Allocation of vacancy costs in per-person operating cost settlements for residential leases
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Bundesgerichtshof (BGH) 8th Civil Senate indicated its intention to dismiss the revision by unanimous order under § 552a ZPO, effectively upholding the appellate court’s judgment. The dispute concerned the calculation of operating costs in a residential lease agreement, specifically whether costs apportioned by number of persons must account for vacant units. The appellate court had lawfully offset the costs for two months of vacancy in one of three units by assuming a fictional resident, reducing the tenant’s bill by a nominal amount. The court determined that the issue of fairness in accounting for vacancy was not of fundamental importance for a revision appeal but rather a matter of individual factual assessment. It confirmed that assigning a fictional person for fixed costs like wastewater and antenna fees, or splitting water costs into base and usage fees, are permissible methods to allocate vacancy costs, rendering the lower court’s valuation legally unobjectionable.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 552a ZPO; Allocation of vacancy costs in per-person operating cost settlements for residential leases: The dispute concerned the calculation of operating costs in a residential lease agreement, specifically whether costs apportioned by number of persons must account for vacant units. The appellate court had lawfully offset the costs for two months of vacancy in one of three units by assuming a fictional resident, reducing the tenant’s bill by a nominal amount. The court determined that the issue of fairness in accounting for vacancy was not of fundamental importance for a revision appeal but rather a matter of individual factual assessment. It confirmed that assigning a fictional person for fixed costs like wastewater and antenna fees, or splitting water costs into base and usage fees, are permissible methods to allocate vacancy costs, rendering the lower court’s valuation legally unobjectionable.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertProcedural rule cited in the operative part to authorize the dismissal of the revision by unanimous order.
Volltext
Wohnraummietvertrag: Betriebskostenabrechnung bei Leerstand einzelner Wohnungen
[TENOR]
Der Senat beabsichtigt, die Revision durch einstimmigen Beschluss gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen.
[GRUENDE]
1. Ein Grund für die Zulassung der Revision besteht nicht. Die vom Berufungsgericht als Zulassungsgrund genannte Rechtsfrage, wie Betriebskosten, für die im Mietvertrag eine Abrechnung nach Personen vereinbart ist, bei Leerstand einzelner Wohnungen abzurechnen sind, ist nicht grundsätzlicher Natur. Vielmehr geht es um die vom Tatrichter aufgrund der jeweiligen Umstände des Einzelfalls (insbesondere Umfang und Dauer des Leerstands und Höhe der streitigen Kosten) zu entscheidende Frage, inwieweit die Berücksichtigung des Leerstandes aus Gründen der Billigkeit erforderlich ist. So kann es in Betracht kommen, auch für die Zeiten des Leerstandes eine fiktive Person anzusetzen und auf diese Weise eine Beteiligung des Vermieters an den Leerstandskosten zu erreichen; dies dürfte sich insbesondere für Kosten anbieten, deren Höhe nicht von der Anzahl der im Abrechnungsobjekt wohnenden Personen abhängt (Entwässerung, Gemeinschaftsantenne, Müllgebühren nach Fixkosten). Bei Wasserkosten ist auch eine Aufteilung nach Grundkosten und Verbrauchskosten denkbar, so dass der Vermieter im Hinblick auf den Leerstand nur mit einem Teil der Grundkosten belastet wird. Ferner mag es - insbesondere bei geringfügigem Leerstand - im Einzelfall auch angemessen sein, von einer Berücksichtigung ganz abzusehen.
2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Die tatrichterliche Würdigung des Berufungsgerichts, dem Leerstand von zwei Monaten bei einer der drei zur Abrechnungseinheit gehörenden Wohnungen bezüglich der hier nach Personen abzurechnenden Kosten für Wasser, Abwasser, Entwässerung, Müll, Gemeinschaftsantenne und Beleuchtung (pauschal) durch eine fiktive Personenzahl auch für die Zeit des Leerstands Rechnung zu tragen und die Abrechnung der Klägerinnen bezüglich dieser Positionen deshalb um einen Gesamtbetrag von 7,59 € zu kürzen, ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden.
3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.
Ball Dr. Milger Dr. Hessel
Dr. Fetzer Dr. Bünger
Hinweis:
Das Revisionsverfahren ist durch Zurückweisungsbeschluss erledigt worden.