Robbery: Completion and joint liability despite co-offender's deceitful concealment of success and appropriation of loot
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) rejected the defendant's appeal, upholding the Landgericht Kiel's judgment of five years' imprisonment for particularly aggravated robbery. The dispute centered on whether the defendant, who physically restrained the victim while a co-offender removed cash, could be held liable for completed robbery after the co-offender deceitfully claimed the room was empty and kept the proceeds for himself. The Court ruled that the defendant's intent to participate and share in the loot covered the objective completion of the theft by the co-offender, and that his later mistaken belief regarding the success of the taking did not negate the attribution of the completed offense to him. The decision relied on the doctrine of joint perpetration (Mittäterschaft) under criminal law, specifically holding that the defendant's prior and concurrent acts significantly facilitated the statutory elements of the crime, rendering him liable for completed robbery even if the co-offender deviated from the common plan or if the defendant had attempted to withdraw, as his prior acts maintained causal efficacy under § 24(2) StGB.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 24 Abs. 2 StGB; Robbery: Completion and joint liability despite co-offender's deceitful concealment of success and appropriation of loot: The dispute centered on whether the defendant, who physically restrained the victim while a co-offender removed cash, could be held liable for completed robbery after the co-offender deceitfully claimed the room was empty and kept the proceeds for himself. The Court ruled that the defendant's intent to participate and share in the loot covered the objective completion of the theft by the co-offender, and that his later mistaken belief regarding the success of the taking did not negate the attribution of the completed offense to him. The decision relied on the doctrine of joint perpetration (Mittäterschaft) under criminal law, specifically holding that the defendant's prior and concurrent acts significantly facilitated the statutory elements of the crime, rendering him liable for completed robbery even if the co-offender deviated from the common plan or if the defendant had attempted to withdraw, as his prior acts maintained causal efficacy under § 24(2) StGB.
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KI-generiertProcedural basis for the rejection of the appeal as unfounded.
Volltext
Raub: Tatvollendung trotz Vorspiegelung der Erfolglosigkeit der Tat durch den Mittäter
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Kiel vom 26. Oktober 2011 wird nach § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen besonders schweren Raubes zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Seine auf eine Verfahrens- und die Sachrüge gestützte Revision bleibt entsprechend der Stellungnahme des Generalbundesanwalts vom 28. Februar 2012 ohne Erfolg.
1. Einer näheren Erörterung bedarf lediglich der Einwand der Revision, nach dem Vorstellungsbild des Angeklagten sei eine Vollendung der gemeinsam begangenen Raubtat beim Verlassen des Tatorts nicht gegeben gewesen. Sein gesondert verfolgter Mittäter J. hatte ihm nämlich verschwiegen, dass er das Geld, welches er in der Wohnung des derweil von dem Angeklagten körperlich in Schach gehaltenen Geschädigten entdeckt und an sich genommen hatte, für sich behalten wollte; dem Angeklagten spiegelte er vor, kein Geld gefunden zu haben.
Zwar war die Erwartung eines „fünfstelligen Betrags“ aus der Tatbeute nach den Feststellungen wesentlich dafür, dass sich der Angeklagte zur Mitwirkung an der Tat bereiterklärte. Seine Beuteerwartung war damit bestimmend für die Erbringung seines Tatbeitrages und sein eigenes Interesse an der Tat. Dies ändert aber nichts daran, belegt indes, dass das gesamte objektive Tatgeschehen im gemeinsamen Tatplan lag und mithin vom Vorsatz des Angeklagten gedeckt war. Im Zeitpunkt der Wegnahme des Geldes durch J. hatte er auch die für den Mittäter eines Raubes erforderliche Zueignungsabsicht (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Juni 2011 – 4 StR 204/11, StraFo 2011, 408). Der Angeklagte hat auf der Grundlage gemeinsamen Wollens und in der Erwartung, einen Teil der Beute zu erhalten, vor und während des tatbestandsmäßigen Geschehens im arbeitsteiligen Zusammenwirken mit J. Tatbeiträge erbracht, welche die Tatbestandsverwirklichung maßgeblich förderten.
Der vorliegende Fall, dass sich ein Mittäter in Abkehr vom gemeinsamen Tatplan das vorgefundene Geld alleine zueignen will, kann im Ergebnis nicht anders beurteilt werden als derjenige, dass sich der Angeklagte selbst vom gemeinsamen Tatplan distanziert und daher die weitere Tatvollendung nicht beobachten und beeinflussen kann: Selbst wenn der Angeklagte in dem Moment, als sein Mittäter das Geld wegnahm, die Tatbegehung abgebrochen hätte, wäre er in Anbetracht seiner fortwirkenden Tatbeiträge gleichwohl wegen vollendeten (mittäterschaftlichen) Raubes strafbar gewesen (vgl. § 24 Abs. 2 StGB). Die spätere Fehlvorstellung des Angeklagten über die Tatvollendung ändert an deren Zurechnung erst recht nichts.
2. Die Strafzumessung ist nicht zu beanstanden. Dass der Angeklagte nicht zugleich wegen gefährlicher Körperverletzung (§ 224 Nr. 2 und 5 StGB) verurteilt wurde, beschwert ihn nicht.
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