Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VIII ZR 343/10 KI-generiert

Extinction of damages claim for faked personal need upon conclusion of a lease termination settlement

Geschäftsnummer VIII ZR 343/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) dismissed the tenant’s revision by way of an unanimous order under § 552a ZPO, leaving the appellate court’s judgment in force; the subsequent revision proceedings were terminated by the plaintiff’s withdrawal. The dispute concerned whether a tenant’s damages claim for a landlord’s faked personal need to vacate the premises (*Eigenbedarf*) was extinguished after the parties entered into a settlement agreement ending the lease while the tenant had expressly denied the validity of the eviction grounds. The BGH held that the revision was inadmissible because the core issue—which hinges on interpreting the specific settlement and assessing individual circumstances—lacked general significance, and no prospect of success existed as the appellate court correctly applied the principle that a landlord who falsely asserts personal need is liable for damages under § 280 para. 1 BGB, but such liability may be negated if the parties’ settlement effectively resolved the dispute over the validity of that need.

Legislator-Regeste

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§ 552a ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 280 Abs. 1 BGB; Extinction of damages claim for faked personal need upon conclusion of a lease termination settlement: The dispute concerned whether a tenant’s damages claim for a landlord’s faked personal need to vacate the premises (*Eigenbedarf*) was extinguished after the parties entered into a settlement agreement ending the lease while the tenant had expressly denied the validity of the eviction grounds. The BGH held that the revision was inadmissible because the core issue—which hinges on interpreting the specific settlement and assessing individual circumstances—lacked general significance, and no prospect of success existed as the appellate court correctly applied the principle that a landlord who falsely asserts personal need is liable for damages under § 280 para. 1 BGB, but such liability may be negated if the parties’ settlement effectively resolved the dispute over the validity of that need.

Schlagwörter

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Kündigung durch den Vermieter Schadenregulierung persönliche Haftung Mitmieter Revision eines Entscheids Nutzungsausfallschaden

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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VIII ZR 231/07
April 2009 - VIII ZR 231/07, NJW 2009, 2059 Rn.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 552a ZPO

Basis for the Senate's decision to reject the admissible revision by unanimous order.

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Volltext

Wohnraummiete: Schadensersatzansprüche wegen vorgetäuschten Eigenbedarfs nach einem Räumungsvergleich der Mietvertragsparteien

[TENOR]

Der Senat beabsichtigt, die zugelassene Revision der Beklagten durch einstimmigen Beschluss nach § 552a ZPO zurückzuweisen.

[GRUENDE]

1. Ein Grund für die Zulassung der Revision liegt nicht vor (§ 552a Satz 1, § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Das Berufungsgericht hat die Revision zur Klärung der Frage zugelassen, ob Schadensersatzansprüche wegen vorgetäuschten Eigenbedarfs entfallen, wenn die Parteien die Beendigung des Mietverhältnisses im Wege des Vergleichs vereinbaren, nachdem der Mieter das Vorliegen von Eigenbedarfsgründen ausdrücklich bestritten hat. Diese Frage entzieht sich einer allgemeinen Betrachtung und kann letztlich nur vom Tatrichter im Wege der Auslegung des Räumungsvergleichs und unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls entschieden werden. Auch im Übrigen hat die Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch ist eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Alt. 1 ZPO) oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Alt. 2 ZPO) erforderlich.

2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Das Berufungsurteil hält rechtlicher Nachprüfung stand.

Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass der Vermieter im Falle einer Vortäuschung von Eigenbedarf dem Mieter grundsätzlich gemäß § 280 Abs. 1 BGB zum Schadensersatz verpflichtet ist (vgl. Senatsurteil vom 8. April 2009 - VIII ZR 231/07, NJW 2009, 2059 Rn. 11 mwN), ein solcher Schadensersatzanspruch jedoch jedenfalls dann zu verneinen sein kann, wenn mit einem von den Mietvertragsparteien geschlossenen Vergleich der Streit über die Berechtigung des - vom Mieter vorgerichtlich oder in dem angestrengten Räumungsverfahren ausdrücklich bestrittenen - Eigenbedarfs beigelegt worden ist. Es hat hierbei entscheidend auf die Auslegung des von den Parteien vor dem erstinstanzlichen Gericht abgeschlossenen Räumungsvergleichs und die Würdigung der Umstände des vorliegenden Falles abgestellt. Hiergegen und gegen das Ergebnis der Beurteilung des Berufungsgerichts ist rechtlich nichts zu erinnern.

3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen nach Zustellung dieses Beschlusses.

Ball Dr. Frellesen Dr. Schneider

Dr. Fetzer Dr. Bünger

Hinweis:

Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.