Recovery of excess network fees under § 23a EnWG: Exclusion of restitution claims during the statutory excess revenue balancing period.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Cartel Affairs (BGH Kartellsenat) signaled its intention to dismiss the plaintiff's revision by order, upholding the lower courts' judgment that denied the claim for repayment of excess network usage fees, noting subsequently that the appellate proceedings were rendered moot by the plaintiff's withdrawal of the appeal. The dispute concerned whether a network user could recover overpaid electricity network usage fees for the period from October 29 to December 31, 2005, which had been charged at pre-approval rates before the regulatory authority granted approval for lower, cost-based fees. The court held that under § 23a Abs. 5 EnWG and the Stromnetzentgeltverordnung, the claim for retroactive restitution is excluded during the "Mehrerlössaldierungszeitraum" (period for balancing excess revenues); instead, excess revenues collected by the network operator must be offset against future fees within the regulatory cycle to ensure trust protection and prevent retroactive re-invoicing, even if this results in a mismatch between the specific entities burdened and benefited. The court further rejected the argument that civil law equitable control under § 315 BGB applied to regulatory fee approvals and distinguished the statutory excess revenue mechanism from state-level profit disbursement under §§ 33 EnWG and 34 GWB, finding no grounds for admitting the revision as the legal questions were already settled.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 552a ZPO, § 34 GWB, § 315 BGB, § 543 ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO; Recovery of excess network fees under § 23a EnWG: Exclusion of restitution claims during the statutory excess revenue balancing period: The dispute concerned whether a network user could recover overpaid electricity network usage fees for the period from October 29 to December 31, 2005, which had been charged at pre-approval rates before the regulatory authority granted approval for lower, cost-based fees. The court held that under § 23a Abs. 5 EnWG and the Stromnetzentgeltverordnung, the claim for retroactive restitution is excluded during the "Mehrerlössaldierungszeitraum" (period for balancing excess revenues); instead, excess revenues collected by the network operator must be offset against future fees within the regulatory cycle to ensure trust protection and prevent retroactive re-invoicing, even if this results in a mismatch between the specific entities burdened and benefited. The court further rejected the argument that civil law equitable control under § 315 BGB applied to regulatory fee approvals and distinguished the statutory excess revenue mechanism from state-level profit disbursement under §§ 33 EnWG and 34 GWB, finding no grounds for admitting the revision as the legal questions were already settled.
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KI-generiertProcedural basis cited for the intended dismissal of the revision by written order.
Volltext
Rückforderung von Netznutzungsentgelten: Ausschluss des Anspruchs im Mehrerlössaldierungszeitraum
[TENOR]
1. Die Klägerin wird darauf hingewiesen, dass der Senat beabsichtigt, die Revision gemäß § 552a ZPO durch Beschluss zurückzuweisen.
2. Der Streitwert für das Revisionsverfahren wird auf 10.654,98 € festgesetzt.
[GRUENDE]
I. Die Revision hat in der Sache keine Aussicht auf Erfolg. Die Vorinstanzen haben die Klage in Bezug auf den für den Zeitraum vom 29. Oktober bis 31. Dezember 2005 geltend gemachten Rückzahlungsanspruch zu Recht abgewiesen.
1. Nach der Rechtsprechung des Senats schließt § 23a Abs. 5 Satz 1 EnWG im Anwendungsbereich der kostenbasierten Entgeltregulierung in der Beziehung zwischen Netzbetreibern und Netznutzern eine Rückabwicklung überhöhter Netznutzungsentgelte aus, auch wenn die Vorschrift keinen Rechtsgrund dafür schafft, dass der Netzbetreiber zu viel erhobene Entgelte endgültig behalten darf (Senat, Beschluss vom 14. August 2008 - KVR 39/07, RdE 2008, 323 Rn. 21 - Vattenfall). Für die Zeit ab dem 29. Oktober 2005 haben Netznutzungsentgelte zugunsten der Netzbetreiber eine materielle Grundlage nur noch dann, wenn sie den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes und der Stromnetzentgeltverordnung entsprachen und über die danach zulässigen Höchstpreise nicht hinausgingen (vgl. Senat aaO Rn. 9 - Vattenfall).
