Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 StR 168/11 KI-generiert

Tax evasion sentencing error regarding unassessed "large scale" damage threshold and statutory sentencing range

Geschäftsnummer 1 StR 168/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Court of Criminal Justice (BGH) dismissed the defendant's appeal, upholding the appellate conviction and the aggregate sentence of one year and ten months' imprisonment suspended on probation, thereby leaving the lower court's judgment in force. The dispute concerned tax evasion offenses involving unreported export sales, specifically whether the lower court erred in sentencing based on a standard statutory framework rather than a heightened one, given that the tax loss in one instance exceeded 292,000 euros. The BGH determined that while the lower court committed a sentencing error by failing to consider whether the loss exceeded the 100,000 euro threshold indicative of tax evasion "on a large scale" under § 370 Abs. 3 Nr. 1 AO, which would have triggered a higher statutory sentencing range under the doctrine of particularly serious cases, this error did not prejudice the defendant because the imposed sentence remained within the permissible limits and did not violate the defendant's rights.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 349 Abs. 2 StPO, § 370 Abs. 1 AO, § 370 Abs. 3 Nr. 1 AO; Tax evasion sentencing error regarding unassessed "large scale" damage threshold and statutory sentencing range: The dispute concerned tax evasion offenses involving unreported export sales, specifically whether the lower court erred in sentencing based on a standard statutory framework rather than a heightened one, given that the tax loss in one instance exceeded 292,000 euros. The BGH determined that while the lower court committed a sentencing error by failing to consider whether the loss exceeded the 100,000 euro threshold indicative of tax evasion "on a large scale" under § 370 Abs. 3 Nr. 1 AO, which would have triggered a higher statutory sentencing range under the doctrine of particularly serious cases, this error did not prejudice the defendant because the imposed sentence remained within the permissible limits and did not violate the defendant's rights.

Schlagwörter

KI-generiert
fehlerhafte Strafzumessung Steuerhinterziehung Sachbeschädigung Gefängnisstrafe gesetzliche Grenzen Rückerstattung der Verrechnungssteuer

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
§ 349 Abs. 2 StPO
Cited as the legal basis for dismissing the appeal as unfounded because the review found no legal error to the detriment of the defendant.
§ 370 Abs. 1 AO
Die Einzelstrafen hat die Strafkammer jeweils dem in § 370 Abs. 1 AO vorgegebenen Strafrahmen entnommen, auch im Fall 1, in dem der Steuerschaden 292.296,16 € beträgt.
§ 370 Abs. 3 Nr. 1 AO
Dieser Hinterziehungsbetrag liegt erheblich über der Grenze von 100.000 €, deren Überschreitung Indizwirkung für das Vorliegen des Merkmals der Hinterziehung von Steuern in "großem Ausmaß" (§ 370 Abs. 3 Nr. 1 AO) zukommt (BGH, Beschluss vom 2.

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
1 StR 416/08
Dezember 2008 - 1 StR 416/08, BGHSt 53, 71 Rn.
BGHSt 53, 71
Dezember 2008 - 1 StR 416/08, BGHSt 53, 71 Rn.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 349 Abs. 2 StPO

Cited as the legal basis for dismissing the appeal as unfounded because the review found no legal error to the detriment of the defendant.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Steuerhinterziehung: Fehlerhafte Strafzumessung bei unterbliebener Berücksichtigung eines Steuerschadens "in großem Ausmaß"

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Bochum vom 27. September 2010 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Die Strafzumessung ist zwar nicht frei von Rechtsfehlern:

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Steuerhinterziehung in zwei Fällen und wegen versuchter Steuerhinterziehung in sechs Fällen (wegen nicht oder unzutreffend als steuerfreie Ausfuhren erklärter Umsätze) zu der Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, deren Vollstreckung es zur Bewährung ausgesetzt hat. Die Einzelstrafen hat die Strafkammer jeweils dem in § 370 Abs. 1 AO vorgegebenen Strafrahmen entnommen, auch im Fall 1, in dem der Steuerschaden 292.296,16 € beträgt. Dieser Hinterziehungsbetrag liegt erheblich über der Grenze von 100.000 €, deren Überschreitung Indizwirkung für das Vorliegen des Merkmals der Hinterziehung von Steuern in "großem Ausmaß" (§ 370 Abs. 3 Nr. 1 AO) zukommt (BGH, Beschluss vom 2. Dezember 2008 - 1 StR 416/08, BGHSt 53, 71 Rn. 39). Mit der Frage, ob deshalb im Hinblick auf die Höhe des Schadens unter Berücksichtigung der hierzu vom Senat entwickelten Grundsätze (vgl. BGH aaO, Rn. 24 ff.) von einem besonders schweren Fall der Steuerhinterziehung - und dem dann gegebenen erhöhten Strafrahmen - auszugehen gewesen wäre, hat sich die Strafkammer nicht befasst.

Dies ist rechtsfehlerhaft, beschwert den Angeklagten indes nicht.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Nack Wahl Rothfuß

Hebenstreit Graf