Auxiliary complainant's admissibility to appeal refusal of preventive detention under § 400 Abs. 1 StPO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Criminal Justice dismissed the auxiliary complainant's appeal as inadmissible, upholding the lower court's decision to impose no additional legal consequences beyond the original seven-year prison sentence. The dispute concerned the auxiliary complainant's attempt to challenge the appellate court's reversal of the original order for preventive detention, which the first instance had annulled after the defendant's successful revision regarding the preventive detention section. The court held that under § 400 Abs. 1 StPO, an auxiliary complainant lacks the procedural right to appeal solely for the purpose of obtaining a different future-oriented preventive measure (Sicherungsverwahrung) after a conviction, as such measures are distinct from the guilt-dependent penalty and the auxiliary complainant's appellate rights are limited to the sentencing scope or explicitly rejected measures in cases of exemption due to insanity, which did not apply here.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 1 StPO, § 349 Abs. 2 StPO, § 400 Abs. 1 StPO, § 61 Nr. 3 StGB; Auxiliary complainant's admissibility to appeal refusal of preventive detention under § 400 Abs. 1 StPO: The dispute concerned the auxiliary complainant's attempt to challenge the appellate court's reversal of the original order for preventive detention, which the first instance had annulled after the defendant's successful revision regarding the preventive detention section. The court held that under § 400 Abs. 1 StPO, an auxiliary complainant lacks the procedural right to appeal solely for the purpose of obtaining a different future-oriented preventive measure (Sicherungsverwahrung) after a conviction, as such measures are distinct from the guilt-dependent penalty and the auxiliary complainant's appellate rights are limited to the sentencing scope or explicitly rejected measures in cases of exemption due to insanity, which did not apply here.
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KI-generiertBasis for declaring the auxiliary complainant's appeal inadmissible and dismissing it.
Volltext
Rechtsmittelbefugnis des Nebenklägers: Anfechtung der unterbliebenen Anordnung der Sicherungsverwahrung
[TENOR]
Die Revision der Nebenklägerin D. K. gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 19. November 2009 wird nach § 349 Abs. 1 StPO als unzulässig verworfen.
Die Beschwerdeführerin hat die Kosten ihres Rechtsmittels und die dadurch dem Angeklagten entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hatte den Angeklagten durch Urteil vom 18. September 2008 wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in vier Fällen sowie wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in acht Fällen, davon in zwei Fällen begangen in jeweils zwei tateinheitlich zusammentreffenden Fällen, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt und seine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet. Auf die Revision des Angeklagten hat der Bundesgerichtshof das Urteil im Maßregelausspruch mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben, die weitergehende Revision gemäß § 349 Abs. 2 StPO verworfen und die Sache im Umfang der Aufhebung an das Landgericht zurückverwiesen. Mit dem auf die Zurückverweisung ergangenen Urteil hat das Landgericht entschieden, dass keine weiteren Rechtsfolgen verhängt werden.
Zu der von der Nebenklägerin geführten Revision führt der Generalbundesanwalt zutreffend aus:
„Die Revision der Nebenklägerin, die sich gegen die unterbliebene Anordnung der Sicherungsverwahrung wendet, ist unzulässig (vgl. BGH, Beschlüsse vom 2. Mai 1997 – 2 StR 186/97 – und vom 22. April 1999 – 1 StR 171/99 –; Meyer-Goßner, StPO, 52. Aufl. 2009, § 400 Rdnr. 3 a.E.).
Das Anfechtungsrecht der Nebenklägerin ist gemäß § 400 Abs. 1 StPO beschränkt. So ist das Urteil grundsätzlich nicht mit dem Ziel der Verhängung einer anderen Rechtsfolge der Tat anfechtbar. Das System der Rechtsfolgen umfasst neben der schuldabhängigen Strafe auch die in Zukunft gerichtete Maßregel als Maßnahme der Besserung und Sicherung im Sinne von § 61 Nr. 3 StGB (Fischer, StGB, 57. Aufl., Vor § 38 Rdnr. 4).
Die Nichtanordnung einer Maßregel kann lediglich dann gerügt werden, wenn nicht eine andere Rechtsfolge, sondern die trotz Freispruchs wegen Schuldunfähigkeit mögliche, aber ausdrücklich abgelehnte, Anordnung der Unterbringung Ziel des Rechtsmittels ist (vgl. BGH NStZ 1995, 609). So liegt der vorliegende Fall indes nicht.“
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