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XII ZB 593/11 KI-generiert

Pension Adjustment: Incorporation of Post-Marital Pension Law Changes and Retirement Age Increases into External Division Valuation Under § 5 VersAusglG

Geschäftsnummer XII ZB 593/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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**Outcome:** The Federal Court of Justice (BGH) overturned the lower appellate court's decision and remanded the case for renewed review, prevailing in favor of the state pension authority which had challenged the valuation of a civil service pension. **Dispute & Facts:** In divorce proceedings initiated in 2009, the family court ordered a statutory pension adjustment (external division) for the wife's rights to a Thuringian civil service pension, converting them into standard retirement points. The state and the husband appealed, arguing that the value of the marital portion (Ehezeitanteil) and the conversion method were incorrect due to subsequent legislative changes. **Legal Basis:** The court applied § 5 Abs. 2 Satz 2 of the Statutory Pensions Adjustment Act (VersAusglG), establishing that legal changes occurring after the end of the marriage period but affecting the marital pension share must be considered in the adjustment calculation. Specifically, the court ruled that the expiration of the transitional Thuringian pension ordinance and the harmonization of the civil service pension to the western level necessitated a recalculated value and conversion into standard retirement points rather than eastern points. Additionally, the mandatory increase in the statutory retirement age effective January 2012 triggered a further revaluation of the pension rights, requiring the lower court to obtain updated pension statements before a final determination could be made.

Legislator-Regeste

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§ 5 Abs. 2 Satz 2 VersAusglG; Pension Adjustment: Incorporation of Post-Marital Pension Law Changes and Retirement Age Increases into External Division Valuation Under § 5 VersAusglG: **Dispute & Facts:** In divorce proceedings initiated in 2009, the family court ordered a statutory pension adjustment (external division) for the wife's rights to a Thuringian civil service pension, converting them into standard retirement points. The state and the husband appealed, arguing that the value of the marital portion (Ehezeitanteil) and the conversion method were incorrect due to subsequent legislative changes. **Legal Basis:** The court applied § 5 Abs. 2 Satz 2 of the Statutory Pensions Adjustment Act (VersAusglG), establishing that legal changes occurring after the end of the marriage period but affecting the marital pension share must be considered in the adjustment calculation. Specifically, the court ruled that the expiration of the transitional Thuringian pension ordinance and the harmonization of the civil service pension to the western level necessitated a recalculated value and conversion into standard retirement points rather than eastern points. Additionally, the mandatory increase in the statutory retirement age effective January 2012 triggered a further revaluation of the pension rights, requiring the lower court to obtain updated pension statements before a final determination could be made.

Schlagwörter

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Rentenanpassung Erreichen des Rentenalters Scheidungsverfahren Aufteilung der Ehepaarrente Zivilabteilung gesetzliche Grundlage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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XII ZB 197/04
Dezember 2005 - XII ZB 197/04 - FamRZ 2006, 321, 322; vom 26.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 5 Abs. 2 Satz 2 VersAusglG

Cited as the substantive legal basis for mandating the remand, establishing that legal changes after the end of the marriage period affecting the marital pension share must be considered in the adjustment decision.

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Volltext

Versorgungsausgleichsverfahren: Berücksichtigung der Erhöhung der Beamtenversorgung und der Anhebung der Altersgrenze in einem laufenden Verfahren in einem neuen Bundesland

[TENOR]

Auf die Rechtsbeschwerde der Beteiligten zu 3 wird der Beschluss des 2. Familiensenats des Thüringer Oberlandesgerichts in Jena vom 7. November 2011 aufgehoben.

Die Sache wird zur erneuten Behandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der Rechtsbeschwerde, an das Oberlandesgericht zurückverwiesen.

Verfahrenswert: 1.200 €

[GRUENDE]

I. Auf den am 5. November 2009 zugestellten Antrag hat das Familiengericht die am 19. März 1977 geschlossene Ehe der Antragstellerin (Ehefrau) und des Antragsgegners (Ehemann) - insoweit rechtskräftig - geschieden und den Versorgungsausgleich geregelt.

Beide Ehegatten haben während der Ehezeit (1. März 1977 bis 31. Oktober 2009; § 3 Abs. 1 VersAusglG) Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung erworben, die das Familiengericht jeweils durch interne Teilung ausgeglichen hat.

Darüber hinaus hat die Ehefrau Anrechte auf eine beamtenrechtliche Versorgung beim Freistaat Thüringen erworben, die das Familiengericht im Wege der externen Teilung durch Begründung eines Anrechts bei der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland unter Anordnung einer Umrechnung in Entgeltpunkte ausgeglichen hat. Auf die hiergegen vom Freistaat Thüringen und vom Ehemann eingelegten Beschwerden hat das Oberlandesgericht den Ausgleichswert des Anrechts auf 548,95 € monatlich angehoben, es jedoch bei der angeordneten Umrechnung in Entgeltpunkte - anstatt, wie mit der Beschwerde verfolgt, in Entgeltpunkte (Ost) - belassen. Hiergegen richtet sich die zugelassene Rechtsbeschwerde des Freistaats Thüringen.

II. Die zulässige Rechtsbeschwerde führt zur Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und zur Zurückverweisung der Sache an das Oberlandesgericht.

1. Gemäß § 5 Abs. 2 Satz 2 VersAusglG sind rechtliche oder tatsächliche Veränderungen nach dem Ende der Ehezeit, die auf den Ehezeitanteil zurückwirken, bei der Entscheidung über den Versorgungsausgleich zu berücksichtigen. Das gilt auch, wenn sich die maßgebliche Versorgungsordnung in einer Weise ändert, die sich auf die Qualität oder die Höhe der Versorgungsanwartschaften auswirkt (vgl. Senatsbeschlüsse vom 7. Dezember 2005 - XII ZB 197/04 - FamRZ 2006, 321, 322; vom 26. Oktober 1989 - IVb ZB 81/87 - FamRZ 1990, 382, 383 und vom 9. Juli 1986 - IV b ZB 32/83 - FamRZ 1986, 976, 977 f. mwN).

Die Rechtsbeschwerde macht mit Recht geltend, dass die Vorschriften der zweiten Besoldungsübergangsverordnung des Landes Thüringen, nach denen die ursprüngliche Versorgungsauskunft erteilt war, mit Ablauf des 31. Dezember 2009 außer Kraft getreten sind. Nach der seit dem 1. Januar 2010 geltenden Rechtslage sei für den Ehezeitanteil ein geänderter Ausgleichswert von 593,46 € anzunehmen, der, nachdem die Angleichung der Thüringischen Beamtenversorgung an das Westniveau nunmehr abgeschlossen sei, in Entgeltpunkte umgerechnet werden müsse.

Ferner macht die Rechtsbeschwerde zutreffend geltend, dass aufgrund der zum 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Anhebung der Altersgrenzen für den Eintritt in den Ruhestand eine abermalige Neubewertung des Ehezeitanteils der bei dem Freistaat Thüringen erworbenen Versorgung vorzunehmen und darüber eine weitere Versorgungsauskunft zu erteilen ist.

2. Die angefochtene Entscheidung kann daher keinen Bestand haben. Wegen der noch einzuholenden Versorgungsauskunft kann der Senat nicht in der Sache abschließend entscheiden.

Dose Weber-Monecke Klinkhammer

Günter Nedden-Boeger