Inadmissibility of extraordinary appeal for evident statutory violation under post-reform § 574 ZPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice rejected the applicant's request for legal aid to pursue an extraordinary appeal, as the intended legal action lacked sufficient prospects of success. The applicant sought to challenge a decision by the Hanseatic Higher Regional Court and a subsequent letter from the presiding judge via an "Ausnahmebeschwerde" based on evident statutory violation or infringement of procedural fundamental rights. The court held that such an extraordinary appeal is no longer admissible under the German Code of Civil Procedure as reformed by the Civil Procedure Reform Act, which restricts appeals to the Federal Court of Justice exclusively to cases where the right of appeal is generally open by law or specifically admitted by the lower court pursuant to § 574 Abs. 1 ZPO. Since neither condition was met in this instance, the extraordinary appeal was deemed statutorily impermissible, leaving the lower court's decision in force.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 114 Satz 1 ZPO, § 574 Abs. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO; Inadmissibility of extraordinary appeal for evident statutory violation under post-reform § 574 ZPO: Der Antrag des Antragstellers, ihm für ein Rechtsmittel gegen den Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg, 7. Zivilsenat, vom 3. August 2010 und das Schreiben der Vorsitzenden dieses Zivilsenats vom 23. September 2010 Prozesskostenhilfe zu gewähren, wird abgelehnt.
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KI-generiertVolltext
Zulässigkeit einer außerordentlichen Beschwerde zum Bundesgerichtshof wegen greifbarer Gesetzeswidrigkeit - Ausnahmebeschwerde
[TENOR]
Der Antrag des Antragstellers, ihm für ein Rechtsmittel gegen den Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg, 7. Zivilsenat, vom 3. August 2010 und das Schreiben der Vorsitzenden dieses Zivilsenats vom 23. September 2010 Prozesskostenhilfe zu gewähren, wird abgelehnt.
[GRUENDE]
Der Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe ist abzulehnen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§ 114 Satz 1 ZPO). Die beabsichtigte „Ausnahmebeschwerde“ gegen den Beschluss vom 3. August 2010 und das Schreiben vom 23. September 2010 ist nicht statthaft. Nach der Neuregelung des Beschwerderechts durch das Zivilprozessreformgesetz kann der Bundesgerichtshof ausschließlich in den Fällen des § 574 Abs. 1 ZPO angerufen werden und ist eine außerordentliche Beschwerde wegen „greifbarer Gesetzeswidrigkeit" oder der Verletzung von Verfahrensgrundrechten nicht mehr statthaft (BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133, 135 ff.). Die Voraussetzungen des § 574 Abs. 1 ZPO liegen nicht vor. Die Rechtsbeschwerde ist weder nach dem Gesetz allgemein eröffnet (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch vom Beschwerdegericht im vorliegenden Fall zugelassen worden (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO).
Büscher Pokrant Kirchhoff
Koch Löffler