Restitution of real property: interest claim on unsanitized sale proceeds under fiduciary-like relationship
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice rejected the defendant’s appeal against the non-admission of revision, thereby upholding the lower court’s judgment that held the defendant liable for damages. The dispute concerned the restitution of a residential property under German reunification law, specifically the claim of the restitution creditor for interest on the unsanitized proceeds from the property’s sale. The Court ruled that while the defendant was not liable under general tort or mandate provisions due to its compliance with statutory transaction approval requirements, it was obligated to pay interest on the sale proceeds pursuant to § 681 Sentence 2 and § 668 BGB applied by analogy. The decisive legal basis established that the defendant, as the disposition-entitled party following the attribution decree, stood in a fiduciary-like relationship to the creditor and was required to separate the funds pending clarification of rights; the failure to do so triggered a duty to compensate for the loss of use of the funds.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 849 BGB, § 823 Abs. 2 BGB, § 678 BGB, § 668 BGB; Restitution of real property: interest claim on unsanitized sale proceeds under fiduciary-like relationship: Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens mit Ausnahme der außergerichtlichen Kosten der Streithelferin, die diese selbst trägt (§ 97 Abs. 1, § 101 Abs. 1 Halbsatz 2 ZPO).
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KI-generiertVolltext
Restitution eines Hausgrundstücks: Anspruch des Restitutionsgläubigers gegen den Verfügungsberechtigten auf Verzinsung nicht separierten Verkaufserlöses
[TENOR]
Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Thüringer Oberlandesgerichts in Jena 1. Zivilsenat vom 29. November 2012 wird zurückgewiesen.
Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens mit Ausnahme der außergerichtlichen Kosten der Streithelferin, die diese selbst trägt (§ 97 Abs. 1, § 101 Abs. 1 Halbsatz 2 ZPO).
Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 217.482,74 €.
[GRUENDE]
Die von der Beklagte aufgeworfene, an sich klärungsbedürftige Frage, ob § 849 BGB auch auf einen Anspruch aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 3 Abs. 3 Satz 1 VermG anzuwenden ist, stellt sich im vorliegenden Fall nicht. Die Beklagte haftet dem Kläger weder aus diesem Grund noch aus § 678 BGB auf Schadensersatz, weil sie die Genehmigung nach der Grundstücksverkehrsordnung beantragt und damit auch unter Berücksichtigung von § 3 Abs. 5 VermG der ihr im Verkehr obliegenden Sorgfalt entsprochen hat (vgl. Senat, Urteil vom 16. Dezember 2005 - V ZR 195/04, NJW-RR 2006, 733, 734 Rn. 11 und Beschluss vom 29. April 2010 - V ZR 218/09, NJW 2010, 3303, 3304 Rn. 8 ff.). Der Zinsanspruch des Klägers folgt aber in dem zuerkannten Umfang aus § 681 Satz 2, § 668 BGB analog. Die Beklagte hatte dem Kläger den Verkaufserlös nach § 3 Abs. 4 Satz 3 VermG herauszugeben und bis zur Klärung seiner Berechtigung zu separieren. Da sie das versäumt hat, hat sie den Verkaufserlös nach § 668 BGB zu verzinsen. Denn sie steht als Verfügungsberechtigte, die sie spätestens seit dem Zuordnungsbescheid war, zu dem Kläger in einem treuhandähnlichen Verhältnis (vgl. Senat, Urteile vom 16. Dezember 1994 - V ZR 177/93, BGHZ 128, 210, 211 und vom 22. Februar 2008 - V ZR 30/07, NJW-RR 2008, 1399, 1401 f. Rn. 32).
Stresemann Lemke Schmidt-Räntsch
Czub Kazele