Jurisdiction for aiding drug dealing as conduct crime: territorial competence based on principal offender’s acts
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Criminal Judgment (BGH) dismissed the defendant's revision as unfounded, thereby upholding the conviction and sentencing from the District Court of Düsseldorf. The case involved an appeal against a judgment for aiding and abetting drug dealing, specifically challenging the local jurisdiction of the trial court. The court ruled that although drug dealing is a conduct crime (*Tätigkeitsdelikt*) rather than a result crime, preventing jurisdiction based solely on the location of the result, the Düsseldorf court retained proper territorial jurisdiction under § 7 para. 1 StPO in conjunction with § 9 para. 2 sentence 1, para. 1 and para. 3 StGB. This was because evidence indicated that both the primary offender (seller) and the potential buyer committed acts directed at realizing the offense, including a personal meeting and phone calls, within the Düsseldorf district, thereby establishing the principal offense as occurring (in part) in that area, which extended to the accomplice.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 7 Abs. 1 StPO; Jurisdiction for aiding drug dealing as conduct crime: territorial competence based on principal offender’s acts: The case involved an appeal against a judgment for aiding and abetting drug dealing, specifically challenging the local jurisdiction of the trial court. The court ruled that although drug dealing is a conduct crime (*Tätigkeitsdelikt*) rather than a result crime, preventing jurisdiction based solely on the location of the result, the Düsseldorf court retained proper territorial jurisdiction under § 7 para. 1 StPO in conjunction with § 9 para. 2 sentence 1, para. 1 and para. 3 StGB. This was because evidence indicated that both the primary offender (seller) and the potential buyer committed acts directed at realizing the offense, including a personal meeting and phone calls, within the Düsseldorf district, thereby establishing the principal offense as occurring (in part) in that area, which extended to the accomplice.
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KI-generiertLegal basis for dismissing the revision as unfounded because the review found no legal error to the detriment of the defendant.
Volltext
Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln: Tatortzuständigkeit bei Tätigkeitsdelikt; auf die Tatbestandsverwirklichung abzielende Handlungen der Haupttäter
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 4. Mai 2010 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Zu der Rüge, das Gericht habe seine örtliche Zuständigkeit zu Unrecht angenommen (§ 338 Nr. 4 i.V.m. §§ 7 ff. StPO), bemerkt der Senat ergänzend:
Eine Tatortzuständigkeit des Landgerichts Düsseldorf gemäß § 7 Abs. 1 StPO lässt sich entgegen der - vom Generalbundesanwalt geteilten - Auffassung der Strafkammer zwar nicht daraus herleiten, dass der Erfolg der Tat, zu der der Angeklagte Beihilfe geleistet hat, im Bezirk des erkennenden Gerichts eingetreten ist (§ 9 Abs. 2 Satz 1 1. Var., Abs. 1 3. Var. StGB); denn das hier in Rede stehende Handeltreiben mit Betäubungsmitteln ist kein Erfolgs- sondern ein Tätigkeitsdelikt (BGH, Beschluss vom 17. Juli 2002 - 2 ARs 77/02, NJW 2002, 3486). Das Landgericht hat aber seine örtliche Zuständigkeit gleichwohl im Ergebnis zu Recht gemäß § 7 Abs. 1 StPO, § 9 Abs. 2 Satz 1 1. Var. StGB angenommen. Denn in dem für die Zuständigkeitsbestimmung maßgeblichen Zeitpunkt der Eröffnung des Hauptverfahrens (Meyer-Goßner, StPO, 53. Aufl., § 338 Rn.
31) lagen hinreichende Anhaltspunkte dafür vor, dass sowohl der Veräußerer als auch der potentielle Erwerber der Betäubungsmittel, die der Angeklagte durch seine Vermittlungstätigkeit gleichermaßen unterstützte, in Düsseldorf auf die Tatbestandsverwirklichung abzielende Handlungen im Sinne des § 9 Abs. 1 Satz 1 1. Var. StGB vornahmen, die (Haupt-)Tat also (auch) im Bezirk des erkennenden Gerichts begingen. Dort fand hinreichend sicher (SA Bl. 146 ff. und Bl. 168 ff.) jedenfalls im Versuchsstadium der Tat zumindest ein persönliches Gespräch des Erwerbers mit dem Verkäufer statt, welches das geplante Betäubungsmittelgeschäft zum Gegenstand hatte. Überdies hielt sich der potentielle Abnehmer des Rauschgifts in Düsseldorf auf, als er weitere telefonische Absprachen über das Geschäft mit dem Verkäufer traf. Die hierdurch für die Haupttäter begründete Tatortzuständigkeit des Landgerichts Düsseldorf gilt gemäß § 7 Abs. 1 StPO, § 9 Abs. 2 Satz 1 1. Var. StGB in gleicher Weise für den Angeklagten als Teilnehmer der Tat.
Becker Sost-Scheible Hubert
Schäfer Mayer