Inadmissibility of "extraordinary" complaint for apparent statutory unlawfulness in cost assessment proceedings under reformed civil procedure rules
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant’s “extraordinary” complaint, ordering that he bear the costs, thereby leaving the lower court’s rejection of his immediate appeal against a cost determination in force. The dispute concerned the permissibility of filing an “extraordinary” complaint to the BGH on grounds of alleged “apparent statutory unlawfulness” in a civil cost assessment matter, where the complainant had bypassed standard procedural requirements. The court held that such a remedy is no longer admissible following the Civil Procedure Reform Act; the BGH may only be invoked under § 574 Abs. 1 ZPO, which requires an express statutory provision or specific leave to appeal by a higher instance, neither of which was present. Additionally, the court noted that the filing was defective because it was submitted by the party personally rather than by a lawyer authorized to practice before the BGH, and such a filing cannot serve as a vehicle to challenge the lower instance’s failure to grant leave for appeal.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 574 Abs. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO; Inadmissibility of "extraordinary" complaint for apparent statutory unlawfulness in cost assessment proceedings under reformed civil procedure rules: Eine "außerordentliche" Beschwerde wegen (angeblicher) "greifbarer Gesetzeswidrigkeit" ist nach der Neuregelung des Beschwerderechts durch das Zivilprozessreformgesetz nicht mehr statthaft; der Bundesgerichtshof kann ausschließlich in den Fällen des § 574 Abs. 1 ZPO angerufen werden (vgl. nur BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133, 135 ff; Senat, Beschluss vom 4. März 2010 - III ZB 11/10, juris Rn. 1). Würde man die "außerordentliche" Beschwerde als Rechtsbeschwerde im Sinne des § 574 Abs. 1 ZPO behandeln, wäre sie ebenfalls nicht statthaft.
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KI-generiertVolltext
Statthaftigkeit der außerordentlichen Beschwerde zum Bundesgerichtshof wegen "greifbarer Gesetzeswidrigkeit"
[TENOR]
Die "außerordentliche" Beschwerde des Beklagten gegen den Beschluss des Landgerichts Stralsund vom 24. August 2011 (2 T 198/11), mit dem seine sofortige Beschwerde gegen den Kostenfestsetzungsbeschluss des Amtsgerichts Ribnitz-Damgarten vom 28. Juli 2011 (1 C 35/10) - in Verbindung mit dem Nichtabhilfebeschluss vom 18. August 2011 - zurückgewiesen worden ist, wird auf seine Kosten verworfen.
Wert des Beschwerdegegenstands: 773,21 €
[GRUENDE]
Eine "außerordentliche" Beschwerde wegen (angeblicher) "greifbarer Gesetzeswidrigkeit" ist nach der Neuregelung des Beschwerderechts durch das Zivilprozessreformgesetz nicht mehr statthaft; der Bundesgerichtshof kann ausschließlich in den Fällen des § 574 Abs. 1 ZPO angerufen werden (vgl. nur BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133, 135 ff; Senat, Beschluss vom 4. März 2010 - III ZB 11/10, juris Rn. 1). Würde man die "außerordentliche" Beschwerde als Rechtsbeschwerde im Sinne des § 574 Abs. 1 ZPO behandeln, wäre sie ebenfalls nicht statthaft.
Nach § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof nur gegeben, wenn dies im Gesetz bezüglich des angefochtenen Beschlusses ausdrücklich bestimmt ist oder wenn das Beschwerdegericht, das Berufungsgericht oder das Oberlandesgericht im ersten Rechtszug die Rechtsbeschwerde zugelassen hat. Diese Voraussetzungen liegen hier nicht vor. Mit der - im Übrigen vom Beschwerdeführer persönlich und nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegten - Rechtsbeschwerde kann auch nicht geltend gemacht werden, dass die Vorinstanz die Rechtsbeschwerde hätte zulassen müssen (vgl. nur BGH, Beschluss vom 8.
November 2004 - II ZB 24/03, NJW-RR 2005, 294 f).
Schlick Dörr Wöstmann
Seiters Tombrink