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I ZR 27/09 KI-generiert

Valuation of a statutory inspection claim in copyright infringement as a preparatory measure to principal claims

Geschäftsnummer I ZR 27/09
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the defendant's complaint for non-acceptance of revision, upholding the Regional Court of Nuremberg's refusal to accept the appeal against its judgment in the proceedings concerning the plaintiff's claim for inspection under § 101a UrhG. The dispute centered on the determination of the amount in dispute (Streitwert) for the inspection claim, which the defendant argued did not exceed the €20,000 threshold required for a non-acceptance complaint under § 26 Nr. 8 EGZPO. The Court held that the value of such an inspection claim, which serves as a preparatory measure for main copyright infringement claims, is assessed by analogy to information claims, typically ranging from one-tenth to one-quarter of the main claim's value, depending on the plaintiff's reliance on the disclosure. Applying these principles to the plaintiff's total asserted claim value of €100,000, the Court confirmed the lower court's determination of €15,000, a figure falling within the admissible range given the plaintiff's need for source code access to prove infringement, and consequently rejected the non-acceptance complaint.

Legislator-Regeste

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§ 101a Abs. 1 Satz 1 UrhG, § 101a UrhG, § 97 Abs. 1 ZPO, § 26 Nr. 8 EGZPO; Valuation of a statutory inspection claim in copyright infringement as a preparatory measure to principal claims: The dispute centered on the determination of the amount in dispute (Streitwert) for the inspection claim, which the defendant argued did not exceed the €20,000 threshold required for a non-acceptance complaint under § 26 Nr. 8 EGZPO. The Court held that the value of such an inspection claim, which serves as a preparatory measure for main copyright infringement claims, is assessed by analogy to information claims, typically ranging from one-tenth to one-quarter of the main claim's value, depending on the plaintiff's reliance on the disclosure. Applying these principles to the plaintiff's total asserted claim value of €100,000, the Court confirmed the lower court's determination of €15,000, a figure falling within the admissible range given the plaintiff's need for source code access to prove infringement, and consequently rejected the non-acceptance complaint.

Schlagwörter

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Streitwert Revision eines Entscheids Schwellenwert für die Schätzung Vertragsverletzungsklage E-Justice Zutrittsrecht im Urheberrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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IV ZR 195/04
25.1.2006 - IV ZR 195/04, FamRZ 2006, 119 Tz.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 26 Nr. 8 EGZPO

Basis for declaring the complaint for non-acceptance of revision inadmissible due to the value in dispute not exceeding the statutory threshold.

§ 97 Abs. 1 ZPO

Legal basis for the order that the applicant bears the costs of the unsuccessful proceedings.

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Volltext

Urheberrechtlicher Besichtigungsanspruch: Streitwertbemessung - Streitwert eines Besichtigungsanspruchs

[TENOR]

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg - 3. Zivilsenat - vom 20. Januar 2009 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

Streitwert für das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren: 15.000 €.

[GRUENDE]

I. Die Beschwerde der Beklagten ist unzulässig, weil der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer 20.000 € nicht übersteigt (§ 26 Nr. 8 EGZPO).

Den Wert der Beschwer und damit die besondere Zulässigkeitsvoraussetzung der Nichtzulassungsbeschwerde nach § 26 Nr. 8 EGZPO hat das Revisionsgericht von Amts wegen zu prüfen. Der Wert des Beschwerdegegenstands für das beabsichtigte Revisionsverfahren bemisst sich nach dem Interesse des Rechtsmittelklägers an der Abänderung des Urteils. Der Kläger will mit der Revision seinen vom Berufungsgericht abgewiesenen Besichtigungsantrag weiterverfolgen.

Der Streitwert eines Besichtigungsanspruchs nach § 101a Abs. 1 Satz 1 UrhG richtet sich nach dem Streitwert der Ansprüche, deren Vorbereitung er dient (vgl. Fromm/Nordemann/Czychowski, Urheberrecht, 10. Aufl., § 101a UrhG Rdn. 32). Im Streitfall dient er der Vorbereitung sämtlicher weiterer Ansprüche. Den gesamten Wert seiner Ansprüche hat der Kläger in der Klageschrift mit 100.000 € beziffert, ohne anzugeben, welcher Wert auf die einzelnen Ansprüche entfällt.

Für die Bemessung des Streitwerts eines Besichtigungsanspruchs kann, wie die Beschwerde zutreffend geltend macht, auf die Grundsätze zur Bemessung des Streitwerts eines Auskunftsanspruchs zurückgegriffen werden, der gleichfalls der Vorbereitung eines Hauptanspruchs dient. Der Auskunftsanspruch ist in der Regel mit einem Zehntel bis einem Viertel des Werts des Hauptanspruchs zu bewerten; dabei ist der Wert des Auskunftsanspruchs umso höher zu bemessen, je mehr der Kläger zur Begründung seines Hauptanspruchs auf die Auskunftserteilung angewiesen ist (vgl. BGH, Beschl. v. 25.1.2006 - IV ZR 195/04, FamRZ 2006, 119 Tz. 4 m.w.N.).

Nach diesen Grundsätzen ist der Wert des Besichtigungsanspruchs im Streitfall bei einem Gesamtwert der vom Kläger verfolgten Ansprüche von 100.000 € mit 9.090,91 € (1/10 von 90.909,09 €) bis 20.000 € (1/4 von 80.000 €) zu bemessen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es dem Kläger - wie die Beschwerde zutreffend geltend macht - ohne Kenntnis des Quellcodes, dessen Offenlegung er mit seinem Besichtigungsantrag begehrt, nur schwer möglich sein dürfte, eine - unterstellte - Urheberrechtsverletzung des Beklagten nachzuweisen. Die Festsetzung des Streitwerts des Besichtigungsanspruchs durch das Berufungsgericht auf 15.000 € hält sich in diesem Rahmen und erscheint auch unter Berücksichtigung der Bedeutung des Anspruchs für den Kläger als zutreffend.

II. Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO.

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