplier and billed the connected users directly. Consequently, the lower court’s refusal to permit appeal was upheld as sufficient, as it correctly identified that the legal questions raised were moot due to the factual finding that the infrastructure was not a customer installation, and the decision did not raise questions of fundamental significance or require further development of the law.

Schlagwörter

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Stromversorgung Kartell Hausinstallationsmonopol Kauf mit Montagepflicht Vertrag mit Konsumenten Rechtswahl

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 86 Abs. 2 EnWG
Basis for dismissing the non-admission complaints due to the absence of questions of fundamental importance or the need for legal development.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 86 Abs. 2 EnWG

Basis for dismissing the non-admission complaints due to the absence of questions of fundamental importance or the need for legal development.

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Volltext

Energieversorgung: Begriff der Kundenanlage

[TENOR]

Die Beschwerden der Bundesnetzagentur und der Antragstellerin gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde in dem Beschluss des 3. Kartellsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 16. Januar 2013 werden zurückgewiesen.

Die Kosten der Nichtzulassungsbeschwerde einschließlich der außergerichtlichen Kosten der Antragsgegnerin zu 2) tragen die Bundesnetzagentur und die Antragstellerin jeweils zur Hälfte. Die außergerichtlichen Kosten der übrigen Beteiligten tragen diese selbst.

Der Beschwerdewert wird auf 50.000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die nach §§ 87, 88 Abs. 1 EnWG statthaften und auch sonst zulässigen Nichtzulassungsbeschwerden haben keinen Erfolg. Die Sache wirft weder Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf, noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 86 Abs. 2 EnWG).

1. Die von den Nichtzulassungsbeschwerden aufgeworfenen Rechtsfragen sind, soweit sie Anlass zur Erörterung geben, nicht entscheidungserheblich, weil sie davon ausgehen, dass - was das Beschwerdegericht offengelassen hat - die Antragstellerin an eine von der Antragsgegnerin zu 1) betriebene Kundenanlage im Sinne des § 3 Nr. 24a, 24b EnWG angeschlossen ist. Dies ist indes nach den tatsächlichen Feststellungen des Beschwerdegerichts, die im Übrigen zwischen den Beteiligten auch außer Streit stehen, nicht der Fall. Nach der Rechtsprechung des Senats (Beschluss vom 18. Oktober 2011 - EnVR 68/10, juris Rn. 12) ist ein zentrales Kriterium der Kundenanlage nach Buchst. d) des § 3 Nr. 24a EnWG wie auch des § 3 Nr. 24b EnWG, dass die Anlage jedermann zur Belieferung der Letztverbraucher mit Strom diskriminierungsfrei und unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird. Diese Voraussetzung liegt bei der Anlage der Antragsgegnerin zu 1) nicht vor, weil sie der Antragstellerin wie auch den übrigen angeschlossenen Nutzern nicht die Wahl des Stromlieferanten überlässt, sondern vielmehr selbst als Stromversorgerin auftritt und den in Anspruch genommenen Strom direkt und gesondert gegenüber diesen abrechnet.

2. Soweit die Bundesnetzagentur die Zulassung der Rechtsbeschwerde bereits deshalb für geboten hält, weil das Beschwerdegericht die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde nur formelhaft begründet habe und deshalb § 86 Abs. 3 Satz 2 EnWG verletzt sei, kann sie damit keinen Erfolg haben. Die Zulassung der Rechtsbeschwerde erfordert stets das Vorliegen eines Zulassungsgrundes nach § 86 Abs. 2 EnWG. Davon abgesehen lässt sich der Beschwerdeentscheidung eine ausreichende Begründung für die Nichtzulassung bei einer Gesamtschau der Entscheidungsgründe mit hinreichender Deutlichkeit entnehmen.

Tolksdorf Strohn Kirchhoff

Grüneberg Deichfuß