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5 StR 492/12 KI-generiert

Judge bias and qualification as examined witness due to prior involvement in related perjury investigation

Geschäftsnummer 5 StR 492/12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the conviction and ordering the defendant to bear the costs of the legal proceedings. The dispute centered on an alleged absolute ground for appeal under § 338 No. 2 and No. 3 StPO, claiming that the lay judges' prior involvement in a related investigation concerning the defendant's perjury against the main offender, and their subsequent use of observations from a custody check, rendered them biased or improperly constituted as "examined witnesses." The court determined that receiving testimony about perjury did not qualify the lay judges as "examined witnesses" within the meaning of § 22 No. 5 StPO, and that the judge's assessment of the perjury did not constitute a disqualifying prior bias under § 338 No. 3 StPO, nor did the unchallenged reliance on custody observations render the verdict void under § 261 StPO.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 338 Nr. 2 StPO, § 154 Abs. 1 StPO, § 22 Nr. 5 StPO, § 261 StPO, § 338 Nr. 3 StPO; Judge bias and qualification as examined witness due to prior involvement in related perjury investigation: The dispute centered on an alleged absolute ground for appeal under § 338 No. 2 and No. 3 StPO, claiming that the lay judges' prior involvement in a related investigation concerning the defendant's perjury against the main offender, and their subsequent use of observations from a custody check, rendered them biased or improperly constituted as "examined witnesses." The court determined that receiving testimony about perjury did not qualify the lay judges as "examined witnesses" within the meaning of § 22 No. 5 StPO, and that the judge's assessment of the perjury did not constitute a disqualifying prior bias under § 338 No. 3 StPO, nor did the unchallenged reliance on custody observations render the verdict void under § 261 StPO.

Schlagwörter

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Urteile zur Prüfung der Gültigkeit Zeugenaussage Voruntersuchung Befangenheit des Gutachters konnexe Verfahren mangelnder Befangenheitsbeweis

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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5 StR 32/99
Dezember 1999 – 5 StR 32/99, BGHSt 45, 342, 352 f.).
BGHSt 45, 342
Dezember 1999 – 5 StR 32/99, BGHSt 45, 342, 352 f.).
5 StR 312/99
Dezember 1999 – 5 StR 312/99, BGHSt 45, 354) hat der Angeklagte nicht gerügt; ein Beruhen des Urteils hierauf wäre auch höchst zweifelhaft.
BGHSt 45, 354
Dezember 1999 – 5 StR 312/99, BGHSt 45, 354) hat der Angeklagte nicht gerügt; ein Beruhen des Urteils hierauf wäre auch höchst zweifelhaft.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive to reject the appeal as unfounded.

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Volltext

Absoluter Revisionsgrund: Mitwirkung der Berufsrichter bei vorherigem Ermittlungsverfahren wegen Falschaussage gegen den Angeklagten; Rüge der Vorbefassung

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Cottbus vom 1. Juni 2012 wird nach § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Der absolute Revisionsgrund des § 338 Nr. 2 StPO liegt nicht vor. Zwar ist das Ermittlungsverfahren gegen den Angeklagten bis zur Einstellung nach § 154 Abs. 1 StPO auch wegen seiner Falschaussage im Verfahren gegen den Haupttäter N. geführt worden. Auch insoweit sind die Berufsrichter indes allein dadurch, dass sie diese Falschaussage entgegengenommen haben, nicht als vernommene Zeugen im Sinne des § 22 Nr. 5 StPO anzusehen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Dezember 1999 – 5 StR 32/99, BGHSt 45, 342, 352 f.). Eine nach § 261 StPO unzulässige Verwertung eigener Wahrnehmungen der Berufsrichter in einer Haftprüfung zum Erscheinungsbild des Angeklagten (vgl. UA S. 19, 57; dazu BGH, Urteil vom 9. Dezember 1999 – 5 StR 312/99, BGHSt 45, 354) hat der Angeklagte nicht gerügt; ein Beruhen des Urteils hierauf wäre auch höchst zweifelhaft.

Auch die Voraussetzungen des § 338 Nr. 3 StPO sind nicht erfüllt. In der richterlichen Bewertung der Falschaussage im Verfahren gegen den Haupttäter N. liegt noch keine Vorbefassung, die vorliegend dazu zwänge, die Unparteilichkeit der Berufsrichter aus Sicht des Angeklagten in Frage zu stellen. Dies gilt ungeachtet dessen, dass bei der sachlich engen Verknüpfung zwischen den Verfahren hier eine eigene abweichende Selbsteinschätzung der Berufsrichter (vgl. § 26 Abs. 3, § 30 StPO) mit der Folge abweichender Beurteilung nicht undenkbar erschienen wäre. Zwingend war sie aber jedenfalls nicht.

Basdorf Sander Schneider

König Bellay