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V ZR 159/09 KI-generiert

Condominium operating rights: forfeiture of injunction claim against use contradicting division declaration due to long-term owner acquiescence

Geschäftsnummer V ZR 159/09
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice dismissed the plaintiff’s appeal, thereby upholding the lower court’s judgment that barred the claim for injunctive relief. The dispute involved a unit holder in a condominium association who sought to enjoin another unit holder from operating a restaurant in their respective unit, a use that directly contradicted the division declaration. The court held that the plaintiff’s claim was time-barred due to the doctrine of forfeiture (*Verwirkung*), as the association had tolerated the restaurant operation for decades, signaling consent to the deviation from the division declaration, and the defendant had relied on this acquiescence; the court further noted that the forfeiture is a legal consequence of factual circumstances not requiring land registry entry, and that a separate, unfounded challenge to the validity of the association’s decision to provide free community space did not alter the outcome.

Legislator-Regeste

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§ 97 Abs. 1 ZPO; Condominium operating rights: forfeiture of injunction claim against use contradicting division declaration due to long-term owner acquiescence: The dispute involved a unit holder in a condominium association who sought to enjoin another unit holder from operating a restaurant in their respective unit, a use that directly contradicted the division declaration. The court held that the plaintiff’s claim was time-barred due to the doctrine of forfeiture (*Verwirkung*), as the association had tolerated the restaurant operation for decades, signaling consent to the deviation from the division declaration, and the defendant had relied on this acquiescence; the court further noted that the forfeiture is a legal consequence of factual circumstances not requiring land registry entry, and that a separate, unfounded challenge to the validity of the association’s decision to provide free community space did not alter the outcome.

Schlagwörter

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Stockwerkeinheit Rechtsverwirkung Bodenrecht Verwendungsrecht Eigentumsteilung bestrittene Forderung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 97 Abs. 1 ZPO

Applied to determine the allocation of litigation costs to the losing party.

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Volltext

Wohnungseigentum: Verwirkung eines Anspruchs auf Unterlassung einer der Teilungserklärung widersprechenden Nutzung

[TENOR]

Die Revision gegen das Urteil der 11. Zivilkammer des Landgerichts Karlsruhe vom 21. Juli 2009 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.

Der Streitwert des Revisionsverfahrens wird auf 20.000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

I. 1. Der von der Klägerin – ohne Bezugnahme auf ein Vorbringen in den Tatsacheninstanzen – ergänzend hervorgehobene Umstand, dass sie bei dem Erwerb ihres Wohnungseigentums davon ausgegangen sei, die Teileigentumseinheit des Beklagten zu 1 dürfe nicht zum Betrieb einer Gaststätte genutzt werden, ist rechtlich unerheblich.

Die praktizierte Nutzung widerspricht der Teilungserklärung. Der hieraus grundsätzlich folgende Unterlassungsanspruch ist gegenüber den Beklagten jedoch nicht durchsetzbar, weil die Wohnungseigentümer einen solchen Anspruch seit Jahrzehnten nicht erhoben, sondern im Gegenteil zu erkennen gegeben haben, dass sie mit der Nutzung der Teileigentumseinheit Nr. 132 als Gaststätte einverstanden sind, und die Beklagten sich hierauf eingerichtet haben. Das schließt die von der Klägerin erhobenen Ansprüche als verwirkt aus. Die Verwirkung ist Rechtsfolge tatsächlichen Verhaltens und tatsächlicher Umstände, die einer Eintragung in das Grundbuch nicht zugänglich sind.

2. Der Beschluss der Wohnungseigentümer, den Gaststättenbetrieb durch unentgeltliche Überlassung einer Teilfläche des Gemeinschaftseigentums zu fördern, mag ordnungsmäßiger Verwaltung widersprochen haben und daher anfechtbar gewesen sein. Das berührt seine Wirksamkeit nicht. Eine Anfechtung ist nicht erfolgt.

3. Im Übrigen wird auf das Schreiben des Senatsvorsitzenden vom 5. Februar 2010 verwiesen.

II. Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO.

Krüger Klein Lemke

Schmidt-Ränsch Roth