Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
I ZR 134/11 KI-generiert

Trademark infringement by use of similar sign: requirement of "trademark-hostile tendency" rejected

Geschäftsnummer I ZR 134/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) rejected the defendant's application for legal aid and appointed counsel for their non-acceptance of the appeal (Nichtzulassungsbeschwerde), thereby upholding the Oberlandesgericht Hamm judgment against the defendant. The dispute concerned a trademark infringement action where the defendant commercially distributed an HDMI cable labeled with a sign similar to the plaintiff's registered mark under a generic product name, which the appellate court found created a likelihood of confusion. The BGH confirmed that this constituted a trademark-infringing use under § 14(2) No. 2 of the Trademark Act (MarkenG), holding that liability does not require a "trademark-hostile tendency" and that the plaintiff's rights were not exhausted. The court further determined that the matter lacked fundamental legal significance and did not require the revision court's decision to advance legal development or ensure uniform jurisprudence under § 543(2) ZPO, setting the amount in dispute at €50,000.

Legislator-Regeste

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§ 114 Satz 1 ZPO, § 543 Abs. 2 ZPO, § 14 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG; Trademark infringement by use of similar sign: requirement of "trademark-hostile tendency" rejected: The dispute concerned a trademark infringement action where the defendant commercially distributed an HDMI cable labeled with a sign similar to the plaintiff's registered mark under a generic product name, which the appellate court found created a likelihood of confusion. The BGH confirmed that this constituted a trademark-infringing use under § 14(2) No. 2 of the Trademark Act (MarkenG), holding that liability does not require a "trademark-hostile tendency" and that the plaintiff's rights were not exhausted. The court further determined that the matter lacked fundamental legal significance and did not require the revision court's decision to advance legal development or ensure uniform jurisprudence under § 543(2) ZPO, setting the amount in dispute at €50,000.

Schlagwörter

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Freizeichen Vertragsverletzungsklage Erfasste Erzeugnisse durchgesetzte Marke Streitgegenstand E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 114 Satz 1 ZPO

Legal basis for denying the application for legal aid because the intended legal action lacks a sufficient prospect of success.

§ 543 Abs. 2 ZPO

Procedural standard for non-acceptance of appeal, establishing that the case lacks fundamental significance and does not require revision court decision for legal unity.

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Volltext

Markenrechtsverletzung ohne markenfeindliche Tendenz

[TENOR]

Der Antrag der Beklagten, ihr für die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 26. Mai 2011 Prozesskostenhilfe zu gewähren und Rechtsanwalt Dr. S. beizuordnen, wird abgelehnt.

Der Streitwert wird auf 50.000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Der Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts ist abzulehnen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§ 114 Satz 1 ZPO). Die Nichtzulassungsbeschwerde hat keine Aussicht auf Erfolg, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts und die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung die Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2 ZPO).

Das Berufungsgericht hat in der beanstandeten und von dem ausgesprochenen Verbot erfassten Handlung zu Recht eine rechtsverletzende Benutzung der Klagemarke im Sinne von § 14 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG gesehen.

Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat die Beklagte im geschäftlichen Verkehr ein mit der Klagemarke ähnliches Zeichen für identische Waren benutzt und dadurch für das Publikum die Gefahr von Verwechslungen geschaffen. Das Berufungsgericht ist hierbei zutreffend davon ausgegangen, dass mit der Versendung des nicht von der Klägerin stammenden Kabels mit der Aufschrift „S. “, das unter der Bezeichnung „P. “ von der Beklagten angeboten und in der der Sendung beiliegenden Rechnung als „P. HDMI Kabel“ bezeichnet wurde, eine markenmäßige Benutzung des Kollisionszeichens lag. Ebenso hat das Berufungsgericht ohne Rechtsfehler angenommen, dass es für das Vorliegen einer rechtsverletzenden Benutzung nicht auf das Erfordernis einer „markenfeindlichen Tendenz“ ankommt und dass die Markenrechte der Klägerin auch nicht erschöpft waren.

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