Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VI ZR 92/12 KI-generiert

Compensability of loss of use for motorcycle despite ownership of passenger car

Geschäftsnummer VI ZR 92/12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Civil Procedure of the Sixth Senate intended to reject the plaintiff's revision by unanimous order under § 552a ZPO, upholding the lower court's denial of damages; however, the summary notes that the revision proceedings were ultimately mooted by the plaintiff's withdrawal of the appeal. The dispute concerned whether an injured party entitled to compensation for the loss of use (*Nutzungsausfall*) of a motorcycle could claim damages despite simultaneously owning a passenger car, with the plaintiff arguing that the distinct driving experience and minor advantages in traffic constituted a compensable loss. The court held that the ability to ride a motorcycle is not a compensable material economic value because the difference in driving sensation does not affect the everyday usability required for personal economic livelihood, and any incidental advantages are offset by disadvantages such as poor weather conditions, thus aligning with prior jurisprudence that no *Nutzungsausfall* arises when an alternative motor vehicle is available.

Legislator-Regeste

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§ 552a ZPO; Compensability of loss of use for motorcycle despite ownership of passenger car: The dispute concerned whether an injured party entitled to compensation for the loss of use (*Nutzungsausfall*) of a motorcycle could claim damages despite simultaneously owning a passenger car, with the plaintiff arguing that the distinct driving experience and minor advantages in traffic constituted a compensable loss. The court held that the ability to ride a motorcycle is not a compensable material economic value because the difference in driving sensation does not affect the everyday usability required for personal economic livelihood, and any incidental advantages are offset by disadvantages such as poor weather conditions, thus aligning with prior jurisprudence that no *Nutzungsausfall* arises when an alternative motor vehicle is available.

Schlagwörter

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Motorfahrzeugbenutzung Rückzug der Zivilklage Einstellung des Strassenverkehrsverfahrens Motorradunfall Entschädigung für Nutzung zivilrechtliche Revision

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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VI ZR 248/07
Juni 2008 - VI ZR 248/07, VersR 2008, 1086 Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 552a ZPO

Serves as the main ground for the intended rejection of the revision by unanimous order.

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Volltext

Schadensersatz bei Verkehrsunfall: Nutzungsausfallentschädigung für ein Motorrad bei gleichzeitig vorhandenem Personenkraftwagen

[TENOR]

Der Senat beabsichtigt, die Revision des Klägers gegen das Urteil der 21. Zivilkammer des Landgerichts Dortmund vom 7. Dezember 2011 durch einstimmigen Beschluss gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen.

[GRUENDE]

1. Ein Grund für die Zulassung der Revision liegt nicht (mehr) vor (§ 552a Satz 1, § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, Nr. 2 ZPO). Die Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung, noch ist eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich. Die Rechtsfrage, die das Berufungsgericht veranlasst hat, die Revision zuzulassen, ist zwischenzeitlich durch den Senatsbeschluss vom 13. Dezember 2011 (- VI ZA 40/11, r+s 2012, 151) geklärt. Danach besteht im Falle der Beschädigung eines Motorrads grundsätzlich kein Anspruch auf Nutzungsersatz, wenn der Geschädigte auch über einen Pkw verfügt.

2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Das Berufungsgericht hat rechtsfehlerfrei und in Übereinstimmung mit dem vorbezeichneten Senatsbeschluss entschieden, dass die Möglichkeit der andersartigen Fortbewegung zwar ein die Lebensqualität erhöhender Vorteil sein kann, deren Verlust jedoch keinen ersatzfähigen materiellen Wert darstellt (vgl. Senatsurteil vom 10. Juni 2008 - VI ZR 248/07, VersR 2008, 1086 Rn. 10 f. mwN). Der Gesichtspunkt, dass die Nutzung eines Motorrads im Vergleich zur Fahrt mit einem PKW ein anderes Fahrgefühl vermittelt, betrifft nicht die alltägliche Nutzbarkeit zur eigenwirtschaftlichen Lebensführung und entzieht sich deshalb einer vermögensrechtlichen Bewertung. Ohne Erfolg macht die Revision auch geltend, dass die Nutzung eines Motorrads bei der Parkplatzsuche und bei zähem oder stockendem Verkehr von Vorteil sein könne. Abgesehen davon, dass solchen gelegentlichen Vorteilen auch erhebliche Nachteile - u.a. bei schlechter Witterung - gegenüberstehen, stellen diese Umstände keinen messbaren wirtschaftlichen Vermögensnachteil dar.

3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.

Galke Zoll Pauge

Stöhr von Pentz

Hinweis: Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.