Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
XII ZR 183/08 KI-generiert

Allocation of litigation costs after voluntary settlement of the main action during pending review of refusal to grant leave for revision

Geschäftsnummer XII ZR 183/08
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice ruled that the plaintiff bears the full costs of the legal proceedings and that the complaint against the refusal to grant leave for revision is effectively dismissed, as the non-admission of the appeal for revision was justified. The dispute arose during the appeal proceedings where the plaintiff declared the main action settled after filing a non-admission complaint, but before the court ruled on the complaint itself; the defendant did not object to this settlement. The court applied § 91a(1) Sentence 2 ZPO, which mandates a decision on costs based on equitable discretion considering the procedural status, specifically that the plaintiff’s non-admission complaint would have failed for lack of fundamental significance or need for legal clarification under § 543(2) Sentence 1 ZPO, thus justifying the full cost allocation against the settling party.

Legislator-Regeste

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§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbs. 2 ZPO, § 91 a Abs. 1 Satz 2 ZPO; Allocation of litigation costs after voluntary settlement of the main action during pending review of refusal to grant leave for revision: The dispute arose during the appeal proceedings where the plaintiff declared the main action settled after filing a non-admission complaint, but before the court ruled on the complaint itself; the defendant did not object to this settlement. The court applied § 91a(1) Sentence 2 ZPO, which mandates a decision on costs based on equitable discretion considering the procedural status, specifically that the plaintiff’s non-admission complaint would have failed for lack of fundamental significance or need for legal clarification under § 543(2) Sentence 1 ZPO, thus justifying the full cost allocation against the settling party.

Schlagwörter

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Prozesserledigung zivilrechtliche Revision Verfahrenskosten E-Justice Zivilstand Eventualbegehren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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I ZR 249/02
März 2007 - I ZR 249/02 - NJW-RR 2007, 694, 695).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 91 a Abs. 1 Satz 2 ZPO

This provision is cited in the reasoning directly preceding and justifying the dispositive orders regarding the allocation of costs and the procedural handling after the declaration of the main case as settled.

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Volltext

Kostenentscheidung nach Hauptsacheerledigung im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren

[TENOR]

1. Der Kläger trägt die Kosten des Rechtsstreits.

2. Der Streitwert wird wie folgt festgesetzt:

ursprünglich:

95.000 €

ab 22. Juli 2007:

441.602,75 €

ab 15. Oktober 2009:

bis 65.000 €

[GRUENDE]

Der Kläger hat nach Begründung seiner Nichtzulassungsbeschwerde den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt erklärt. Die Beklagte wurde auf die Folgen des § 91 a Abs. 1 Satz 2 ZPO hingewiesen und hat der Erledigungserklärung nicht widersprochen.

Die Erledigung der Hauptsache kann in der Rechtsmittelinstanz, auch noch während des Verfahrens über eine Nichtzulassungsbeschwerde, erklärt werden. Da durch die übereinstimmenden Erklärungen der Parteien der Rechtsstreit insgesamt erledigt ist, ist über alle bisher entstandenen Kosten des Rechtsstreits, einschließlich der Kosten der Vorinstanzen, gemäß der auch im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde geltenden Vorschrift des § 91 a ZPO nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstandes durch Beschluss zu entscheiden. Dabei ist der mutmaßliche Ausgang des Beschwerde- und gegebenenfalls des Revisionsverfahrens zu berücksichtigen (BGH Beschluss vom 1. März 2007 - I ZR 249/02 - NJW-RR 2007, 694, 695).

Danach sind die Kosten in vollem Umfang dem Kläger aufzuerlegen. Eine für den Kläger günstige Entscheidung über die Kosten des Rechtsstreits könnte nur getroffen werden, wenn nach dem Sach- und Streitstand bei Eintritt des erledigenden Ereignisses die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision Erfolg gehabt und die Durchführung der Revision zu einer Abweisung der Klage geführt hätte (BGH Beschluss vom 1. März 2007 - I ZR 249/02 - NJW-RR 2007, 694, 695). Dies ist hier nicht der Fall. Die Nichtzulassungsbeschwerde hätte keinen Erfolg gehabt, weil ein Zulassungsgrund nicht gegeben war.

Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision wäre zurückgewiesen worden, weil die Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung hatte noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert hätte

(§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen.

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