Hague Child Abduction Convention proceedings: Inadmissibility of Rechtsbeschwerde under pre-2009 procedural law due to exclusion of further appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Bundesgerichtshof (12th Civil Senate) dismissed the appeal as inadmissible and denied the appellant's application for legal aid, ruling that the appeal failed on both procedural grounds and due to a lack of prospect of success. The dispute concerned a proceeding under the Hague Child Abduction Convention (HCAC) where the appellant attempted to challenge an Oberlandesgericht Cologne decision via "Rechtsbeschwerde." The court held that because the proceedings were initiated before September 1, 2009, the old procedural law applied, which did not permit a "Rechtsbeschwerde" in such cases; under the applicable version of the International Family Relations Act (IntFamRVG), the only available remedies were immediate appeal and further appeal, with the latter explicitly excluded for HCAC cases by special regulation, a result that remains consistent under the new procedural law effective September 1, 2009. Key legal bases include § 40 Abs. 2 IntFamRVG (old and new versions), § 22 and § 27 FGG, and the transitional provisions of Art. 111 Abs. 1 FGG-RG.
Legislator-Regeste
KI-generiertHague Child Abduction Convention proceedings: Inadmissibility of Rechtsbeschwerde under pre-2009 procedural law due to exclusion of further appeal: Auf das Rechtsmittel findet noch das bis zum 31. August 2009 geltende Verfahrensrecht Anwendung, weil das Verfahren vor dem 1. September 2009 eingeleitet worden ist (Art. 111 Abs. 1 FGG-RG; vgl. Senatsurteil vom 16. Dezember 2009 - XII ZR 50/08 - Tz. 7, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertVolltext
Verfahren nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen: Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde nach altem Recht
[TENOR]
Das Rechtsmittel gegen den Beschluss des 21. Zivilsenats - Familiensenat - des Oberlandesgerichts Köln vom 10. Juni 2009 wird auf Kosten der Antragstellerin als unstatthaft verworfen.
Der Antrag, für die Durchführung dieses Rechtsmittels Prozesskostenhilfe zu gewähren, wird zurückgewiesen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine Aussicht auf Erfolg hat.
Wert: 3.000 €
[GRUENDE]
Auf das Rechtsmittel findet noch das bis zum 31. August 2009 geltende Verfahrensrecht Anwendung, weil das Verfahren vor dem 1. September 2009 eingeleitet worden ist (Art. 111 Abs. 1 FGG-RG; vgl. Senatsurteil vom 16. Dezember 2009 - XII ZR 50/08 - Tz. 7, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).
Das von der Antragstellerin als Rechtsbeschwerde bezeichnete Rechtsmittel ist nicht statthaft. Nach dem bis zum 31. August 2009 geltenden Verfahrensrecht ist eine Rechtsbeschwerde nicht zulässig, weil sich das Rechtsmittelverfahren gemäß § 40 Abs. 2 IntFamRVG (a.F.) nach § 22 FGG richtet und nach dem FGG nur die sofortige Beschwerde sowie die weitere Beschwerde (§ 27 FGG) vorgesehen sind (vgl. KG FamRZ 2009, 624). Nach der Sonderregelung in § 40 Abs. 2 Satz 3 IntFamRVG (a.F.) findet jedoch in Verfahren nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen (HKÜ) gegen Entscheidungen der Oberlandesgerichte eine weitere Beschwerde nicht statt. Die von der Antragstellerin angeführte Vorschrift (§ 28 IntFamRVG) betrifft nur die in Abschnitt 5 des IntFamRVG aufgeführten Verfahren, zu denen das Verfahren nach dem HKÜ (Abschnitt 6) nicht gehört.
Im Ergebnis gilt im Übrigen nach dem seit dem 1. September 2009 geltenden Verfahrensrecht nichts anderes (§ 40 Abs. 2 Satz 4 IntFamRVG n.F.).
Hahne Weber-Monecke Vézina
Klinkhammer Günter