Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
IX ZR 143/09 KI-generiert

Start of limitation period for tax advisor's failure to advise filing an objection against a provisional tax determination

Geschäftsnummer IX ZR 143/09
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the plaintiff's complaint for non-admission of revision, thereby upholding the appellate court's judgment that rejected the plaintiff's damages claim against a tax advisor and confirming the lower court's ruling in favor of the defendant. The dispute centered on the calculation of the limitation period for a damages claim arising from the tax advisor's alleged breach of post-contractual duties to advise the client to file an objection against a provisional tax determination notice issued under specific administrative guidelines. The court held that the limitation period did not begin at the service of the tax notice, but only upon the lapse of the objection period and the resulting finality of the determination, as the damage (loss of a potential tax refund) materialized only when the client lost the opportunity to challenge the decision; this reasoning aligned the case with established doctrine regarding missed deadlines, rendering the plaintiff's argument regarding a deviation from prior case law irrelevant to the outcome.

Legislator-Regeste

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§ 544 ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ZPO; Start of limitation period for tax advisor's failure to advise filing an objection against a provisional tax determination: Die Nichtzulassungsbeschwerde ist zulässig (§ 544 ZPO); sie ist jedoch unbegründet, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ZPO).

Schlagwörter

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Fristen Haftung des Steuerberaters Steuerrückerstattung Forderungseingabe Revision eines Entscheids Anfechtung von Verwaltungsverfügungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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IX ZR 225/94
November 1995 - IX ZR 225/94, NJW 1996, 842; vom 28.
IX ZR 39/96
November 1996 - IX ZR 39/96, NJW 1997, 1302, 1303; vom 18.
IX ZR 223/99
Januar 2001 - IX ZR 223/99, NJW 2001, 1644, 1645), wäre dies nicht entscheidungserheblich.
IX ZR 183/08
Liability of tax advisor for failure to contest tax assessment based on norm later declared unconstitutional; start of limitation period determined by finality of assessment rather than constitutional ruling.
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Volltext

Steuerberaterhaftung: Beginn der Verjährungsfrist für einen Schadensersatzanspruch wegen unterlassenen Hinweises auf eine mögliche Einspruchseinlegung gegen einen Feststellungsbescheid

[TENOR]

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 25. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 7. Juli 2009 wird auf Kosten des Beklagten zurückgewiesen.

Der Streitwert wird auf 238.222,27 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die Nichtzulassungsbeschwerde ist zulässig (§ 544 ZPO); sie ist jedoch unbegründet, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ZPO).

Sollte das Berufungsgericht von der Rechtsprechung des Senats zur Haftung eines Steuerberaters oder Rechtsanwalts wegen Verletzung nachvertraglicher Pflichten abgewichen sein (BGH, Urteil vom 23. November 1995 - IX ZR 225/94, NJW 1996, 842; vom 28. November 1996 - IX ZR 39/96, NJW 1997, 1302, 1303; vom 18. Januar 2001 - IX ZR 223/99, NJW 2001, 1644, 1645), wäre dies nicht entscheidungserheblich. Denn die Pflicht des Beklagten zur Aufklärung bestand schon vor der Mandatsbeendigung, ohne dass er ihr nachgekommen wäre. Dennoch begann die Verjährung der klägerischen Schadensersatzansprüche erst mit der Bestandskraft des Feststellungsbescheides, weil die Pflichtwidrigkeit des Beklagten allein darin lag, den Klägern nicht empfohlen zu haben, Einspruch einzulegen gegen den im Hinblick auf die bestehenden Verwaltungsvorschriften (VV DEU BMF 2000-10-05 IV C 3-S 2256-263/00) zu erwartenden Feststellungsbescheid. In diesem Fall entsteht der durch die Pflichtwidrigkeit des Beklagten verursachte Schaden, der Verlust des sonst gegebenen Steuererstattungsanspruchs, erst mit Ablauf der Einspruchsfrist, nicht schon mit der Bekanntgabe des Feststellungsbescheids, so dass die rechtsähnlichen Grundsätze des Senats zum Beginn der Verjährung in den Fällen, in denen ein Steuerberater eine Frist versäumt oder einen Einspruch nicht eingelegt hat (vgl. BGH, Urteil vom 3. Februar 2011 - IX ZR 183/08, WM 2011, 795 Rn. 8 mwN), vom Berufungsgericht zutreffend herangezogen worden sind.

Kayser Raebel Lohmann

Pape Möhring