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4 StR 611/10 KI-generiert

§ 156 StGB jurisdiction for false eidesstattliche Versicherungen to road traffic authorities under § 5 StVG and § 68 StVZO

Geschäftsnummer 4 StR 611/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Criminal Fourth Senate dismissed the defendant's appeal, upholding the Landgericht Kaiserslautern's conviction for intentional false declaration under oath and ordering the defendant to bear the costs of the proceedings. The dispute concerned whether the defendant's false statements to a municipal road traffic authority regarding the loss of two vehicle registration certificates constituted a criminal offense, with the defense arguing the authority lacked the requisite jurisdiction under § 156 StGB. The court ruled that jurisdiction includes the legal admissibility of the statement within the specific administrative procedure, citing that the city administration was competent to receive such declarations under § 5 StVG and § 68 StVZO, thereby confirming that the defendant's actions fulfilled the statutory elements of § 156 StGB.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 2 StPO, § 156 StGB; § 156 StGB jurisdiction for false eidesstattliche Versicherungen to road traffic authorities under § 5 StVG and § 68 StVZO: The dispute concerned whether the defendant's false statements to a municipal road traffic authority regarding the loss of two vehicle registration certificates constituted a criminal offense, with the defense arguing the authority lacked the requisite jurisdiction under § 156 StGB. The court ruled that jurisdiction includes the legal admissibility of the statement within the specific administrative procedure, citing that the city administration was competent to receive such declarations under § 5 StVG and § 68 StVZO, thereby confirming that the defendant's actions fulfilled the statutory elements of § 156 StGB.

Schlagwörter

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falsche Erklärung Strassenverkehrsrecht sachliche Unzuständigkeit Gemeindestrasse strafbare Handlung Missbrauch von Ausweisen und Schildern

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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5 StR 26/89
Februar 1989 – 5 StR 26/89, BGHR, StGB, § 156 Versicherung 1 m.w.N.).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Basis for dismissing the revision as unfounded after the subsequent review of the judgment.

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Volltext

Falsche Versicherung an Eides statt: Wahrheitswidrige Versicherung gegenüber der Straßenverkehrsbehörde über den Verlust von Fahrzeugpapieren

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Kaiserslautern vom 27. August 2010 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 14. Dezember 2010 bemerkt der Senat:

Die Verurteilung wegen vorsätzlicher falscher Versicherung an Eides Statt wird entgegen der Ansicht der Revision von den Feststellungen getragen. Zum Begriff der Zuständigkeit im Sinne des § 156 StGB gehört nicht nur die allgemeine Zuständigkeit der Behörde für die Abnahme eidesstattlicher Versicherungen, sondern darüber hinaus, dass die betreffende Versicherung über den Gegenstand, auf den sie sich bezieht, und in dem Verfahren, um das es sich handelt, abgegeben werden darf und rechtlich nicht völlig wirkungslos ist (BGH, Beschluss vom 7. Februar 1989 – 5 StR 26/89, BGHR, StGB, § 156 Versicherung 1 m.w.N.). Nach den Urteilsfeststellungen gab der Angeklagte in zwei Fällen gegenüber der Stadtverwaltung P. als Straßenverkehrsbehörde die wahrheitswidrige Versicherung ab, zwei Fahrzeugbriefe seien ihm verloren gegangen. Für die Entgegennahme dieser gemäß § 5 Satz 1, 2 StVG abgegebenen Erklärungen zum Verbleib der beiden Fahrzeugpapiere war die Stadtverwaltung P. die zuständige Behörde im Sinne des § 156 StGB (vgl. § 68 Abs. 1, 2 StVZO).

Ernemann Solin-Stojanović Roggenbuck

Franke Bender