Mehrerlöse, die ein Netzbetreiber dadurch erzielt hat, dass er bis zur Genehmigung der Netznutzungsentgelte seine ursprünglichen Entgelte beibehalten hat, sind periodenübergreifend auszugleichen (Senat aaO Rn. 20 ff. - Vattenfall). Der Senat hat zwar auch einen Ausgleich in der Weise erwogen, dass der Netzbetreiber die Leistungsbeziehungen mit seinen Netznutzern auf der Basis der niedrigeren, entsprechend der Stromnetzentgeltverordnung gebildeten Entgelte abrechnen müsste. Diese Möglichkeit hat er aber mit der Begründung verworfen, dass die Regelung des § 23a Abs. 5 Satz 1 EnWG dem Netzbetreiber ein gewisses Maß an Vertrauensschutz gewähren und verhindern will, dass sämtliche Rechtsbeziehungen des Netzbetreibers mit den Stromversorgern auf der Grundlage der später genehmigten Preise korrigiert werden müssen; der Zweck dieser Regelung würde verfehlt, wenn später - nach Erteilung der Genehmigung - eine solche rückwirkende Abrechnung erfolgen müsste (vgl. Senatsbeschluss vom 14.
August 2008 - KVR 27/07, RdE 2008, 334 Rn. 32 - Stadtwerke Engen). Aufgrund des Zeitversatzes kann die Kompensation über die Mehrerlösabschöpfung für den einzelnen Netznutzer zwar nicht deckungsgleich sein, weil die Lieferbeziehungen zu den einzelnen Netznutzern nicht in demselben Umfang auch in der nächsten Planperiode fortbestehen müssen. Diese Unterschiede sind aber hinzunehmen. Insoweit unterscheidet sich diese Fallgestaltung nicht von anderen Abweichungen, die nach § 11 StromNEV periodenübergreifend auszugleichen sind. Unvermeidliche Defizite in der Deckungsgleichheit von Belasteten und Begünstigten hat der Verordnungsgeber durch die Regelungen in §§ 9, 11 StromNEV in Kauf genommen (vgl. Senat aaO Rn. 23 - Vattenfall).
2. Die Revision zeigt keine überzeugenden Gründe auf, die eine Modifikation oder gar Aufgabe dieser Rechtsprechung des Senats rechtfertigen können. Insbesondere geht der Hinweis auf die Subsidiarität der Vorteilsabschöpfung der Regulierungsbehörde nach § 33 EnWG bzw. der Kartellbehörde nach § 34 GWB im Verhältnis zum Schadensersatzanspruch des Geschädigten ersichtlich fehl. Während die Vorteilsabschöpfung nach §§ 33 EnWG, 34 GWB der Staatskasse zugutekommt, stellt die Mehrerlösabschöpfung entsprechend § 9 StromNEV eine Kompensation zu Gunsten der Netznutzer dar.
Aufgrund dessen bedarf es auch keiner Entscheidung zu der von der Revision aufgeworfenen Frage nach der Zulässigkeit einer zivilrechtlichen Billigkeitskontrolle der von der zuständigen Regulierungsbehörde nach § 23a EnWG genehmigten Entgelte gemäß § 315 BGB.
II. Die Voraussetzungen für die Zulassung der Revision nach § 543 ZPO liegen nicht vor. Da das Berufungsgericht den Rechtsstreit richtig entschieden hat, ist eine Entscheidung des Senats zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Halbsatz 2 ZPO) nicht erforderlich. Dem Rechtsstreit kommt auch weder grundsätzliche Bedeutung (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO) zu noch erfordert die Fortbildung des Rechts eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Halbsatz 1 ZPO). Die entscheidungserheblichen Rechtsfragen sind, wie dargelegt, geklärt.
Tolksdorf Raum Kirchhoff
Grüneberg Bacher
Hinweis: Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.