Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
II ZR 127/10 KI-generiert

Threshold value for admission of revision in managing director removal disputes

Geschäftsnummer II ZR 127/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice rejected the defendant's complaint against the non-admission of revision, ruling that the appeal was unsubstantiated because the monetary value of the dispute (Beschwer) did not exceed the statutory threshold of €20,000. The dispute concerned a lawsuit challenging the removal of the defendant from the position of managing director of a limited liability company. The court held that the value at stake is determined by the market value of the shareholder's equity interest in the company, capped by the value of their shares, rather than the managing director's salary or the value of specific corporate transactions. Since the company possessed only statutory share capital and had generated no profits, the value of the defendant's 35% stake was not proven to exceed €20,000. Consequently, the complaint was dismissed on both the ground of insufficient value and the absence of any statutory grounds for revising the lower court's judgment.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 ZPO, § 26 Nr. 8 EGZPO, §§ 544, 97 Abs. 1 ZPO; Threshold value for admission of revision in managing director removal disputes: The dispute concerned a lawsuit challenging the removal of the defendant from the position of managing director of a limited liability company. The court held that the value at stake is determined by the market value of the shareholder's equity interest in the company, capped by the value of their shares, rather than the managing director's salary or the value of specific corporate transactions. Since the company possessed only statutory share capital and had generated no profits, the value of the defendant's 35% stake was not proven to exceed €20,000. Consequently, the complaint was dismissed on both the ground of insufficient value and the absence of any statutory grounds for revising the lower court's judgment.

Schlagwörter

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Geschäftsführerhaftung Schwellenwert für die Schätzung Streitwert Revision eines Entscheids Aktiengesellschaft gesetzliche Voraussetzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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II ZR 59/08
März 2009 - II ZR 59/08, GmbHR 2009, 995).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 26 Nr. 8 EGZPO

Establishes the statutory value threshold for admission of the revision, which the court found not to be met.

§§ 544, 97 Abs. 1 ZPO

Provides the procedural basis for dismissing the complaint regarding the non-admission of revision and the calculation of the relevant appeal value.

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Volltext

Nichtzulassung der Revision: Beschwer im Rechtsstreit gegen einen Beschluss über seine Abberufung als Geschäftsführer

[TENOR]

Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 18. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 1. Juni 2010 wird auf ihre Kosten verworfen, weil der Wert der von der Beklagten mit einer Revision geltend zu machenden Beschwer zwanzigtausend Euro nicht übersteigt (§ 26 Nr. 8 EGZPO, §§ 544, 97 Abs. 1 ZPO). Die Beschwer richtet sich nach dem Interesse der Beklagten, den Geschäftsführer in der Leitungsfunktion zu belassen, nicht nach dem Gehalt des Geschäftsführers oder dem Wert des dem Kompetenzkonflikt zugrunde liegenden Geschäfts.

Bei der Bemessung dieses Interesses eines Gesellschafters bildet wie bei dem Leitungsinteresse eines Gesellschafter-Geschäftsführers der Wert der Gesellschaftsanteile die Obergrenze (vgl. BGH, Beschluss vom 2. März 2009 - II ZR 59/08, GmbHR 2009, 995). Nach dem Vortrag in den Vorinstanzen weist die Gesellschaft nur das gesetzlich vorgeschriebene Stammkapital von 50.000 DM auf und hat seit der Gründung keine Gewinne erwirtschaftet. Damit ist nicht dargelegt, dass der Wert der Beteiligung der Beklagten, die 35% der Geschäftsanteile halten, 20.000 € übersteigt.

Im Übrigen wäre die Beschwerde auch zurückzuweisen, weil keiner der im Gesetz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vorgesehenen Gründe vorliegt, nach denen der Senat die Revision zulassen darf. Der Rechtsstreit der Parteien hat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert er eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung.

Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO abgesehen.

Streitwert: 9.000 €

Bergmann Caliebe Drescher

Born Sunder