Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
I ZR 98/11 KI-generiert

Appointment of court counsel under § 78b ZPO: substantiation of diligent search for an attorney

Geschäftsnummer I ZR 98/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Justice (BGH) rejected the defendant's application for the appointment of a court-assigned attorney and dismissed the defendant's non-acceptance complaint for lack of admissibility, thereby leaving the decision of the Düsseldorf Higher Regional Court in force. The dispute concerned the defendant's failure to meet the procedural requirements for appealing the lower court's judgment, specifically the inability to provide proof of diligent efforts to retain a BGH-authorized attorney after the original counsel withdrew. The court held that the conditions for the appointment of an ex officio attorney under § 78b ZPO were not met because the defendant failed to substantiate that he had made reasonable efforts to find new counsel, and the non-acceptance complaint was procedurally defective under § 544 Abs. 2 ZPO as it was not reasoned within the statutory deadline by a permitted attorney, with the defendant ordered to bear the costs.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 78b ZPO, § 78b Abs. 1 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO, § 544 Abs. 2 ZPO, § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO; Appointment of court counsel under § 78b ZPO: substantiation of diligent search for an attorney: The dispute concerned the defendant's failure to meet the procedural requirements for appealing the lower court's judgment, specifically the inability to provide proof of diligent efforts to retain a BGH-authorized attorney after the original counsel withdrew. The court held that the conditions for the appointment of an ex officio attorney under § 78b ZPO were not met because the defendant failed to substantiate that he had made reasonable efforts to find new counsel, and the non-acceptance complaint was procedurally defective under § 544 Abs. 2 ZPO as it was not reasoned within the statutory deadline by a permitted attorney, with the defendant ordered to bear the costs.

Schlagwörter

KI-generiert
Bestellung eines Rechtsbeistands Durchsuchung gesetzliche Verfahrensfrist E-Justice Vertretungsverbot für Rechtsanwälte gesetzliche Vertretung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
IV ZR 77/11
August 2011 IV ZR 77/11, juris Rn.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 97 Abs. 1 ZPO

Serves as the legal basis for imposing the costs of the proceedings on the defendant following the rejection of his application.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Notanwalt: Voraussetzungen für die Beiordnung

[TENOR]

Der Antrag des Beklagten, ihm zur Wahrnehmung seiner Rechte gemäß § 78b ZPO einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt beizuordnen, wird abgelehnt.

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 12. April 2011 wird auf Kosten des Beklagten verworfen.

Streitwert: 50.000 €.

[GRUENDE]

I. Die Voraussetzungen für die Beiordnung eines Notanwalts gemäß § 78b Abs. 1 ZPO sind nicht erfüllt.

Nach der genannten Vorschrift kann einer Partei ein Rechtsanwalt beigeordnet werden, wenn sie einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht findet und die Rechtsverfolgung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint. Voraussetzung hierfür ist zunächst, dass die Partei trotz zumutbarer Anstrengungen einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht gefunden sowie ihre diesbezüglichen Bemühungen dem Gericht substantiiert dargelegt und nachgewiesen hat (BGH, Beschluss vom 22. August 2011 IV ZR 77/11, juris Rn. 5, mwN). Derartige Nachweise fehlen hier.

Der Beklagte hatte zunächst die Rechtsanwältin beim Bundesgerichtshof Dr. A. mit der Erhebung der Nichtzulassungsbeschwerde beauftragt. Diese hat mittlerweile das Mandat niedergelegt. Die Gründe für die Mandatsniederlegung hat der Beklagte nicht mitgeteilt. Er hat zudem nicht im Einzelnen dargelegt, dass er trotz zumutbarer Anstrengungen keinen zur Übernahme des Mandats bereiten Anwalt gefunden hat. Seine Erklärungen im Schreiben vom 19. August 2011 genügen hierfür nicht, worauf der Beklagte bereits mit Schreiben vom 23. August 2011 hingewiesen worden ist.

II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist auf Kosten des Beklagten als unzulässig zu verwerfen (§ 97 Abs. 1 ZPO), weil sie nicht innerhalb der Frist des § 544 Abs. 2 ZPO durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt (§ 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO) begründet worden ist.

Bornkamm Pokrant Büscher

Koch Löffler