Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VIII ZR 228/11 KI-generiert

Operating Cost Statements in Residential Leases: Formal Validity and Discretionary Consolidation of Multiple Buildings into a Single Accounting Unit

Geschäftsnummer VIII ZR 228/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) indicated its intention to reject the landlord's revision petition by unanimous resolution under § 552a ZPO, thereby affirming the appellate court’s judgment that upheld the tenants' right to the final settlement of operating costs; the revision was subsequently mooted by the withdrawal of the appeal. The dispute concerned the formal validity and material correctness of a consolidated operating cost statement for residential rentals, specifically whether the landlord was required to delineate the buildings included in the billing unit and whether the lease implicitly mandated building-specific accounting. The court held that the aggregation of uniformly managed buildings into a single billing unit does not affect formal validity but rather material correctness, and that such consolidation complies with the standard of reasonable discretion provided it does not cause significant or unreasonable disadvantages to the tenants, which was not shown in this instance.

Legislator-Regeste

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§ 552a ZPO; Operating Cost Statements in Residential Leases: Formal Validity and Discretionary Consolidation of Multiple Buildings into a Single Accounting Unit: The dispute concerned the formal validity and material correctness of a consolidated operating cost statement for residential rentals, specifically whether the landlord was required to delineate the buildings included in the billing unit and whether the lease implicitly mandated building-specific accounting. The court held that the aggregation of uniformly managed buildings into a single billing unit does not affect formal validity but rather material correctness, and that such consolidation complies with the standard of reasonable discretion provided it does not cause significant or unreasonable disadvantages to the tenants, which was not shown in this instance.

Schlagwörter

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Betriebsbereitschaftskosten Wohnraummiete Rechnungseinheit Bilanz Prozesserledigung Wohnkosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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VIII ZR 45/10
Formal validity of mixed-use operating cost settlements: extra-settlement explanations suffice and tenants bear the burden of proof for commercial overconsumption
VIII ZR 295/07
November 2008 - VIII ZR 295/07, NZM 2009, 78 Rn.
VIII ZR 261/07
Mai 2008 - VIII ZR 261/07, NJW 2008, 2260 Rn.
VIII ZR 84/07
April 2008 - VIII ZR 84/07, NJW 2008, 2258 Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 552a ZPO

Procedural rule applied to reject the revision by unanimous resolution of the court.

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Volltext

Betriebskostenabrechnung bei Wohnraummiete: Formelle Wirksamkeit bei Zusammenfassung mehrerer Gebäude zu einer Abrechnungseinheit

[TENOR]

Der Senat beabsichtigt, die Revision durch einstimmigen Beschluss gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen.

[GRUENDE]

1. Ein Grund für die Zulassung der Revision besteht nicht. Die vom Berufungsgericht als Zulassungsgrund genannte Rechtsfrage ist nicht grundsätzlicher Natur, sondern lässt sich anhand der - vom Berufungsgericht auch zutreffend angewendeten - Rechtsprechung des Senats ohne weiteres beantworten.

2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Der Klägerin stehen die geltend gemachten Nachforderungen aus den Betriebskostenabrechnungen für die Jahre 2004 bis 2006 zu.

a) Entgegen der Auffassung der Revision betrifft die Frage, ob der Vermieter bei einer Betriebskostenabrechnung mehrere Gebäude zu einer Abrechnungseinheit zusammenfassen durfte, nicht die formelle Wirksamkeit, sondern die materielle Richtigkeit. Das Berufungsgericht hat auch zutreffend angenommen, dass die an eine Abrechnung in formeller Hinsicht zu stellenden Mindestanforderungen es nicht gebieten, dass die der Abrechnung zugrunde gelegte Abrechnungseinheit durch nähere Bezeichnung der davon umfassten Gebäude erläutert wird (zu den in formeller Hinsicht an eine Betriebskostenabrechnung zu stellenden Anforderungen vgl. nur Senatsurteile vom 11. August 2010 - VIII ZR 45/10, NJW 2010, 3363 Rn. 10; vom 19. November 2008 - VIII ZR 295/07, NZM 2009, 78 Rn. 21; vom 28. Mai 2008 - VIII ZR 261/07, NJW 2008, 2260 Rn. 10; vom 9. April 2008 - VIII ZR 84/07, NJW 2008, 2258 Rn. 15).

b) Das Berufungsgericht ist rechtsfehlerfrei davon ausgegangen, dass der Mietvertrag keine stillschweigende Abrede dahin enthält, dass die Abrechnung gebäudebezogen (allein auf das Gebäude B. ) zu erfolgen habe. Ferner ist es aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden, dass das Berufungsgericht angenommen hat, die Zusammenfassung der einheitlich bewirtschafteten Gebäude B. zu einer Abrechnungseinheit, durch die den Beklagten keine greifbaren und unzumutbaren Nachteile entstünden, entspreche billigem Ermessen. Anhaltspunkte dafür, dass sich durch die von der Klägerin gewählte Abrechnungseinheit für die Beklagten im Ergebnis eine ins Gewicht fallende erhöhte Belastung mit Nebenkosten ergeben könnte, sind nicht ersichtlich und werden auch von der Revision nicht geltend gemacht.

3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.

Ball Dr. Milger Dr. Achilles

Dr. Schneider Dr. Fetzer

Hinweis:

Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.