Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5 StR 136/10 KI-generiert

Ineligibility of value replacement confiscation against non-owning co-perpetrators under § 74c StGB

Geschäftsnummer 5 StR 136/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)
Kostenauflage geteilt

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice reversed the lower court’s order for the confiscation of value replacement regarding 25,000 euros, leaving the conviction for money laundering and the corresponding suspended prison sentence intact, while dismissing the remainder of the defendant’s appeal. In this criminal case, the defendant was convicted of money laundering where the money in question had been entrusted to him for safekeeping rather than owned by him, and the appellate dispute centered on the validity of the *Wertersatz* (value replacement) confiscation ordered against a non-owner participant. The decisive legal basis is Section 74c of the German Criminal Code (StGB), which requires that the offender or participant be the owner of the underlying object at the time of the offense to permit value replacement confiscation; the court held that such confiscation is legally impermissible against a non-owing participant who merely held the funds, and that a reinterpretation into a forfeiture order was impossible due to a lack of sufficient factual findings and potential conflicting claims by damaged banks.

Legislator-Regeste

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§ 349 Abs. 4 StPO, § 349 Abs. 2 StPO, § 74a StGB, § 74c StGB, § 261 Abs. 7 StGB; Ineligibility of value replacement confiscation against non-owning co-perpetrators under § 74c StGB: In this criminal case, the defendant was convicted of money laundering where the money in question had been entrusted to him for safekeeping rather than owned by him, and the appellate dispute centered on the validity of the *Wertersatz* (value replacement) confiscation ordered against a non-owner participant. The decisive legal basis is Section 74c of the German Criminal Code (StGB), which requires that the offender or participant be the owner of the underlying object at the time of the offense to permit value replacement confiscation; the court held that such confiscation is legally impermissible against a non-owing participant who merely held the funds, and that a reinterpretation into a forfeiture order was impossible due to a lack of sufficient factual findings and potential conflicting claims by damaged banks.

Schlagwörter

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Verwirkung Geldwäscherei Streitwert Ersatzwert Strafurteil unrechtmässige Verwendung von Vermögenswerten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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5 StR 275/85
Juni 1985 - 5 StR 275/85).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 4 StPO

Basis for setting aside the conviction's ancillary order regarding the confiscation of value replacement.

§ 349 Abs. 2 StPO

Basis for dismissing the remainder of the appeal as unfounded.

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Volltext

Geldwäsche: Anordnung der Einziehung von Wertersatz gegenüber tatbeteiligten Nichteigentümern

[TENOR]

Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Berlin vom 4. September 2009 gemäß § 349 Abs. 4 StPO im Ausspruch über die Einziehung von Wertersatz aufgehoben. Die Einziehungsanordnung entfällt.

Die weitergehende Revision wird nach § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen trägt die Staatskasse die Kosten des Revisionsverfahrens und die Hälfte der dem Angeklagten insoweit entstandenen notwendigen Auslagen.

[GRUENDE]

Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Geldwäsche in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Darüber hinaus hat es angeordnet, dass ein Geldbetrag von 25.000 € als Wertersatz eingezogen wird. Die wirksam auf den Rechtsfolgenausspruch beschränkte Revision des Angeklagten hat lediglich hinsichtlich der angeordneten Einziehung des Wertersatzes Erfolg.

Der Generalbundesanwalt hat in seiner Antragsschrift vom 6. April 2010 unter anderem ausgeführt:

„Es kann dahingestellt bleiben, ob die Voraussetzungen des § 74a StGB vorliegen. Denn jedenfalls kommt eine Einziehung von Wertersatz gemäß § 74c StGB nicht in Betracht; der Angeklagte war nicht Eigentümer des gemäß § 261 Abs. 7 StGB grundsätzlich der Einziehung als Beziehungsgegenstand unterliegenden Geldes, welches ihm zur Verwahrung übergeben worden war. § 74c StGB setzt indes voraus, dass der Täter oder Teilnehmer zum Zeitpunkt der Tat Eigentümer des der Einziehung unterliegenden Gegenstandes war (vgl. Senat, Beschluss vom 11. Juni 1985 - 5 StR 275/85). Gegenüber tatbeteiligten Nichteigentümern ist die Anordnung von Wertersatzeinziehung hingegen nicht möglich (vgl. LK-Schmidt, StGB, § 74c Rdnr. 17). Eine Anordnung der Einziehung von Wertersatz bei dem Angeklagten scheidet mithin aus.

Eine Umdeutung in eine (gewinnabschöpfende) Anordnung von Wertersatzverfall kommt bereits mangels entsprechender Feststellungen nicht in Betracht …

Im Übrigen dürften einer Verfallsanordnung die Ersatzansprüche der geschädigten Banken entgegenstehen.“

Dem tritt der Senat bei. Er schließt auch aus, dass für eine Verfallsanordnung tragfähige Feststellungen nachholbar wären.

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