Procedural interest threshold for revision in injunctive relief against neighborhood water intrusion
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice dismissed the plaintiff’s complaint against the non-admission of revision, ruling that the appeal was inadmissible because the plaintiff failed to demonstrate that her procedural interest exceeded the statutory threshold; consequently, the Oberlandesgericht Hamm’s judgment dismissing the property owner’s injunction claim against the neighboring property owner for water seepage into her basement remains in force. The dispute concerned a neighbor seeking an order to stop water intrusion from a terrace built on the defendant's property, with the procedural issue centering on whether the plaintiff sufficiently proved that the value of the legal interest at stake in a revision proceeding exceeded €20,000. The court applied § 26 No. 8 EGZPO, holding that the plaintiff’s evidence—a cost estimate for damage repair totaling €21,800—was insufficient to establish the requisite financial interest because it lacked a plausible explanation of the necessity and breakdown of the claimed measures, thereby failing to meet the burden of proof for the statutory value requirement.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 91 Abs. 1 ZPO; Procedural interest threshold for revision in injunctive relief against neighborhood water intrusion: The dispute concerned a neighbor seeking an order to stop water intrusion from a terrace built on the defendant's property, with the procedural issue centering on whether the plaintiff sufficiently proved that the value of the legal interest at stake in a revision proceeding exceeded €20,000. The court applied § 26 No. 8 EGZPO, holding that the plaintiff’s evidence—a cost estimate for damage repair totaling €21,800—was insufficient to establish the requisite financial interest because it lacked a plausible explanation of the necessity and breakdown of the claimed measures, thereby failing to meet the burden of proof for the statutory value requirement.
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive to justify the order that the plaintiff bears the costs of the complaint proceedings.
Volltext
Nichtzulassung der Revision: Beschwer bei Abweisung der Unterlassungsklage eines Grundstückseigentümers gegen eine nachbarrechtliche Störung
[TENOR] Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 13. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 23. November 2009 wird auf Kosten der Klägerin als unzulässig verworfen.
Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 10.000 €.
[GRUENDE] I.
1
Die Parteien sind Grundstücksnachbarn. Die Klägerin verlangt von den Beklagten, durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass von deren Hausgrundstück kein Wasser mehr durch die an der Grenze errichtete Terrasse in den Keller des Hauses der Klägerin eindringt. Die Klage ist in den Tatsacheninstanzen erfolglos geblieben.
2
Gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberlandesgerichts richtet sich die Beschwerde. Die Klägerin will in dem angestrebten Revisionsverfahren die Klage weiter verfolgen.
II.
3
Die Beschwerde ist unzulässig, weil nicht dargelegt ist, dass der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer 20.000 € übersteigt (§ 26 Nr. 8 EGZPO).
4
1. Die Beschwer der klagenden Partei bei - wie hier - Abweisung einer Unterlassungsklage bemisst sich nach ihrem unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu bestimmenden Interesse an der Unterlassung der Störung; ein geeigneter Anhaltspunkt für die Bemessung der Beschwer ist die Wertminderung, die das Grundstück der klagenden Partei durch die zu unterlassende Störung erleidet (siehe nur Senat, Beschluss vom 18. August 2010 - V ZB 45/10, Grundeigentum 2010, 1418 mwN). Dass diese Minderung 20.000 € übersteigt, ist nicht ausreichend dargelegt und glaubhaft gemacht.
5
2. Die Klägerin hat zur Glaubhaftmachung ihrer Beschwer ein Kostenangebot für die "Beseitigung von Wasserschäden" vorgelegt, welches einen Betrag von 21.800 € ausweist. Dieses Angebot kann der Bemessung der Beschwer nicht zugrunde gelegt werden, weil weder die Notwendigkeit der darin genannten Sanierungsmaßnahmen noch deren einzelne Kosten dargelegt sind, das Angebot also nicht nachvollziehbar ist.
III.
6
Die Kostenentscheidung beruht auf § 91 Abs. 1 ZPO.
Krüger Lemke Schmidt-Räntsch
Brückner Weinland