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4 BN 36/12 KI-generiert

Classification of sports facilities with ancillary buildings as public green spaces vs. sports facilities under the German Building Code

Geschäftsnummer 4 BN 36/12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court (BVerwG) dismissed the appeal of the defendant against the non-admission of revision, upholding the prior judgment of the Higher Administrative Court of North-Rhine Westphalia and leaving the original decision in force. The dispute concerned the validity of a land-use planning provision that classified a sports facility, including associated changing rooms, noise barriers, and parking lots subject to daily use by sports clubs, as a public green space with the purpose of a sports field under § 9 para. 1 no. 15 BauGB, rather than a sports facility under § 9 para. 1 no. 5 BauGB. The court held that the question of whether such ancillary buildings are subordinate to the green character of the land is a factual inquiry dependent on the specific circumstances of each case and not amenable to a general legal clarification, thereby rejecting the appellant’s argument that a uniform definition of "subordinate significance" was legally necessary. Consequently, the lower court's assessment that the planned buildings were too extensive to preserve the green character of the area stood, and the appellant bore the costs of the proceedings.

Legislator-Regeste

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§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, § 9 Abs. 1 Nr. 15 BauGB, § 9 Abs. 1 Nr. 5 BauGB, § 154 Abs. 2 VwGO, § 52 Abs. 1 GKG, § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1 GKG; Classification of sports facilities with ancillary buildings as public green spaces vs. sports facilities under the German Building Code: The dispute concerned the validity of a land-use planning provision that classified a sports facility, including associated changing rooms, noise barriers, and parking lots subject to daily use by sports clubs, as a public green space with the purpose of a sports field under § 9 para. 1 no. 15 BauGB, rather than a sports facility under § 9 para. 1 no. 5 BauGB. The court held that the question of whether such ancillary buildings are subordinate to the green character of the land is a factual inquiry dependent on the specific circumstances of each case and not amenable to a general legal clarification, thereby rejecting the appellant’s argument that a uniform definition of "subordinate significance" was legally necessary. Consequently, the lower court's assessment that the planned buildings were too extensive to preserve the green character of the area stood, and the appellant bore the costs of the proceedings.

Schlagwörter

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Grüngebiet Grundeigentum öffentliches Gebäude Parkplatz Sportrecht Planungskosten
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 154 Abs. 2 VwGO

Basis for the order imposing the costs of the proceedings on the appellant.

§ 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1 GKG

Legal basis for the determination of the value in dispute for the proceedings.

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Volltext

Qualifizierung von baulichen Anlagen im Rahmen der festgesetzten Zweckbestimmung einer Grünfläche

[TENOR]

Die Beschwerde der Antragsgegnerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 4. Juli 2012 wird zurückgewiesen.

Die Antragsgegnerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 10 000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die auf § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO gestützte Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Rechtssache hat nicht die von der Beschwerde geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung.

Als rechtsgrundsätzlich klärungsbedürftig bezeichnet die Beschwerde die Frage,

ob in einem Bebauungsplan ein Sportplatz mit dazugehörigen Umkleide- und Technikräumen, Lärmschutzwand, Stellplätzen und geplantem täglichen Nutzungsbetrieb durch Sportvereine als Teil einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportplatz gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 15 BauGB festgesetzt werden kann, oder ob es sich dabei grundsätzlich um eine Sportanlage im Sinne des § 9 Abs. 1 Nr. 5 BauGB handelt.

Diese Frage gebietet nicht die Zulassung der Revision. Sie ist einer rechtsgrundsätzlichen Klärung nicht zugänglich.

Wie die Beschwerde selbst einräumt, besteht Einigkeit, dass mit der Festsetzung nach § 9 Abs. 1 Nr. 15 BauGB - wie der Begriff der "Grünfläche" nahelegt - im Grundsatz die sonstige, durch Bewuchs geprägte nichtbauliche Nutzung geregelt wird, dass aber im Rahmen der jeweiligen Zweckbestimmung der Grünfläche bauliche Anlagen nicht ausgeschlossen sind, wenn sie eine nur untergeordnete Bedeutung haben (vgl. z.B. Söfker, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg, Krautzberger, BauGB, Stand: Juni 2012, § 9 Rn. 122 ff.; Gierke, in: Brügelmann, BauGB, Stand: Mai 2012, § 9 Rn. 280). Die Beschwerde bemängelt jedoch, dass eine allgemeingültige Definition des Begriffs der Unterordnung bisher fehle; auch das Gesetz gebe keinen hinreichenden Aufschluss darüber, bis zu welchem Ausmaß eine untergeordnete Stellung baulicher Anlagen anzunehmen sei. Eine klare Regelung, unter welchen Bedingungen es sich um eine Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportplatz gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 15 BauGB oder um eine Sportanlage im Sinne des § 9 Abs. 1 Nr. 5 BauGB handele, sei aber unabdingbar.

Einen rechtsgrundsätzlichen Klärungsbedarf zeigt die Beschwerde damit nicht auf. Die Frage, ob bauliche Anlagen im Rahmen der festgesetzten Zweckbestimmung der Grünfläche eine nur untergeordnete Bedeutung haben, beurteilt sich nach den Umständen des konkreten Einzelfalls und ist einer verallgemeinerungsfähigen, rechtsgrundsätzlichen Klärung nicht zugänglich. Unter Würdigung der Umstände des konkreten Einzelfalls hat das Oberverwaltungsgericht angenommen, dass die festgesetzte Grünfläche infolge des Umfangs der auf ihr zulässigen zweckspezifischen baulichen Anlagen nicht mehr durch Grün geprägt sei. Soweit die Beschwerde bemängelt, das Oberverwaltungsgericht habe die räumlich-funktionale Unterordnung "nicht weitergehend geprüft", rügt sie der Sache nach, dass das Normenkontrollgericht die Prüfung rechtsfehlerhaft vorgenommen habe. Darauf kann die Grundsatzrüge nicht mit Erfolg gestützt werden.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO. Die Streitwertfestsetzung stützt sich auf § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1 GKG.