Lease dispute: Scope of tenant’s right of retention over lease rent for lessor’s failure to provide ancillary cost accounts
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) issued a cost allocation order, assigning 15.5% of the first and second-instance costs to the plaintiff and 84.5% to the defendant, 12.5% of the non-admission complaint costs to the plaintiff and 87.5% to the defendant, and offsetting the revision costs against each other, following a mutual statement of settlement (Erledigungserklärung) that resolved the case without a merits ruling. The dispute concerned a lease agreement where the tenant challenged the lessor's failure to provide ancillary cost accounts, specifically arguing that this failure justified a right of retention (Zurückbehaltungsrecht) over the entire lease rent rather than just the ongoing advances. In deciding on costs pursuant to § 91a ZPO, the court explicitly declined to address the open legal question of whether the retention right extends to the full lease payment, as cost decisions after settlement require only a summary assessment of the prior procedural history and do not aim to clarify principles of fundamental legal significance, with the final distribution based on the previously adjudicated partial claims.
Legislator-Regeste
KI-generiertLease dispute: Scope of tenant’s right of retention over lease rent for lessor’s failure to provide ancillary cost accounts: Für die erste und zweite Instanz 44.481 €, für das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren 42.948 €, für das Revisionsverfahren 10.736 €.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Pachtsache: Kostenentscheidung nach übereinstimmender Erledigungserklärung in der Revisionsinstanz; Zurückbehaltungsrecht des Pächters bei unterlassener Nebenkostenabrechnung
[TENOR]
Von den Kosten erster und zweiter Instanz tragen der Kläger 15,5 %, der Beklagte 84,5 %.
Von den Kosten des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens tragen der Kläger 12,5 %, der Beklagte 87,5 %.
Die in der Revisionsinstanz entstandenen Kosten des Rechtsstreits werden gegeneinander aufgehoben.
Der Streitwert beträgt:
Für die erste und zweite Instanz 44.481 €, für das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren 42.948 €, für das Revisionsverfahren 10.736 €.
[GRUENDE]
Nach der - auch in der Revisionsinstanz zulässigen - übereinstimmenden Erledigungserklärung der Parteien ist gemäß § 91 a ZPO unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstandes nach billigem Ermessen über die gesamten Kosten des Rechtsstreits zu entscheiden. Dabei ist es nicht Zweck einer solchen Kostenentscheidung, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären. Grundlage der Entscheidung ist lediglich eine summarische Prüfung, bei der das Gericht davon absehen kann, grundsätzliche Rechtsfragen zu klären (BGH Beschlüsse vom 17. März 2004 - IV ZB 21/02 - NJW-RR 2004, 1219 f.; vom 17. Juli 2006 - II ZR 163/03 - DStR 2007, 1361; vom 28. Oktober 2008 - VIII ZB 28/08 - NJW-RR 2009, 422; vom 20. Oktober 2009 - XI ZR 261/08 - juris und vom 18. Oktober 2011 - KVR 35/08 - juris Rn. 3).
Der Senat sieht sich deshalb nicht veranlasst, die für die Zulassung der Revision maßgebende Rechtsfrage zu entscheiden, ob dem Pächter wegen unterlassener Nebenkostenabrechnungen des Verpächters ein Zurückbehaltungsrecht nicht nur an den laufenden Nebenkostenvorauszahlungen, sondern an dem gesamten Pachtzins zusteht.
Da andere Verteilungskriterien nicht gegeben sind, sind die Kosten des Revisionsverfahrens gegeneinander aufzuheben. Im Übrigen ist über die Kosten des Rechtsstreits unter Berücksichtigung der rechtskräftig entschiedenen Teilforderungen wie beschlossen zu entscheiden.
Dose Vézina Klinkhammer
Günter Botur