Wucherähnliches Geschäft: Gross disparity in performance as sole basis for inferring reprehensible intent without proof of impaired judgment
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice rejected the defendant's application for legal aid and dismissed his complaint against the non-admission of revision, thereby upholding the appellate court's judgment. The dispute centered on whether a transaction constituted usury (*Wucher*) or a usury-like transaction (*wucherähnliches Geschäft*), with the defendant arguing that the plaintiff suffered from an impairment in judgment capacity at the time of contracting. The court held that the appeal failed to raise questions of fundamental significance because the lower court's finding of a gross disparity between performance and counter-performance was sufficient to establish the subjective element of reprehensible intent under § 138(1) BGB for a usury-like transaction, making the specific determination of the plaintiff's impaired judgment capacity—which is required for usury under § 138(2) BGB—legally immaterial in this context.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 543 Abs. 2 ZPO, § 138 Abs. 2 BGB, § 138 Abs. 1 BGB, § 97 Abs. 1 ZPO; Wucherähnliches Geschäft: Gross disparity in performance as sole basis for inferring reprehensible intent without proof of impaired judgment: The dispute centered on whether a transaction constituted usury (*Wucher*) or a usury-like transaction (*wucherähnliches Geschäft*), with the defendant arguing that the plaintiff suffered from an impairment in judgment capacity at the time of contracting. The court held that the appeal failed to raise questions of fundamental significance because the lower court's finding of a gross disparity between performance and counter-performance was sufficient to establish the subjective element of reprehensible intent under § 138(1) BGB for a usury-like transaction, making the specific determination of the plaintiff's impaired judgment capacity—which is required for usury under § 138(2) BGB—legally immaterial in this context.
Schlagwörter
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KI-generiertProcedural basis cited in the dispositive for rejecting the complaint against the non-admission of revision due to the lack of questions of fundamental significance or necessity for uniform jurisprudence.
Provision applied in the dispositive to order the defendant to bear the costs of the appeal proceedings.
Volltext
Wucherähnliches Geschäft: Grobes Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung als Voraussetzung der Vermutung verwerflicher Gesinnung
[TENOR]
Der Antrag des Beklagten auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe wird zurückgewiesen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.
Die Beschwerde des Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 16. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 24. Januar 2012 wird zurückgewiesen.
Die Rechtssache wirft keine entscheidungserheblichen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf. Eine Entscheidung ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (§ 543 Abs. 2 ZPO).
Die angefochtene Entscheidung stellt sich jedenfalls im Ergebnis als richtig dar. Auf Grund des auffälligen Missverhältnisses von Leistung und Gegenleistung war es nicht nötig festzustellen, ob die Klägerin bei der Beurkundung ihren Willen frei bilden und die rechtliche und wirtschaftliche Tragweite ihrer Erklärungen einzuschätzen vermochte. Die Feststellung unter Punkt 2 der Urteilsgründe (BU 6 bis 10), dass die Klägerin bei Abschluss der Verträge an einem Mangel im Urteilsvermögen gelitten habe, sind zwar für den Wuchertatbestand nach § 138 Abs. 2 BGB erforderlich, für das wucherähnliche Geschäft im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB aber entbehrlich. Bei diesem erlaubt allein das grobe Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung den Schluss auf die verwerfliche Gesinnung als subjektives Merkmal des § 138 Abs. 1 BGB (Senatsurteil vom 19. Januar 2001 - V ZR 437/99, BGHZ 146, 298, 303).
Der Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).
Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 591.831 €.
Stresemann Lemke Schmidt-Räntsch
Czub Kazele