Suspensive effect of objection to cartel information order against public-law water supplier subject to GWB price control
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) Cartel Senate admitted the appeal (Rechtsbeschwerde) of the regional cartel authority, allowing the case to proceed to review despite the lower court's decision. The dispute concerned a request for information (Auskunftsverfügung) issued by the cartel authority against a water supplier operating in a public-law form, specifically addressing whether the suspensive effect of the supplier's objection should be granted given that the legality of the investigative objective was still open. The decision rests on the necessity to clarify the fundamental question under Section 74(2)(1) of the German Act Against Restraints of Competition (GWB) whether public-law water suppliers are subject to price control under competition law, noting that mere uncertainty regarding the permissibility of the investigation does not automatically render the request unlawful, while referencing prior ambiguities regarding the interchangeability of public and private law structures in water supply contracts.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 74 Abs. 2 Nr. 1 GWB; Suspensive effect of objection to cartel information order against public-law water supplier subject to GWB price control: The dispute concerned a request for information (Auskunftsverfügung) issued by the cartel authority against a water supplier operating in a public-law form, specifically addressing whether the suspensive effect of the supplier's objection should be granted given that the legality of the investigative objective was still open. The decision rests on the necessity to clarify the fundamental question under Section 74(2)(1) of the German Act Against Restraints of Competition (GWB) whether public-law water suppliers are subject to price control under competition law, noting that mere uncertainty regarding the permissibility of the investigation does not automatically render the request unlawful, while referencing prior ambiguities regarding the interchangeability of public and private law structures in water supply contracts.
Schlagwörter
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KI-generiertThe provision cited as the main ground for admitting the legal appeal due to its fundamental significance.
Volltext
Kartellverwaltungssache: Rechtsbeschwerde bei Auskunftsverfügung der Kartellbehörde an einen in öffentlich-rechtlicher Form tätigenden Wasserversorger
[TENOR]
Auf die Beschwerde der Landeskartellbehörde wird die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 1. Kartellsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 20. September 2011 zugelassen.
[GRUENDE]
Die Rechtsbeschwerde ist wegen grundsätzlicher Bedeutung im Sinne des § 74 Abs. 2 Nr. 1 GWB zuzulassen. Es ist zu klären, ob die aufschiebende Wirkung der Beschwerde gegen eine Auskunftsverfügung deshalb angeordnet werden kann, weil sich diese Verfügung gegen einen Wasserversorger richtet, der die Leistungsbeziehungen zu seinen Abnehmern öffentlich-rechtlich ausgestaltet hat. Das erscheint klärungsbedürftig, weil im vorliegenden Fall als Grund für die Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde nur ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Auskunftsverfügung in Betracht kommen (§ 65 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2, Satz 3 GWB), eine Auskunftsverfügung aber nicht schon dann rechtswidrig ist, wenn die Zulässigkeit des Ermittlungsziels noch offen ist (KG, WuW/E DE-R 343 - WAZ/OTZ; K. Schmidt in Immenga/Mestmäcker, Wettbewerbsrecht, 4. Aufl., GWB § 59 Rn. 20 mwN; vgl. zu § 69 Abs. 1 Nr. 1 EnWG auch BGH, Beschluss vom 19. Juni 2007 - KVR 17/06, BGHZ 172, 368 Rn. 42 f. - Auskunftsverlangen). Insofern könnte von Bedeutung sein, dass der Senat in der Entscheidung "Niederbarnimer Wasserverband" ausdrücklich offen gelassen hat, ob die in öffentlich-rechtlichen Formen tätigen Wasserversorger wegen der Besonderheit, dass die öffentlich-rechtliche und die privatrechtliche Ausgestaltung der Leistungsbeziehung im Fall der Wasserversorgung weitgehend austauschbar sind, der Preiskontrolle nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen unterworfen sind (BGH, Beschluss vom 18. Oktober 2011 - KVR 9/11, WuW/E DE-R 3497 Rn. 11).
Rechtsmittelbelehrung:
Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Beschwerdegerichts ist binnen einer Frist von einem Monat, die mit der Zustellung des vorliegenden Beschlusses beginnt, schriftlich bei dem Beschwerdegericht einzulegen. Die Rechtsbeschwerde ist binnen einer Frist von zwei Monaten, die mit der Zustellung des vorliegenden Beschlusses beginnt, zu begründen. Diese Frist kann auf Antrag von dem Vorsitzenden des Rechtsbeschwerdegerichts verlängert werden. Die Begründung der Rechtsbeschwerde muss die Erklärung enthalten, inwieweit der Beschluss des Beschwerdegerichts angefochten und seine Abänderung oder Aufhebung beantragt wird. Die Rechtsbeschwerdeschrift und die Begründung müssen von einem bei einem deutschen Gericht zugelassenen Rechtsanwalt unterzeichnet sein; dies gilt nicht für eine von einer Kartellbehörde eingereichte Rechtsbeschwerdeschrift und Rechtsbeschwerdebegründung.
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