Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5 StR 396/11 KI-generiert

Counterclaimant standing limited to fatal crimes: appeal for conviction on non-fatal bodily injury inadmissible

Geschäftsnummer 5 StR 396/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Criminal Procedure dismissed the mother’s appeal as inadmissible, upholding the lower court’s sentencing of the defendant to a juvenile prison term for murder, and ordered the appellant to bear the costs and necessary expenses of the proceedings. The dispute centered on whether the mother, standing as a counterclaimant based on her status as the parent of the deceased victim, could challenge the judgment to secure an additional conviction for dangerous bodily injury under § 224 StGB. The court held that under § 400(1) StPO, a counterclaimant may only appeal to correct violations of law that fall within their standing to intervene; under § 395(2) No. 1 StPO, parents’ standing is limited to unlawful acts resulting in death, specifically completed crimes against life or acts qualified by a fatal result, and does not extend to non-fatal offenses such as dangerous bodily injury.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 1 StPO, § 224 StGB, § 400 Abs. 1 StPO, § 395 Abs. 2 Nr. 1 StPO, § 473 Abs. 1 Satz 1 und 3 StPO; Counterclaimant standing limited to fatal crimes: appeal for conviction on non-fatal bodily injury inadmissible: The dispute centered on whether the mother, standing as a counterclaimant based on her status as the parent of the deceased victim, could challenge the judgment to secure an additional conviction for dangerous bodily injury under § 224 StGB. The court held that under § 400(1) StPO, a counterclaimant may only appeal to correct violations of law that fall within their standing to intervene; under § 395(2) No. 1 StPO, parents’ standing is limited to unlawful acts resulting in death, specifically completed crimes against life or acts qualified by a fatal result, and does not extend to non-fatal offenses such as dangerous bodily injury.

Schlagwörter

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Beschwerdelegitimation Stellung des Opfers sturzbedingte Körperschädigung Mord Strafzumessung Widerklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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3 StR 148/98
Mai 1998 - 3 StR 148/98, BGHSt 44, 97, 99, und vom 10.
BGHSt 44, 97
Mai 1998 - 3 StR 148/98, BGHSt 44, 97, 99, und vom 10.
4 StR 490/05
Januar 2006 - 4 StR 490/05, NStZ 2006, 351; Meyer-Goßner, StPO, 54.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 1 StPO

Provision cited in the operative order to declare the revision inadmissible.

§ 473 Abs. 1 Satz 1 und 3 StPO

Provision cited to impose the costs and necessary expenses on the appellant.

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Volltext

Nebenklage: Anschlussberechtigung von Eltern bezüglich der gefährlichen Körperverletzung des durch eine rechtswidrige Tat Getöteten

[TENOR]

Die Revision der Nebenklägerin gegen das Urteil des Landgerichts Bremen vom 16. Juni 2011 wird nach § 349 Abs. 1 StPO als unzulässig verworfen.

Die Beschwerdeführerin hat die Kosten ihres Rechtsmittels und die dadurch dem Angeklagten entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von acht Jahren verurteilt. Gegen dieses Urteil wendet sich die Nebenklägerin - die Mutter der Getöteten - mit ihrer auf die Verletzung materiellen Rechts gestützten Revision, mit der sie eine Verurteilung des Angeklagten auch wegen gefährlicher Körperverletzung (§ 224 StGB) erstrebt.

Die Revision ist unzulässig.

Nach § 400 Abs. 1 StPO kann ein Nebenkläger das Urteil nicht mit dem Ziel anfechten, dass der Angeklagte wegen einer Gesetzesverletzung verurteilt wird, die nicht zum Anschluss des Nebenklägers berechtigt. Die Anschlussberechtigung der Nebenklägerin ergibt sich aus § 395 Abs. 2 Nr. 1 StPO, wonach sich die Eltern eines durch eine rechtswidrige Tat Getöteten der erhobenen öffentlichen Klage als Nebenkläger anschließen können. Rechtswidrige Taten im Sinne dieser Vorschrift sind vollendete Straftaten gegen das Leben sowie solche, die durch den Tötungserfolg qualifiziert sind (vgl. BGH, Beschlüsse vom 13. Mai 1998 - 3 StR 148/98, BGHSt 44, 97, 99, und vom 10. Januar 2006 - 4 StR 490/05, NStZ 2006, 351; Meyer-Goßner, StPO, 54. Aufl., § 395 Rn. 7), nicht aber rechtswidrige Taten nach § 224 StGB.

Die Kosten- und Auslagenentscheidung beruht auf § 473 Abs. 1 Satz 1 und 3 StPO.

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