Eligibility for court-appointed emergency counsel to pursue hopeless non-appeal admissibility complaint
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) rejected the defendant's application for the appointment of an emergency lawyer (Notanwalt) and dismissed the appeal against the refusal to admit the appeal as inadmissible because the mandatory grounds were not submitted within the extended deadline. The dispute arose after the defendant's original counsel withdrew from the mandate due to a disagreement over the prospects of success, leaving the defendant without representation for the critical stage of the proceedings against a lower court judgment refusing to admit the appeal to the BGH. The court held that the requirements of § 78b ZPO were not met for two decisive reasons: first, appointing a lawyer solely to draft an appeal based on the client's own legal arguments contrary to the previous counsel's advice would violate the purpose of the admission restriction designed to ensure high-quality legal representation and filter out unfounded appeals; second, the court determined that the pursuit of legal remedies was devoid of prospects of success (aussichtslos), which independently bars the appointment of an emergency lawyer under § 78b Abs. 1 ZPO.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 78b ZPO, § 78b Abs. 1 ZPO, §§ 544 Abs. 2, 97 Abs. 1 ZPO; Eligibility for court-appointed emergency counsel to pursue hopeless non-appeal admissibility complaint: The dispute arose after the defendant's original counsel withdrew from the mandate due to a disagreement over the prospects of success, leaving the defendant without representation for the critical stage of the proceedings against a lower court judgment refusing to admit the appeal to the BGH. The court held that the requirements of § 78b ZPO were not met for two decisive reasons: first, appointing a lawyer solely to draft an appeal based on the client's own legal arguments contrary to the previous counsel's advice would violate the purpose of the admission restriction designed to ensure high-quality legal representation and filter out unfounded appeals; second, the court determined that the pursuit of legal remedies was devoid of prospects of success (aussichtslos), which independently bars the appointment of an emergency lawyer under § 78b Abs. 1 ZPO.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive to declare the complaint inadmissible because the statutory deadline for submitting grounds for appeal was not met.
Volltext
Notanwalt: Bestellung eines am Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts für die Begründung einer aussichtslosen Nichtzulassungsbeschwerde
[TENOR]
Der Antrag der Beklagten auf Beiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts wird zurückgewiesen.
Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil der Zivilkammer 63 des Landgerichts Berlin vom 6. Juli 2012 wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen, weil die Beschwerde nicht innerhalb der vom Vorsitzenden bis zum 13. November 2012 verlängerten Frist begründet worden ist (§§ 544 Abs. 2, 97 Abs. 1 ZPO).
Streitwert: 40.186,30 €
[GRUENDE]
I. Die Rechtsanwälte, die für die Beklagten Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt hatten, haben wegen Differenzen über die Erfolgsaussicht dieses Rechtsmittels von dessen Begründung abgesehen und das Mandat niedergelegt. Die Beklagten beantragen nunmehr die Beiordnung eines Notanwalts zur weiteren Durchführung des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens.
II. Die Voraussetzungen für die Beiordnung eines Notanwalts für die Beklagten gemäß § 78b ZPO sind nicht erfüllt.
Die Beklagten haben zwar rechtzeitig innerhalb der Rechtsmittel(begründungs)frist den Antrag auf Beiordnung eines Notanwalts gestellt sowie substantiiert dargelegt und nachgewiesen, dass es ihnen trotz zumutbarer Anstrengungen nicht gelungen ist, einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt zu finden (vgl. Senatsbeschluss vom 12. Juni 2012 - VIII ZB 80/11, juris Rn. 9 mwN).
Mit dem von den Beklagten angestrebten Ziel kann die Bestellung eines Notanwalts nach § 78b ZPO jedoch nicht gerechtfertigt werden. Die Nichtzulassungsbeschwerde darf nach den gesetzlichen Vorschriften nur durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt begründet werden; er trägt die Verantwortung für ihre Fassung. Die Beiordnung eines am Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts allein zu dem Zweck, das eingelegte Rechtsmittel entgegen dem Rat der Prozessbevollmächtigten durchzuführen und hierbei die rechtlichen Überlegungen der Beklagten zur Grundlage eines Begründungsschriftsatzes zu machen, würde dem Sinn und Zweck der Zulassungsbeschränkung zuwiderlaufen, der darin besteht, die Rechtspflege durch eine leistungsfähige und in Revisionssachen besonders qualifizierte Anwaltschaft zu stärken, die Rechtsuchenden kompetent zu beraten und den Bundesgerichtshof von unzulässigen Rechtsmitteln zu entlasten. Auch stünde eine solche Beiordnung im Widerspruch zur Eigenverantwortung des Rechtsanwalts (vgl. BGH, Beschlüsse vom 22. November 1994 - XI ZR 96/94, NJW 1995, 537; vom 20. Juni 2006 - VI ZR 255/05, VersR 2007, 132 Rn. 3; vom 20. November 2012 - VIII ZR 175/12, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Die Beiordnung eines Notanwalts kommt hier im Übrigen auch deshalb nicht in Betracht, weil die Rechtsverfolgung aus den im Schriftsatz der Prozessbevollmächtigten der Beklagten vom 20. September 2012 im Einzelnen dargelegten Gründen aussichtslos erscheint (§ 78b Abs. 1 ZPO). Das in der Antragsschrift der Beklagten und in den darin in Bezug genommenen Anlagen enthaltene weitere Vorbringen vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern.
Ball Dr. Hessel Dr. Achilles
Dr. Schneider Dr. Bünger