Gang drug trafficking sentencing: double valuation of profit motive inherent in statutory elements under § 46 Abs. 3 StGB
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Court of Justice (3rd Criminal Senate) rejected the defendant's revision, thereby upholding the conviction and sentence for gang trafficking in significant quantities of narcotics imposed by the Landgericht Hannover. The dispute centered on the legality of the sentencing, specifically whether the lower court committed an error by treating the defendant's purely economic motivation for joining the criminal group as an additional aggravating factor. The Senate identified a legal error in the trial court's reasoning, holding that such profit-driven intent is inherently inherent in the statutory elements of gang trafficking under § 46 Abs. 3 StGB and cannot be used for double evaluation in sentencing. However, the Court concluded that this error did not affect the final outcome because the imposed sentence only exceeded the statutory minimum by three months and no mitigating circumstances for a lesser degree of offense were present, thus affirming the validity of the lower court's judgment.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO, § 46 Abs. 3 StGB; Gang drug trafficking sentencing: double valuation of profit motive inherent in statutory elements under § 46 Abs. 3 StGB: The dispute centered on the legality of the sentencing, specifically whether the lower court committed an error by treating the defendant's purely economic motivation for joining the criminal group as an additional aggravating factor. The Senate identified a legal error in the trial court's reasoning, holding that such profit-driven intent is inherently inherent in the statutory elements of gang trafficking under § 46 Abs. 3 StGB and cannot be used for double evaluation in sentencing. However, the Court concluded that this error did not affect the final outcome because the imposed sentence only exceeded the statutory minimum by three months and no mitigating circumstances for a lesser degree of offense were present, thus affirming the validity of the lower court's judgment.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertProcedural basis cited in the dispositive for rejecting the revision as unfounded.
Volltext
Bandenhandel mit Betäubungsmitteln: Strafzumessung und Doppelverwertungsverbot
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hannover vom 27. November 2009 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Das Landgericht hat sowohl bei der Strafrahmenwahl als auch bei der konkreten Strafzumessung zu Lasten des Angeklagten berücksichtigt, dass sich dieser mit den anderen Bandenmitgliedern nicht aus persönlichen Gründen, sondern "nur zur Erlangung des wirtschaftlichen Ziels des Verkaufs von Drogen" zusammengeschlossen habe. Diese Erwägung verstößt gegen § 46 Abs. 3 StGB; denn mit dem Straftatbestand des Bandenhandels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ist eine solche Intention wegen der für das Handeltreiben vorausgesetzten Eigennützigkeit jedenfalls bei täterschaftlicher Begehungsweise notwendig verknüpft. Soweit sich das Landgericht in diesem Punkt auf das Urteil des Senats vom 18. Juni 2009 (NStZ-RR 2009, 320, 321) stützt, hat es die dortigen Ausführungen missverstanden. Denn in jener Entscheidung hat der Senat die strafmildernde Erwägung gebilligt, dass die Bande sich primär aus persönlicher Verbundenheit zusammengeschlossen habe und daher nicht dem Bild der üblichen Bandenkriminalität entspreche.
Auf dem aufgezeigten Rechtsfehler beruht das Urteil indes nicht. Der Senat kann im Hinblick auf die sonstigen Zumessungserwägungen des Landgerichts und die nur drei Monate über dem gesetzlichen Mindestmaß festgesetzte Freiheitsstrafe (die Annahme eines minder schweren Falls kam nach den Umständen, insbesondere auch wegen der gehandelten Betäubungsmittelmenge, ersichtlich nicht in Betracht) ausschließen, dass das Landgericht ohne die rechtsfehlerhafte Überlegung auf eine niedrigere Strafe erkannt hätte.
Becker Pfister von Lienen
Schäfer Mayer