Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 StR 163/13 KI-generiert

Failure to demonstrate prejudicial impact of erroneous plea bargain reference in judgment

Geschäftsnummer 1 StR 163/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the defendant's appeal, upholding the lower court's conviction and ordering the defendant to bear the costs of the legal proceedings. The dispute concerned a procedural objection alleging that the trial court erroneously referenced a § 257c German Code of Criminal Procedure (StPO) plea bargain in the judgment, despite no such agreement actually having occurred, which the defendant argued violated § 261 StPO. The appellate court held that this discrepancy did not constitute a revisable legal error to the defendant's detriment, as the review of a confession-based conviction is subject to the same standards as a conventional evidentiary hearing; since the trial court had extensively verified the defendant's full confession through independent factual and personal evidence, the procedural defect did not affect the outcome. The decision relied on the principle that confession-based proceedings do not require stricter safeguards than standard trials (citing BVerfG jurisprudence) and deemed the lower court's subsequent correction order irrelevant to the appeal's merits.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 261 StPO, § 257c StPO, § 267 Abs. 3 Satz 5 StPO; Failure to demonstrate prejudicial impact of erroneous plea bargain reference in judgment: The dispute concerned a procedural objection alleging that the trial court erroneously referenced a § 257c German Code of Criminal Procedure (StPO) plea bargain in the judgment, despite no such agreement actually having occurred, which the defendant argued violated § 261 StPO. The appellate court held that this discrepancy did not constitute a revisable legal error to the defendant's detriment, as the review of a confession-based conviction is subject to the same standards as a conventional evidentiary hearing; since the trial court had extensively verified the defendant's full confession through independent factual and personal evidence, the procedural defect did not affect the outcome. The decision relied on the principle that confession-based proceedings do not require stricter safeguards than standard trials (citing BVerfG jurisprudence) and deemed the lower court's subsequent correction order irrelevant to the appeal's merits.

Schlagwörter

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Verfahrensmangel Klagegründe Strafprozessordnung Verweisungsvertrag E-Justice fehlerhafte Strafzumessung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Main ground for the verdict, as the appeal was dismissed because the review revealed no legal error to the defendant's detriment.

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Volltext

Revision in Strafsachen: Überprüfung der Verfahrensrüge bei Darstellung eines verständigungsbasierten Geständnisses in den Urteilsgründen trotz tatsächlich nicht stattgefundener Verständigung

[TENOR]

Die Revision der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Regensburg vom 19. November 2012 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Die Beschwerdeführerin hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Die Beschwerdeführerin rügt als Verletzung von § 261 StPO, dass das Urteil nach der Urteilsurkunde auf einer Verständigung nach § 257c StPO beruhe, obwohl eine solche tatsächlich nicht stattgefunden habe, wie sich auch aus dem Protokoll ergebe. Ein revisibler Rechtsfehler ist damit nicht dargelegt. Zwar korrespondiert der Hinweis im Urteil auf eine Verständigung (vgl. § 267 Abs. 3 Satz 5 StPO) nicht mit dem Inhalt des Protokolls und den Angaben der Beschwerdeführerin, dass keine Verständigung stattgefunden hat. Der Senat schließt aber aus, dass sich dieser Fehler auf das Verfahren oder das Urteil zum Nachteil der Angeklagten ausgewirkt hat. Die Überprüfung eines verständigungsbasierten Geständnisses unterliegt grundsätzlich nicht strengeren Anforderungen, als sie an eine Beweisaufnahme in der nach herkömmlicher Verfahrensweise geführten Hauptverhandlung nach Abgabe eines Geständnisses zu stellen wären (BVerfG, Urteil vom 19. März 2013 - 2 BvR 2628/10 u.a., NJW 2013, 1058, 1063 Rn. 71). Vorliegend hat das Landgericht bei seiner Beweiswürdigung das vollumfängliche Geständnis der Angeklagten durch zahlreiche sachliche und persönliche Beweismittel überprüft und bestätigt gefunden.

Es kann daher dahinstehen, ob dem "Berichtigungsbeschluss" des Landgerichts vom 22. April 2013 (Bl. 235 d.A.) Rechtswirkung zukommt, wonach der vor den eigentlichen Urteilsgründen angebrachte und in Klammern gesetzte Hinweis auf eine Verständigung, der vom weiteren Schriftbild der Urteilsgründe deutlich abweicht, wegen eines Schreibversehens entfällt (vgl. demgegenüber Meyer-Goßner, StPO, 55. Aufl., § 267 Rn. 39 mwN).

Wahl

Graf

Jäger

RiBGH Prof. Dr. Radtke isturlaubsabwesend und daheran der Unterschrift gehindert.

Wahl

Mosbacher