Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
III ZB 33/10 KI-generiert

Effect of death on applicant's standing and party capacity in foundation board appointment proceedings

Geschäftsnummer III ZB 33/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The German Federal Court of Civil Procedure rejected the applicant's motion for a stay of proceedings and dismissed the legal complaint as inadmissible, leaving the lower court's decision in force. The dispute arose from a summary proceeding for the judicial appointment of board members to a foundation, which the applicant sought to stay following the death of the original petitioner. The court held that a stay was unavailable because the applicant's standing and party capacity for the appointment proceeding lapsed upon death and did not pass to the heirs, as the legal position of foundation organs is non-hereditary; consequently, the proceedings were considered substantively concluded, rendering the legal complaint inadmissible. The decisive legal basis comprised § 21 Abs. 1 Satz 1 FamFG regarding the requirements for a procedural stay, §§ 86 Satz 1 and 29 BGB governing the appointment of foundation board members, and the doctrine of non-hereditability of foundation organ positions.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 21 Abs. 1 Satz 1 FamFG, § 246 Abs. 1 Halbs. 2 ZPO, § 21 FamFG, § 29 BGB, § 84 FamFG; Effect of death on applicant's standing and party capacity in foundation board appointment proceedings: The dispute arose from a summary proceeding for the judicial appointment of board members to a foundation, which the applicant sought to stay following the death of the original petitioner. The court held that a stay was unavailable because the applicant's standing and party capacity for the appointment proceeding lapsed upon death and did not pass to the heirs, as the legal position of foundation organs is non-hereditary; consequently, the proceedings were considered substantively concluded, rendering the legal complaint inadmissible. The decisive legal basis comprised § 21 Abs. 1 Satz 1 FamFG regarding the requirements for a procedural stay, §§ 86 Satz 1 and 29 BGB governing the appointment of foundation board members, and the doctrine of non-hereditability of foundation organ positions.

Schlagwörter

KI-generiert
Aktivlegitimation der Erben Rechtsfähigkeit Sistierung des Verfahrens Prozessfähigkeit Ernennungsverfahren Stiftung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 84 FamFG

Cited in the dispositive (numbered order 3) as the legal basis for the allocation of costs.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Verfahren zur gerichtlichen Bestellung von Vorstandsmitgliedern einer Stiftung: Verfahrensaussetzung nach Tod des Antragstellers

[TENOR]

Der Antrag auf Aussetzung des Verfahrens wird abgelehnt.

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 27. Mai 2010 - 20 W 175/10 - wird auf Kosten der Erben als unzulässig verworfen.

Wert des Beschwerdegegenstands: 3.000 €

[GRUENDE]

1. Nach § 21 Abs. 1 Satz 1 FamFG - die vom Verfahrensbevollmächtigten des verstorbenen Antragstellers in seinem Aussetzungsantrag in Bezug genommene Bestimmung des § 246 Abs. 1 Halbs. 2 ZPO ist nicht einschlägig - kann das Verfahren nur aus wichtigem Grunde ausgesetzt werden. Der Tod eines Beteiligten (hier des Antragstellers und Rechtsbeschwerdeführers) kann zwar dann als wichtiger Grund für eine Aussetzung angesehen werden, wenn das Verfahren in der Sache mit den Erben des verstorbenen Beteiligten fortzusetzen ist; die Aussetzung ist dann notwendig, bis die Erbfolge geklärt wurde. Dagegen kommt eine Aussetzung nicht in Betracht, wenn der Tod eines Beteiligten das Ende des Verfahrens herbeiführt, dem Verfahren insoweit der Gegenstand entzogen und dieses in der Hauptsache erledigt ist (vgl. nur MünchKommZPO/Pabst, Bd. 4, § 21 FamFG Rn. 5). Letzteres ist hier der Fall. Mit dem Tod des Antragstellers und Rechtsbeschwerdeführers ist dessen Antragsbefugnis beziehungsweise Beteiligtenfähigkeit für das Notbestellungsverfahren (§ 86 Satz 1, § 29 BGB) erloschen. Sie ist nicht auf den oder die Erben übergegangen. Denn die Rechtsstellung der Stiftungsorgane wie die des Vorstands ist unvererblich (vgl. nur Staudinger/Marotzke, BGB, Neubearb. 2008, § 1922 Rn. 217 i.V.m. Rn. 156). Das Antragsverfahren ist damit mit dem Tode des Antragstellers erledigt. Die Ermittlung der Erbfolge ist für den weiteren Verfahrensablauf ohne Bedeutung. Demnach kommt auch eine Aussetzung aus wichtigem Grunde nicht in Betracht.

2. Aus den Gründen zu Ziffer 1 ist die Rechtsbeschwerde unzulässig geworden. Hierauf ist der Verfahrensbevollmächtigte der Antragsteller mit Verfügung vom 26. Mai 2011 hingewiesen worden.

3. Die Kostenentscheidung beruht auf § 84 FamFG.

Schlick Herrmann Wöstmann

Hucke Seiters