No landlord duty for routine inspection of coal oven wall connections or attribution of chimney sweep's conduct
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) signaled its intent to dismiss the plaintiff's appeal for lack of admissibility and success, effectively upholding the lower courts' rulings in favor of the defendant landlord, a status later confirmed by the plaintiff's withdrawal of the revision. The dispute concerned a claim for damages under tenancy law after soot particles entered the tenants' apartment via loose coal oven wall connections in September 2005, with the tenants arguing that the landlord had a duty to perform regular functional inspections of the ovens and that the chimney sweep acted as the landlord's vicarious agent. The court held that a landlord is not generally obligated to conduct routine, causeless inspections of properly installed heating systems or wall connections unless specific irregularities are indicated, a standard analogous to electrical installation maintenance; furthermore, the mere discovery of loose connections one week after a sweeping service was insufficient to establish that the chimney sweep committed a breach of duty or that the resulting damage was attributable to the landlord. The decisive legal basis involves the limits of the landlord's maintenance and safety assurance duties under German civil law and the lack of a general duty to prevent damage from inherent equipment characteristics absent specific prior warnings.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 552a ZPO, § 276 BGB; No landlord duty for routine inspection of coal oven wall connections or attribution of chimney sweep's conduct: The dispute concerned a claim for damages under tenancy law after soot particles entered the tenants' apartment via loose coal oven wall connections in September 2005, with the tenants arguing that the landlord had a duty to perform regular functional inspections of the ovens and that the chimney sweep acted as the landlord's vicarious agent. The court held that a landlord is not generally obligated to conduct routine, causeless inspections of properly installed heating systems or wall connections unless specific irregularities are indicated, a standard analogous to electrical installation maintenance; furthermore, the mere discovery of loose connections one week after a sweeping service was insufficient to establish that the chimney sweep committed a breach of duty or that the resulting damage was attributable to the landlord. The decisive legal basis involves the limits of the landlord's maintenance and safety assurance duties under German civil law and the lack of a general duty to prevent damage from inherent equipment characteristics absent specific prior warnings.
Schlagwörter
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KI-generiertProcedural rule cited in the dispositive to indicate the court's intent to dismiss the revision by unanimous order due to lack of admissibility and success.
Volltext
Wohnraummiete: Pflicht des Vermieters zur regelmäßigen Funktionskontrolle von Kohleöfen; Haftung für Fehlverhalten des Schornsteinfegers
[TENOR]
Der Senat beabsichtigt, die Revision gemäß § 552a ZPO durch einstimmigen Beschluss zurückzuweisen.
[GRUENDE]
1. Ein Grund für die Zulassung der Revision liegt nicht vor. Die Frage, ob der Vermieter verpflichtet ist, in der Mietwohnung befindliche Kohleöfen bzw. deren Wandanschlüsse ohne besonderen Anlass regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüfen zu lassen, ist nicht grundsätzlicher Natur; ein Meinungsstreit über diese Frage ist weder in der Literatur noch in der Rechtsprechung der Instanzgerichte ersichtlich. Überdies lässt sich die Frage ohne Weiteres anhand der Rechtsprechung des Senats zur sogenannten Elektrorevision (Senatsurteil vom 15. Oktober 2008 - VIII ZR 321/07, NJW 2009, 143 Rn. 17 ff.) beantworten, wie es die Vorinstanzen auch (zutreffend) getan haben.
Auf die weitere vom Berufungsgericht erörterte Frage, ob der Schornsteinfeger bei der Kaminkehrung als Erfüllungsgehilfe des Vermieters gegenüber dem Mieter handelt, kommt es nicht an. Wie bereits das Amtsgericht im Einzelnen ausgeführt hat, bestehen schon keine Anhaltspunkte dafür, dass der Austritt von Ruß in der Wohnung der Kläger vom Streithelfer des Beklagten zu vertreten ist (§ 276 BGB). Die Lockerung der Wandanschlüsse der Öfen in der Wohnung der Kläger, die eine Woche nach dem Kehrvorgang festgestellt worden ist, lässt keine Rückschlüsse darauf zu, dass dem Streithelfer bei dem Kehrvorgang ein pflichtwidriges oder unsachgemäßes Verhalten zur Last fällt, auf das der von den Klägern geltend gemachte Schaden zurückgeführt werden kann; insbesondere liegt in dem angeblich "recht kräftigen" Kehren des Streithelfers des Beklagten kein Sorgfaltsverstoß.
2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Den Klägern steht gegen den Beklagten kein Schadensersatzanspruch wegen des Austritts von Ruß in ihrer Mietwohnung im September 2005 zu. Das Berufungsgericht hat richtig entschieden, dass der Vermieter im Rahmen seiner Instandhaltung- und Verkehrssicherungspflicht nicht gehalten ist, ordnungsgemäß installierte Öfen in der Wohnung des Mieters ohne besonderen Anlass einer regelmäßigen Kontrolle, etwa im Hinblick auf die Funktionsfähigkeit und Dichtigkeit der Wandanschlüsse, zu unterziehen. Ähnlich wie bei der Elektroinstallation in der Wohnung des Mieters reicht es - soweit nicht im Einzelfall besondere Umstände vorliegen - aus, wenn auftretende Unregelmäßigkeiten oder vom Mieter angezeigte Mängel unverzüglich von einem Fachmann abgestellt werden. Derartige Auffälligkeiten hat es hier aber vor dem Austritt von Rußpartikeln im September 2005 nach den Feststellungen des Berufungsgerichts nicht gegeben.
3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.
Ball Dr. Milger Dr. Achilles
Dr. Schneider Dr. Fetzer
Hinweis:
Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.