Insolvency administrator fee surcharge: substantive disclosure of activities required for excessive procedure duration
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) dismissed the insolvency administrator’s legal appeal as inadmissible, thereby upholding the Landgericht Flensburg’s order that rejected the administrator's claim for a fee surcharge. The dispute concerned the administrator's request for a percentage addition to their remuneration pursuant to § 3 InsVV, specifically arguing that the excessive duration of the insolvency procedure warranted an uplift. The BGH held that the appeal failed to establish grounds for admissibility, such as fundamental legal significance or the need for legal development, because the administrator did not substantiate the specific activities required for the surcharge, although the exact duration of work did not need to be detailed. The court reaffirmed that an excessive procedural duration alone does not justify a surcharge unless it results in demand for the administrator's services that is substantially higher than generally customary, and noted that comparative analysis with other cases or doctrinal tables is not binding.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 574 Abs. 2 ZPO, § 577 Abs. 6 Satz 3 ZPO; Insolvency administrator fee surcharge: substantive disclosure of activities required for excessive procedure duration: The dispute concerned the administrator's request for a percentage addition to their remuneration pursuant to § 3 InsVV, specifically arguing that the excessive duration of the insolvency procedure warranted an uplift. The BGH held that the appeal failed to establish grounds for admissibility, such as fundamental legal significance or the need for legal development, because the administrator did not substantiate the specific activities required for the surcharge, although the exact duration of work did not need to be detailed. The court reaffirmed that an excessive procedural duration alone does not justify a surcharge unless it results in demand for the administrator's services that is substantially higher than generally customary, and noted that comparative analysis with other cases or doctrinal tables is not binding.
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KI-generiertCited in the reasoning but not explicitly in the dispositive; however, the dispositive states the appeal is unzulässig (inadmissible) based on § 574 Abs. 2 ZPO, which is cited in the reasoning but not the dispositive. Wait, the dispositive itself (TENOR) does not cite any article numbers. It only states the outcome. Let me re-read the prompt rules carefully. 'Include a provision only if it is explicitly cited in the dispositive'. The dispositive is the TENOR section. The TENOR says: 'Die Rechtsbeschwerde ... wird ... als unzulässig verworfen.' and 'Der Gegenstandswert ... wird ... festgesetzt.' There are no article citations in the TENOR. Therefore, I must return an empty list.
Volltext
Insolvenzverwaltervergütung: Zuschlag wegen überlanger Verfahrensdauer
[TENOR]
Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Flensburg vom 7. Mai 2009 wird auf Kosten des Insolvenzverwalters als unzulässig verworfen.
Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens wird auf 38.140,39 € festgesetzt.
[GRUENDE]
Die Rechtsbeschwerde ist statthaft (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO i.V.m. §§ 6, 7, 64 Abs. 3 Satz 1 InsO) sowie form- und fristgerecht eingelegt. Sie ist jedoch unzulässig, weil sie keinen Zulässigkeitsgrund aufzeigt. Weder hat die Sache grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts (§ 574 Abs. 2 ZPO).
1. Die Rechtsgrundsätzlichkeit oder Rechtsfortbildungsbedürftigkeit hinsichtlich der Anforderungen an die Darstellung der Voraussetzungen eines Zuschlagstatbestandes nach § 3 Abs. 1 InsVV ist schon nicht hinreichend dargelegt (vgl. BGHZ 154, 288, 291, 292). Sie ist auch nicht gegeben. Dass der Verwalter, der einen Zuschlag begehrt, dessen Voraussetzungen darzulegen hat, ist eine Selbstverständlichkeit (vgl. BGH, Beschl. v. 11. Mai 2006 - IX ZB 249/06, ZIP 2006, 1204, 1206 Rn. 25).
Im Schrifttum entwickelte Faustregeltabellen binden den Tatrichter nicht. Die Bemessung der Zu- und Abschläge ist vielmehr Aufgabe des Tatrichters nach den Umständen des jeweiligen Einzelfalles (BGH, Beschl. v. 1. März 2007 - IX ZB 277/05, Rn. 7; v. 22. März 2007 - IX ZB 201/05, ZInsO 2007, 370 Rn. 3; v. 13. November 2008 - IX ZB 141/07, ZInsO 2009, 55, 56 Rn. 10). Eine vergleichende Betrachtung mit Beschlüssen desselben Amtsgerichts in einer anderen Sache verbietet sich (vgl. BGH, Beschl. v. 13. November 2008 aaO).
Die exakte Dauer seiner Tätigkeit muss der Verwalter nicht darlegen; der im konkreten Fall erforderliche Aufwand ist nach allgemeinen Kriterien zu bemessen (BGH, Beschl. v. 25. Juni 2009 - IX ZB 118/08, ZInsO 2009, 1511, 1512 Rn. 3 m.w.N.). Konkret und substantiiert darzulegen ist die erforderlich gewordene Tätigkeit des Verwalters, nicht die Zeit, die er hierfür aufgewandt hat. An der substantiierten Darlegung dieser Tätigkeit fehlte es im vorliegenden Fall, obwohl der Verwalter im Beschwerdeverfahren ausdrücklich hierzu aufgefordert worden war. Dass das Beschwerdegericht womöglich auch eine nähere Darlegung des zeitlichen Aufwandes für erforderlich gehalten hat, ist jedenfalls nicht entscheidungserheblich.
2. Eine Verletzung der Verfahrensgrundrechte des Verwalters liegt nicht vor.
3. Hinsichtlich der Frage, ob eine überlange Verfahrensdauer einen Zuschlag rechtfertigt, wird ein Zulässigkeitsgrund nicht aufgezeigt. Eine vereinzelte Kritik an einem Senatsbeschluss macht die dort entschiedene Frage nicht erneut rechtsgrundsätzlich. Der Senat hat die von der Rechtsbeschwerde behauptete Aussage in der von ihr angeführten Entscheidung im Übrigen nicht getroffen; die von der Rechtsbeschwerde für sich in Anspruch genommene Kritik in der Literatur leitet eine solche Aussage des Senats lediglich aus dem Zusammenhang ab. Sie stellt diese sodann auch nicht in Frage, sondern kritisiert eine Gegenmeinung.
Eine überlange Verfahrensdauer rechtfertigt als solche keinen Zuschlag. Sie kann einen Zuschlag rechtfertigen, wenn dadurch der Verwalter stärker als in Insolvenzverfahren allgemein üblich in Anspruch genommen worden ist. Überschneidet sich dieser Zuschlagstatbestand - wie häufig - mit anderen Zuschlagstatbeständen, ist eine Gesamtwürdigung erforderlich (BGH, Beschl. v. 11. Mai 2006 aaO S. 1207 Rn. 42; S. 1205 Rn. 12). Dies hat das Beschwerdegericht nicht verkannt.
4. Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 577 Abs. 6 Satz 3 ZPO abgesehen.
Ganter Gehrlein Vill
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