Disqualification of BGH judges from ruling on recusal motions against their peers due to parallel challenges to case distribution rules
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) ordered the exclusion of three judges from participating in the decision regarding motions for recusal against their fellow judges in the 2nd Criminal Senate. The dispute arose from recusal motions filed by defendants in a criminal revision case, citing concerns regarding the constitutionality of the senate's internal case distribution rules; the excluded judges disclosed that they had been subject to identical recusal motions in a separate pending matter before the same senate. The decisive legal basis was Article 101(1) Sentence 2 of the German Basic Law, which prohibits "deciding in one's own case" (self-dealing), mandating that judges who face the same substantive challenge to their impartiality in a different proceeding must be barred from adjudicating the current recusal motions to ensure an objective review.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 30 StPO; Disqualification of BGH judges from ruling on recusal motions against their peers due to parallel challenges to case distribution rules: Die Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Ott sowie die Richter am Bundesgerichtshof Dr. Berger und Dr. Eschelbach sind wegen Besorgnis der Befangenheit an der Mitwirkung bei der Entscheidung über die Ablehnungsgesuche gegen den Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof Dr. Ernemann sowie die Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Fischer und Prof. Dr. Krehl gehindert.
Schlagwörter
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KI-generiertVolltext
Ablehnungsgesuch gegen Richter eines Strafsenats des BGH: Auseinandersetzung der abgelehnten Richter mit dem Präsidium des BGH über die Verfassungsmäßigkeit der Regelung der Geschäftsverteilung des Strafsenats
[TENOR]
Die Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Ott sowie die Richter am Bundesgerichtshof Dr. Berger und Dr. Eschelbach sind wegen Besorgnis der Befangenheit an der Mitwirkung bei der Entscheidung über die Ablehnungsgesuche gegen den Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof Dr. Ernemann sowie die Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Fischer und Prof. Dr. Krehl gehindert.
[GRUENDE]
Die als nicht abgelehnte Richterin des 2. Strafsenats an sich zur Entscheidung über die Ablehnungsgesuche der Angeklagten gegen den Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof Dr. Ernemann sowie die Richter am Bundesgerichtshof Prof. Dr. Fischer und Prof. Dr. Krehl berufene Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Ott sowie die Richter am Bundesgerichtshof Dr. Berger und Dr. Eschelbach haben gemäß § 30 StPO angezeigt, dass gegen sie in einer anderen beim Senat anhängigen Sache aus den gleichen Gründen, wie sie in vorliegendem Revisionsverfahren vorgetragen worden sind, ein Ablehnungsgesuch angebracht worden ist. Unter Bedacht auf das aus Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG folgende Gebot, dass auch im Ablehnungsverfahren ein "Entscheiden in eigener Sache" zu vermeiden ist (vgl. BVerfG NJW 2005, 3410), schließt es dieser Umstand aus, dass sie an der Entscheidung über das Ablehnungsgesuch in vorliegender Sache mitwirken (vgl. BGH NStZ 2012, 45).
Appl Franke Schmitt
Mutzbauer Quentin