Admissibility of reading police arrest and narcotics weighing reports under § 256 Abs. 1 Nr. 5 StPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (3rd Criminal Senate) dismissed the defendant's appeal, upholding the lower court’s conviction and four-year imprisonment, ruling that no errors of law prejudicial to the defendant were found. The case involved a challenge to the evidentiary procedures in a narcotics trial, specifically questioning the admissibility of reading aloud a police arrest report and a weighing report for seized drugs, as well as the sentencing framework applied. The Court determined that the police reports were admissible under § 256 Abs. 1 Nr. 5 StPO as documents containing official declarations on investigative measures, rejecting the claim of a violation of § 250 StPO. Furthermore, the Court validated the trial court’s application of the mitigation option under § 31 Nr. 1 BtMG in conjunction with § 49 Abs. 1 StGB, finding that the imposition of the same sentence as in the prior instance, within the revised lower sentencing range, was legally sound and did not constitute an error under § 46 Abs. 1 StGB.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 250 StPO, § 256 Abs. 1 Nr. 5 StPO, § 49 Abs. 1 StGB, § 49 Abs. 2 StGB; Admissibility of reading police arrest and narcotics weighing reports under § 256 Abs. 1 Nr. 5 StPO: The case involved a challenge to the evidentiary procedures in a narcotics trial, specifically questioning the admissibility of reading aloud a police arrest report and a weighing report for seized drugs, as well as the sentencing framework applied. The Court determined that the police reports were admissible under § 256 Abs. 1 Nr. 5 StPO as documents containing official declarations on investigative measures, rejecting the claim of a violation of § 250 StPO. Furthermore, the Court validated the trial court’s application of the mitigation option under § 31 Nr. 1 BtMG in conjunction with § 49 Abs. 1 StGB, finding that the imposition of the same sentence as in the prior instance, within the revised lower sentencing range, was legally sound and did not constitute an error under § 46 Abs. 1 StGB.
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KI-generiertThe provision cited in the dispositive to justify the dismissal of the appeal as unfounded because the review did not reveal any error of law to the detriment of the accused.
Volltext
Strafverfahren: Zulässigkeit der Verlesung eines Festnahmeberichts und eines Berichts über eine durchgeführte Wiegung von Betäubungsmitteln in der Hauptverhandlung
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 9. Dezember 2010 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Ergänzend zu der Begründung der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:
1. Die Feststellungen zu den Telefonüberwachungsmaßnahmen und der polizeilichen Observierung hat die Strafkammer, wie sich aus den Urteilsgründen ergibt, "aus den ebenfalls verlesenen Feststellungen" entnommen, "die im Urteil der 12. großen Strafkammer vom 21.10.2009 hierzu getroffen worden sind" (UA S. 7). Das war rechtsfehlerhaft, da dieses Urteil vom Senat mit den Feststellungen aufgehoben worden war. Der Angeklagte ist dadurch indes nicht beschwert, da diese Feststellungen ausschließlich zu seinen Gunsten gewertet worden sind (UA S. 9).
2. Die Rüge einer Verletzung von § 250 StPO durch die Verlesung eines "Beiblatts zur Festnahmeanzeige vom 8. Februar 2009" sowie des "polizeilichen Berichts über die durchgeführte Wiegung" (sichergestellten Betäubungsmittels) "vom 9. Februar 2009" ist zulässig erhoben. Sie ist indes unbegründet, da es sich um in Urkunden enthaltene Erklärungen der Strafverfolgungsbehörden über Ermittlungsmaßnahmen handelte, die nach § 256 Abs. 1 Nr. 5 StPO verlesen werden konnten (vgl. KK-Diemer, 6. Aufl., § 256 Rn. 5 und 9a; Meyer-Goßner, StPO, 53. Aufl., § 256 Rn. 5 und 26, jeweils mwN).
3. Das Landgericht hat rechtsfehlerfrei von der Milderungsmöglichkeit nach § 31 Nr. 1 BtMG nF i.V.m. § 49 Abs. 1 StGB Gebrauch gemacht und ist damit von einem Strafrahmen von drei Monaten bis elf Jahre und drei Monate Freiheitsstrafe ausgegangen. Das Ersturteil hatte hingegen den nach § 49 Abs. 2 StGB verschobenen, von einem Monat bis 15 Jahre Freiheitsstrafe reichenden Strafrahmen zugrunde gelegt. Nachdem das Landgericht die Freiheitsstrafe von vier Jahren im unteren Bereich des Strafrahmens angesiedelt und zudem die Zumessungsgesichtspunkte umfassend erörtert hat, bestehen gegen die Verhängung derselben Strafe wie im ersten Urteil keine Rechtsbedenken. Eine Konstellation, wie sie dem Beschluss des 4. Strafsenats vom 20. April 1989 (4 StR 149/89, BGHR StGB § 46 Abs. 1 Begründung 13) zugrunde lag, ist nicht gegeben.
Becker Pfister Hubert
Schäfer Mayer