Estimation of undeclared wages for social security deductions under § 266a StGB
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant's revision, upholding the lower court's conviction for withholding wages and sentencing the defendant to bear the costs of the appeal. The case concerned the estimation of undeclared wages ("Schwarzlöhne") in a prosecution under § 266a StGB, where the defendant challenged the method used to calculate the withheld social security contributions. The BGH confirmed that estimating 66% of net revenues as undeclared wages was legally permissible, but noted that the lower court erred by failing to apply § 14 Abs. 2 Satz 2 SGB IV, which mandates a gross-up calculation of social contributions from a net wage agreement in cases of illegal employment. However, the Court ruled that this procedural legal error did not benefit the defendant, rendering the revision inadmissible.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 266a StGB, § 14 Abs. 2 Satz 2 SGB IV; Estimation of undeclared wages for social security deductions under § 266a StGB: The case concerned the estimation of undeclared wages ("Schwarzlöhne") in a prosecution under § 266a StGB, where the defendant challenged the method used to calculate the withheld social security contributions. The BGH confirmed that estimating 66% of net revenues as undeclared wages was legally permissible, but noted that the lower court erred by failing to apply § 14 Abs. 2 Satz 2 SGB IV, which mandates a gross-up calculation of social contributions from a net wage agreement in cases of illegal employment. However, the Court ruled that this procedural legal error did not benefit the defendant, rendering the revision inadmissible.
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KI-generiertMain ground for the dismissal of the revision as unfounded.
Volltext
Vorenthalten von Arbeitsentgelt: Schätzung von Schwarzlöhnen
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts München I vom 26. November 2010 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Es ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden, dass das Landgericht, das den Angeklagten u.a. wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt (§ 266a StGB) verurteilt hat, die Höhe des an Arbeitnehmer ausbezahlten (Teil) Schwarzlohns geschätzt und hierbei einen Betrag von 66% der nicht mit Subunternehmern erzielten Nettoausgangsumsätze zu Grunde gelegt hat (zur Zulässigkeit einer solchen Schätzung vgl. BGH, Urteil vom 2. Dezember 2008 - 1 StR 416/08, NJW 2009, 528, 529; BGH, Beschluss vom 10. November 2009 - 1 StR 283/09, NStZ 2010, 635, 636). Die Strafkammer hat jedoch - worauf der Generalbundesanwalt zutreffend hinweist - bei der Bestimmung der Höhe der in den Monaten ab August 2002 vorenthaltenen Sozialversicherungsbeiträge § 14 Abs. 2 Satz 2 SGB IV außer Acht gelassen.
Dies ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs rechtsfehlerhaft: Gemäß § 14 Abs. 2 Satz 2 SGB IV, mit der dem Phänomen der illegalen Beschäftigung entgegengewirkt werden soll (vgl. BT-Drucks. 15/726, S. 3f.), ist in Fällen hier vorliegender illegaler Beschäftigung stets von einer Nettolohnvereinbarung auszugehen, auch wenn dies zu einem Bruttoarbeitsentgelt führen kann, das den Wert der Arbeitsleistung übersteigt (BGH, Beschluss vom 10. November 2009 - 1 StR 283/09, aaO; a.A. Trüg, DStR 2011, 727, 729, unter unzutreffendem Hinweis auf den Zweifelssatz, der indes keine Beweis- sondern eine Entscheidungsregel ist; vgl. BGH, Urteil vom 21.
Oktober 2008 - 1 StR 292/08, NStZ-RR 2009, 90). Hierdurch ist der Angeklagte indes nicht beschwert.
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