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VIII ZR 67/12 KI-generiert

Scope of cure costs in commercial sales: exclusion of removal and installation expenses from the Nacherfüllungsanspruch under § 439 BGB

Geschäftsnummer VIII ZR 67/12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) rejected the appellant's intended revision via interlocutory order, upholding the appellate court's decision in favor of the seller, thereby confirming that the buyer is not entitled to reimbursement for costs associated with removing a defective item and installing a replacement. The dispute concerned a commercial sale of goods where the buyer sought costs for removing a defective water heater and installing a defect-free substitute under the right to cure (Nachlieferung), challenging the limitation of this scope in B2B transactions. The court held that the guideline-conform interpretation of § 439(1) sentence 2 BGB, which would include removal and installation costs, is restricted to consumer sales based on EU directive compliance and does not apply to contracts between entrepreneurs or between consumer and entrepreneur; consequently, the decisive legal basis is the exclusion of such ancillary costs from the cure variant in non-consumer commercial transactions, rendering the revision inadmissible and without prospect of success.

Legislator-Regeste

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§ 552a ZPO; Scope of cure costs in commercial sales: exclusion of removal and installation expenses from the Nacherfüllungsanspruch under § 439 BGB: The dispute concerned a commercial sale of goods where the buyer sought costs for removing a defective water heater and installing a defect-free substitute under the right to cure (Nachlieferung), challenging the limitation of this scope in B2B transactions. The court held that the guideline-conform interpretation of § 439(1) sentence 2 BGB, which would include removal and installation costs, is restricted to consumer sales based on EU directive compliance and does not apply to contracts between entrepreneurs or between consumer and entrepreneur; consequently, the decisive legal basis is the exclusion of such ancillary costs from the cure variant in non-consumer commercial transactions, rendering the revision inadmissible and without prospect of success.

Schlagwörter

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Umzugskosten Kauf im kaufmännischen Verkehr Nachbesserungsrecht Handelsstreitigkeit Vertrag mit Konsumenten Nebenkosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 552a ZPO

Procedural basis cited in the dispositive order to reject the revision by unanimous order.

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Volltext

Kaufvertrag: Richtlinienkonforme Auslegung des Nacherfüllungsanspruchs bei Mängeln der Kaufsache; Beschränkung auf den Verbrauchsgüterkauf

[TENOR]

Der Senat beabsichtigt, die vom Berufungsgericht zugelassene Revision durch einstimmigen Beschluss nach § 552a ZPO zurückzuweisen.

[GRUENDE]

1. Ein Grund für die Zulassung der Revision besteht nicht mehr.

Das Berufungsgericht hat die Revision zur Klärung der Frage zugelassen, ob die Kosten für den Ausbau der mangelhaften Kaufsache und den Einbau einer mangelfreien Ersatzsache im Rahmen der Ersatzlieferung auch bei einem Kaufvertrag zwischen Gewerbetreibenden zu ersetzen sind. Diese Frage ist mittlerweile geklärt.

Der Senat hat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden, dass die aufgrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 16. Juni 2011 (C-65/09, C-87/09 - Gebr. W. GmbH/J. W.; I. P. /M. Electronics GmbH, NJW 2011, 2269) gebotene richtlinienkonforme Auslegung des § 439 Abs. 1 Alt. 2 BGB auf den Verbrauchsgüterkaufvertrag beschränkt ist und nicht für Kaufverträge zwischen Unternehmern oder zwischen Verbrauchern gilt. Bei diesen Kaufverträgen wird daher der Ausbau der mangelhaften Kaufsache und der Einbau der Ersatzsache von der Nacherfüllungsvariante "Lieferung einer mangelfreien Sache" nicht erfasst (Senatsurteil vom 17. Oktober 2012 - VIII ZR 226/11, NJW 2013, 220 Rn. 17 ff., zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen). Mit dieser Entscheidung sind die Voraussetzungen für eine Zulassung der Revision entfallen (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Januar 2005 - I ZR 255/02, NJW-RR 2005, 650 unter II 1).

2. Die Revision hat auch - ungeachtet der Frage ihrer Zulässigkeit - keine Aussicht auf Erfolg. Die Beurteilung des Berufungsgerichts, dass der Beklagten kein Anspruch auf Ersatz der Kosten für den Ausbau des mangelhaften Warmwasser-Beistellspeichers und den Einbau des Ersatzspeichers zusteht, steht im Einklang mit dem Senatsurteil vom 17. Oktober 2012 (VIII ZR 226/11, aaO Rn. 14).

3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme innerhalb von drei Wochen nach Zustellung dieses Beschlusses.

Ball Dr. Frellesen Dr. Milger

Dr. Fetzer Dr. Bünger

Hinweis: Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.