Exhaustion of legal aid appeals after superior court denial; inadmissibility of further legal remedies and non-compliance with counsel requirement
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Court of Justice denied the applicant's petition for legal aid and dismissed his appeals as inadmissible, leaving the superior court's denial of legal aid final and in force. The dispute concerned the availability of further appellate remedies following a superior court's decision to reject an applicant's request for legal aid against a lower court's refusal and his subsequent failed attempt to reinstate a time-barred immediate appeal. The court held that no statutory remedy lies against a superior court's decision on legal aid, as the immediate appeal is unavailable against superior court orders under § 567 Abs. 1 ZPO, the legal remedy for specific legal aid denials under § 127 Abs. 2 Satz 2 ZPO has already been exhausted, the legal complaint under § 574 Abs. 1 ZPO is not permitted without prior admission, the non-admission complaint under § 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO is limited to appellate judgments and not orders, and extraordinary or constitutional remedies are not indicated. The appeals were further ruled inadmissible for procedural non-compliance because they were filed by the applicant personally rather than by a lawyer admitted to the Federal Court of Justice pursuant to § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 114 Satz 1 ZPO, § 567 Abs. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 127 Abs. 2 Satz 2 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO; Exhaustion of legal aid appeals after superior court denial; inadmissibility of further legal remedies and non-compliance with counsel requirement: The dispute concerned the availability of further appellate remedies following a superior court's decision to reject an applicant's request for legal aid against a lower court's refusal and his subsequent failed attempt to reinstate a time-barred immediate appeal. The court held that no statutory remedy lies against a superior court's decision on legal aid, as the immediate appeal is unavailable against superior court orders under § 567 Abs. 1 ZPO, the legal remedy for specific legal aid denials under § 127 Abs. 2 Satz 2 ZPO has already been exhausted, the legal complaint under § 574 Abs. 1 ZPO is not permitted without prior admission, the non-admission complaint under § 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO is limited to appellate judgments and not orders, and extraordinary or constitutional remedies are not indicated. The appeals were further ruled inadmissible for procedural non-compliance because they were filed by the applicant personally rather than by a lawyer admitted to the Federal Court of Justice pursuant to § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO.
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KI-generiertLegal basis for denying the application for legal aid due to a lack of prospects of success.
Procedural ground for declaring the appeals inadmissible because they were not filed by a lawyer admitted to the Federal Court of Justice.
Volltext
Ablehnung von Prozesskostenhilfe: Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde und der Nichtzulassungsbeschwerde
[TENOR]
Der Antrag des Beschwerdeführers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine sofortige Beschwerde und eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen den Beschluss des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 18. April 2011 (5 W 566/11) wird abgelehnt.
Die sofortige Beschwerde und die Nichtzulassungsbeschwerde gegen den Beschluss des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 18. April 2011 (5 W 566/11) werden auf Kosten des Beschwerdeführers als unzulässig verworfen.
[GRUENDE]
1. Prozesskostenhilfe kann dem Antragsteller nicht gewährt werden, weil die von ihm angestrebte Rechtsverfolgung keine Aussicht auf Erfolg hat (§ 114 Satz 1 ZPO). Gegen den Beschluss des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 18. April 2011 ist kein Rechtsmittel statthaft. Durch diesen Beschluss ist die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen die Zurückweisung seines Antrags auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe vom 18. Dezember 2010 als unzulässig verworfen und der Antrag auf Wiedereinsetzung in die Frist zur Einlegung der sofortigen Beschwerde zurückgewiesen worden.
Die vom Antragsteller gegen diesen Beschluss eingelegte (weitere) sofortige Beschwerde ist unstatthaft. Gemäß § 567 Abs. 1 ZPO findet die sofortige Beschwerde nur statt gegen die im ersten Rechtszug ergangenen Entscheidungen der Amts- und Landgerichte, nicht aber gegen Entscheidungen der Oberlandesgerichte, die diese als Beschwerdegerichte erlassen haben. Auch eine Rechtsbeschwerde wäre unstatthaft, weil die Voraussetzungen des § 574 Abs. 1 ZPO nicht vorliegen. Eine Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde kraft ausdrücklicher Gesetzesbestimmung (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) scheidet aus, weil § 127 Abs. 2 Satz 2 ZPO als Rechtsmittel gegen einen Beschluss, durch den Prozesskostenhilfe versagt wird, nur die an das nächst höhere Gericht zu richtende sofortige Beschwerde vorsieht. Über diese hat das Oberlandesgericht durch den nunmehr angegriffenen Beschluss bereits entschieden. Ebenso wenig ist die Rechtsbeschwerde gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO statthaft, weil das Oberlandesgericht sie nicht zugelassen hat. Eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde sieht die Zivilprozessordnung ausnahmslos nicht vor. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist gemäß § 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO ausschließlich gegen Berufungsurteile eröffnet, nicht aber gegen Entscheidungen, die in Beschlussform ergehen (BGH, Beschluss vom 16. November 2007 - IX ZA 26/06, WuM 2007, 41). Der Weg einer außerordentlichen Beschwerde ist nicht eröffnet (BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133 ff) und verfassungsrechtlich auch nicht geboten (vgl. BVerfGE 107, 395 ff). Das Prozesskostenhilfegesuch ist durch den Beschluss des Oberlandesgerichts vom 18. April 2011 vielmehr endgültig abgelehnt worden.
2. Die kostenpflichtige Verwerfung der Rechtsmittel beruht auf den vorstehenden Gründen. Sie sind überdies unzulässig, weil sie nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt, sondern durch den Antragsteller selbst eingelegt worden sind (§ 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO).
Kayser Vill Lohmann
Fischer Pape